Plötzlicher Tod von Hubert Aiwanger wirft Fragen auf - was passierte in dem Hotel?

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Hubert Aiwanger soll in Berlin eine Rede halten, doch gesundheitliche Probleme verhindern den Auftritt. Stunden später findet jemand ihn leblos in einem Hotel – was geschah dazwischen?

Update vom 05.11.2026, 10.27 Uhr: Aiwanger tot in Berliner Hotel gefunden – Todesursache offen

Nach dem überraschenden Tod des bayerischen Vize-Regierungschefs Hubert Aiwanger (Freie Wähler) rückt die Frage nach der Ursache seines Todes in den Fokus. Der 55-Jährige war am Mittwoch (4. November 2026) leblos in einem Hotel in Berlin-Mitte gefunden worden, nachdem er tagsüber wegen gesundheitlicher Probleme nicht bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten konnte.

Die Ermittlungen der Polizei laufen. Voraussichtlich wird eine Obduktion der Leiche erfolgen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler waren nach dem Fund des Politikers mit Mitarbeitern der Spurensicherung im Hotel unterwegs, die Gerichtsmedizin wurde hinzugezogen.

Die Mordkommission ermittelt wegen der Bedeutung des Falls – und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Das Todesermittlungsverfahren war noch am Mittwoch eingeleitet worden.

Trauer um Hubert Aiwanger über Parteigrenzen hinweg

Wer Aiwanger gefunden hat, war zunächst nicht öffentlich bekannt. Der Wirtschaftsminister des Freistaats war in Berlin unter anderem von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher erklärte. Zur Auffindesituation Aiwangers konnte der Sprecher jedoch keine Angaben machen.

Der 55-Jährige war nach der Absage seines Termins später nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich am frühen Abend leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße gefunden worden. "Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden", hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Abend gesagt.

Der Niederbayer lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen und hatte zwei Kinder. Der plötzliche Tod des streitbaren Politikers löste über alle Parteigrenzen hinweg und über den Freistaat hinaus Bestürzung und Fassungslosigkeit aus.

Update vom 05.11.2026, 6.17 Uhr: Was ist die Todesursache von Hubert Aiwanger?

Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) tot in einem Berliner Hotel gefunden worden ist. Er sei am frühen Abend in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt worden.

"Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In dem Hotel laufen die Ermittlungsarbeiten, wie etwa die Spurensuche, gegebenenfalls gibt es auch eine Zeugenbefragung. Nach dem Abtransport der Leiche werde voraussichtlich eine Obduktion angeordnet.

Staatsanwaltschaft und die Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. "Ziel des Todesermittlungsverfahrens ist es, die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen", hieß es in einer Mitteilung. 

Ursprungsmeldung vom 04.11.2026, 22.37 Uhr: Hubert Aiwanger ist tot - Freie Wähler verlieren markanten Politiker

Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist tot. Das bestätigten hochrangige Regierungskreise aus Bayern der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die Bild berichtet.

Aiwanger wurde laut Informationen der dpa tot in einem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Am Mittwochnachmittag (4. November 2026) war geplant, dass er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten soll. Allerdings habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, hieß es. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.

Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Mit Hubert Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf.

Fraktionschef bei den Freien Wählern

2008 war Aiwanger mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag.

Vorschaubild: © Peter Kneffel/dpa/Fabian Sommer/dpa/Collage: inFranken.de