Obwohl Tuberkulose medikamentös gut zu behandeln und in der Regel heilbar ist, ist sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die "am häufigsten zum Tode führende Infektionskrankheit durch einen einzelnen Erreger".
Auch in Deutschland ist Tuberkulose demnach "eine Krankheit von großer Relevanz für die öffentliche Gesundheit". Die Zahl der dem RKI übermittelten Fälle ist 2025 um circa 8 Prozent gegenüber 2024 zurückgegangen. 2025 waren es nach vorläufigen Angaben 4070 Fälle, nach 4408 Fällen im Jahr 2024. Allerdings sei ein jährlicher Rückgang von deutlich über zehn Prozent erforderlich, um das weltweit gemeinsame Ziel der Elimination der Tuberkulose bis 2050 auch in Deutschland zu erreichen.
Nach Tuberkulose-Fall an fränkischer Schule: Gesundheitsamt-Leiter gibt teilweise Entwarnung
Wie der Leiter des Gesundheitsamts Roth-Schwabach, Dr. Stefan Schmitzer, erklärt, bestehe im aktuellen Fall grundsätzlich jedoch kein Grund zur Sorge. Eine erkrankte Person sei bei wirksamer medizinischer Behandlung meist schon nach einigen Wochen nicht mehr ansteckend.
Wenn in der Umgebungsuntersuchung eine Infektion mit Tuberkuloseerregern festgestellt werde, die Person aber nicht erkrankt sei, werde in der Regel eine vorbeugende Behandlung mit speziellen Medikamenten eingeleitet, um ein späteres Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern. Eine Übertragung durch Menschen, die mit einem an ansteckender Tuberkulose Erkrankten Kontakt hatten und nicht selbst erkrankt sind, ist demnach nicht möglich.
Gemäß Tuberkulose-Leitlinien ist bei Kindern und Jugendlichen nach acht bis zwölf Wochen eine zweite Testung erforderlich, selbst, wenn der erste Test negativ ausgefallen sein sollte. Erst nach dieser Zeit könne bei Kontaktpersonen eine Ansteckung sicher ausgeschlossen oder nachgewiesen werden.
Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Infektionsschutz des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
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