In Niederbayern wird ein Mann an seiner Haustür erschossen - der Täter ist weiter auf der Flucht. Inmitten dieser schweren Zeit werden die Angehörigen das Ziel einer äußerst geschmacklosen Aktion.
Update vom 27.10.2026, 19.41 Uhr: Mann (43) an Haustür erschossen - Angehörige belästigt
Einen Tag nach der Gewalttat an einem 43 Jahre alten Mann im niederbayerischen Dingolfing haben zwei Trittbrettfahrer erneut einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei hielten sich am Dienstagnachmittag (27. Oktober 2026) zwei Verdächtige mit einem Fahrzeug vor dem Tatort auf und äußerten sich gegenüber einem Angehörigen des Opfers so, dass es als Bedrohung interpretiert werden konnte. Es folgte eine großangelegte Fahndung.
Am Montag hatte eine unbekannte Person an dem Wohnhaus geklingelt und den 43-Jährigen nach dem Öffnen der Tür niedergeschossen. Der Mann verstarb noch am Tatort. Der Täter konnte mit einem Auto entkommen. Nachdem die beiden Verdächtigen vor dem Haus erschienen waren, alarmierten die Angehörigen erneut die Polizei.
Bluttat in Niederbayern - Polizei sucht weiter nach Täter
"Da ein möglicher Zusammenhang mit der gestrigen Tat nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit zahlreichen Streifen sowie einem Polizeihubschrauber in die Wege geleitet", teilten die Beamten mit. Nach einer Stunde wurde das Fahrzeug der Gesuchten entdeckt. Die Insassen, ein 18-Jähriger und ein 17 Jahre alter Jugendlicher, wurden zunächst in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, dass sie ihr Verhalten gegenüber den Angehörigen des Opfers als "lustig" empfunden hätten.
Um den flüchtigen Tatverdächtigen vom Montag zu finden, hat die Kriminalpolizei Landshut eine Sonderkommission mit rund 30 Beamten und Beamtinnen eingerichtet. Viele Fragen in dem Fall bleiben weiterhin ungeklärt. Dem vorläufigen Obduktionsergebnis zufolge wurde der 43-Jährige von mindestens einem Projektil tödlich getroffen. Konkrete Hinweise auf den Angreifer und dessen Fluchtfahrzeug gibt es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher. Es soll sich um einen schwarzen Wagen mit getönten Scheiben handeln. Die Ermittler setzen auf die Mithilfe von Zeugen. Jeder, der am Montag zwischen 12.00 und 12.30 Uhr oder auch schon in den Tagen zuvor verdächtige Beobachtungen rund um das Wohnhaus des Opfers gemacht hat, wird gebeten, sich zu melden.
Das Motiv und der genaue Tathergang sind der Polizei zufolge zunächst unklar. Vor dem Schuss soll es an der Tür noch ein kurzes Gespräch gegeben haben, nähere Angaben hierzu machte die Polizei nicht. Der Angreifer soll Hochdeutsch gesprochen, eine Kapuzenjacke und einen Oberlippenbart getragen haben. Nachdem die Angehörigen den Notruf gewählt hatten, suchte die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften nach dem Mann, stellte am Montagnachmittag die Suche jedoch ein. Bis in die Nacht zum Dienstag waren die Ermittler dann am Tatort im Einsatz.
Update vom 27.10.2026, 12.38 Uhr: Mann an Haustür erschossen – Täter noch unbekannt, Leiche obduziert
Nach dem tödlichen Angriff auf einen 43-Jährigen an einer Haustür in Dingolfing (Niederbayern) hat die Polizei noch keinen Verdächtigen ermitteln können. Die Kriminalpolizei sei bis in die Nacht am Tatort gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes liefen auf Hochtouren. Am Vormittag sollten Anwohner im Umfeld des Tatortes befragt werden, teilte die Polizei mit.
Unterdessen liegt ein vorläufiges Obduktionsergebnis zu dem Getöteten vor. Demnach wurde der Mann von mindestens einem Projektil tödlich getroffen. Konkrete Hinweise auf den Angreifer und dessen Fluchtfahrzeug gebe es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher.