Flammen greifen auf den Wald über: Bis zu 1000 Einsatzkräfte bekämpften einen Brand bei Waldaschaff. Fast jede Feuerwehr des Landkreises war im Einsatz, es gibt auch Verletzte.
Update vom 17.08.2026: Wald- und Flächenbrand in Waldaschaff gelöscht
Der Wald- und Flächenbrand im unterfränkischen Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) ist gelöscht. Am späten Sonntagabend berichtete die Feuerwehr, dass der Einsatz reduziert werde, da alle erkannten Brandstellen und Glutnester gelöscht seien. Das Gebiet werde jedoch weiterhin überwacht.
Seit Samstagnachmittag waren etwa 1000 Einsatzkräfte beteiligt, wurde mitgeteilt. "Insbesondere die Kombination aus großer Hitze, Trockenheit, Wind, schwierigem Gelände und teilweise tief im Waldboden liegenden Brandnestern stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen." Teilweise mussten Brandnester, die tief im Boden lagen, mit Baggern freigelegt werden. Auch Hubschrauber kamen zum Einsatz.
Durch den "massiven Einsatz" gelang es, zu verhindern, dass die Flammen auf eine angrenzende Wohnbebauung und einen unmittelbar gefährdeten Waldkindergarten übergriffen, hieß es von der Feuerwehr. Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt sieben Feuerwehrleute leicht verletzt, zudem wurde auch eine verletzte Passantin versorgt.
Erstmeldung vom 16.08.2026: Bis zu 800 Einsatzkräfte kämpfen gegen enormen Waldbrand
Der Wald- und Wiesenbrand im unterfränkischen Waldaschaff (Kreis Aschaffenburg) hat sich nach Feuerwehrangaben auf rund 30 Hektar Fläche ausgebreitet.
Hunderte Einsatzkräfte kämpften seit Samstagnachmittag (15. August 2026) gegen das Feuer und suchten nach dem Löschen weiter nach Glutnestern. Zwei Hubschrauber, die Löschwasser abwarfen, waren beteiligt. Auch Landwirte unterstützten mit Wassertransporten. Der Einsatz dauerte am Sonntag (16. August) weiter an.
Waldbrand bei Waldaschaff: Häuser evakuiert - 80 Menschen in Sicherheit gebracht
Insbesondere sollte am Samstag ein Übergreifen auf Gebäude verhindert werden. Mehrere Häuser wurden laut Feuerwehr vorsorglich evakuiert. Rund 80 Menschen wurden vorübergehend in einer Sporthalle untergebracht. Nachdem sich die Lage stabilisiert und keine Gefahr mehr für die Wohnbebauung bestanden hatte, konnten die Bewohnerinnen und Bewohner zurückkehren.
Die Löschmaßnahmen zeigten am Abend Wirkung, so dass sich das Feuer in der Nacht nicht mehr ausbreitete, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Rund 200 Einsatzkräfte hätten während der Nacht in dem teils schwer erreichbaren Gelände Nachlöscharbeiten vorgenommen, um ein Aufflammen zu verhindern.
Um tieferliegende Glutnester vollständig ablöschen zu können, müsse der Waldboden an zahlreichen Stellen in aufwendiger Handarbeit mit speziellen Waldbrandwerkzeugen geöffnet werden, erläuterte der Sprecher. Die hochsommerlichen Temperaturen, das unwegsame Gelände und die körperlich anspruchsvollen Arbeiten stellten eine erhebliche Belastung dar.
Erhebliche Belastung für Einsatzkräfte bei Waldbrand - fünf verletzte Feuerwehrleute
Seit Einsatzbeginn seien rund 800 Personen an den Löscharbeiten beteiligt gewesen. Fünf Feuerwehrleute und eine Passantin seien verletzt worden.
Die Feuerwehr dankte der Bevölkerung, die die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgt habe. Gleichzeitig bat die Einsatzleitung darum, keine eigenständigen Maßnahmen im betroffenen Gebiet vorzunehmen.
Für das Waldbrandgebiet besteht ein Betretungsverbot. So könnten etwa umstürzende Bäume oder herunterfallende Äste für Lebensgefahr sorgen. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kripo ermittelt. Eine vorsätzliche Brandstiftung könne aber dem aktuellen Sachstand nach ausgeschlossen werden, hieß es. In Unterfranken hatte sich am Samstag noch ein weiterer Waldbrand ereignet. Schon am Abend zuvor waren die Wehren im Grenzgebiet zu Thüringen gefordert.