Puma-Suche: Ermittler mit dringendem Appell – "Das lassen wir als Polizei nicht zu"

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In der Nähe des Münchner Flughafens ist womöglich eine Raubkatze unterwegs – doch die Suche blieb bisher erfolglos. Es gibt zahlreiche Hinweise zu der Raubkatze, doch nicht alle haben eine reale Grundlage.

Update vom 08.10.2026: Bisher keine Hinweise auf den Puma – Raubkatzen-Suche soll weitergehen

Die Suche nach einem möglichen Puma im oberbayerischen Landkreis Erding hat bislang weiterhin zu keinen Ergebnissen geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht gesichert gesagt werden, ob es sich um einen Puma oder ein ganz anderes Tier handele, sagte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag.

Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, sagte, man habe bisher keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma im Zuge der Suche gefunden. Man werde aber weiter nach Hinweisen auf das Tier suchen und am Wochenende verstärkt in der Region um Oberding für Menschen ansprechbar sein. Aus der Bevölkerung seien 30 Hinweise bei den Behörden eingegangen, vier davon gehe man konkreter nach.

30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen

Die Auswertung der Aufnahmen, die die Suche ausgelöst hatten, gingen demnach ebenfalls weiter. Die Sprecherin des Landratsamts rief die Bevölkerung dazu auf, weiter aufmerksam zu bleiben und sich bei Auffälligkeiten mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar.

Gleichzeitig warnte die Polizei vor mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Abbildungen von Raubkatzen. Solches Material habe auch die Polizei erreicht, sagte Pinta. "Da möchte ich bewusst eine Grenze setzen. Diese Bilder behindern unsere Ermittlungsarbeit." Eine Abbildung zeige zum Beispiel eine Großkatze mitten in einer Ortschaft in der Region, sagte Pinta. Die Polizei müsse dann vor Ort ermitteln und mit den Menschen sprechen, von denen die Abbildungen angeblich stammen.

"Das lassen wir als Polizei nicht zu"

"Das ist eine bewusste falsche Hinweisgebung an die Polizei", sagte Pinta bei der Pressekonferenz im Erdinger Landratsamt. "Und sie beunruhigen durch die Verbreitung auf Social Media die Wohnbevölkerung. Und das lassen wir als Polizei nicht zu." Die Aufnahme, die die Suche nach dem Tier ausgelöst hatte, halte man aber für authentisch, betonte Pinta.

Bei der Suche nach dem Tier setzt die Polizei nun auch auf Hunde. Zwei Hundeführer mit ihren Schäferhunden sind aktuell im Einsatz – insbesondere um etwaige Beute oder Beuteteile zu finden, wie die Polizei mitteilte. Zudem suchen auch Beamte. Insgesamt habe man derzeit rund 15 Personen vor Ort und sechs im Innendienst, die sich mit der Suche beschäftigen. 

Bei der Suche nehme man natürlich Rücksicht auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere, betonte Pinta. Die Hunde seien angeleint und würden punktuell suchen – ausgehend vom Ort der Sichtung.

Update vom 08.10.2026: Wärmebildkamera findet keine Spur von mutmaßlichem Puma

Bei der Suche nach einem mutmaßlichen Puma in der Nähe des Münchner Flughafens hat nachts auch der Einsatz einer Wärmebildkamera keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Eine Polizeisprecherin erklärte am Donnerstagmorgen (8. Oktober 2026), die Kamera habe keine neue Spur gebracht. In der Nacht wurde das Gebiet im Notzingermoos in der oberbayerischen Gemeinde Oberding mit Wärmebildtechnik aus der Luft nach dem mutmaßlichen Puma abgesucht. 

Fehlalarm: Sicherheitsdienst-Mitarbeiter meldet verdächtiges Tier – wohl nur eine Hauskatze

Zuvor hatten Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet im Landkreis Erding am Mittwoch mit Hubschrauber, Drohnen und am Boden durchkämmt, ebenfalls ohne Erfolg. Die personelle Suche sei zum Einbruch der Dunkelheit gegen 19.00 Uhr beendet worden, sagte ein Polizeisprecher.

Zudem gab es einen Fehlalarm, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes habe ein verdächtiges Tier auf einem Kamerabild gesehen. Ein Hubschrauber wurde zur näheren Untersuchung geschickt, fand aber keine Großkatze. Das dort gesehene Tier sei wohl nur eine Hauskatze gewesen, hieß es.

Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Das Landratsamt betonte jedoch, es sei weiterhin unklar, um welche Tierart es sich handelt. Die Bilder würden weiter analysiert. Woher das Tier stammen könnte, ist ebenfalls unbekannt.

Meldung vom 07.10.2026: Mutmaßlicher Puma –Drohnen und Hubschrauber nahe Münchner Flughafen im Einsatz

Aufgrund der potenziellen Sichtung eines frei herumlaufenden Pumas in der Nähe des Münchner Flughafens plant die Polizei eine umfangreiche Suchaktion mit einem Hubschrauber und Drohnen. Das Areal soll aus der Luft durchkämmt werden, außerdem sind Streifenwagen im Einsatz, erklärte eine Polizeisprecherin. "Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen", sagte sie.

Vorher soll im Notzinger Moos in der oberbayerischen Gemeinde Oberding eine Person eine mögliche Raubkatze gesichtet und eine Videoaufnahme gemacht haben. Dieses Gebiet befindet sich nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt. "Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln", äußerte sich eine Sprecherin des Landratsamtes Erding zur Analyse der Aufnahmen.

Geht nahe München ein Puma um?

Die Herkunft der Katze ist laut der Pressesprecherin völlig unklar. Derzeit gibt es auch keine Hinweise auf einen Zirkus mit Raubkatzen, der in der Region gastiert. Das Landratsamt appellierte an die Bevölkerung zur Vorsicht. Wer das Tier sieht oder Informationen über den Aufenthaltsort hat, soll sich umgehend bei der Polizei in Erding melden. Den Menschen in der Region wurde geraten, Hunde nicht frei laufen zu lassen. "Und lassen Sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen", informierte das Landratsamt auf Facebook.

Vorschaubild: © Peter Kneffel/dpa