"Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In dem Hotel laufen die Ermittlungsarbeiten, wie etwa die Spurensuche, gegebenenfalls gibt es auch eine Zeugenbefragung. Nach dem Abtransport der Leiche werde voraussichtlich eine Obduktion angeordnet.
Staatsanwaltschaft und die Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. "Ziel des Todesermittlungsverfahrens ist es, die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen", hieß es in einer Mitteilung.
Ursprungsmeldung vom 04.11.2026, 22.37 Uhr: Hubert Aiwanger ist tot - Freie Wähler verlieren markanten Politiker
Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist tot. Das bestätigten hochrangige Regierungskreise aus Bayern der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die Bild berichtet.
Aiwanger wurde laut Informationen der dpa tot in einem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Am Mittwochnachmittag (4. November 2026) war geplant, dass er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten soll. Allerdings habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, hieß es. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.
Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Mit Hubert Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf.
Fraktionschef bei den Freien Wählern
2008 war Aiwanger mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.
Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag.
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