Er kam, sah, schwieg - und siegte. Für Gil Ofarim bedeutete das RTL-Format "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" nach seinem Prozess ein überraschendes Comeback. Doch in der Wiedersehensshow "Das Nachspiel" hakte Moderator Jan Köppen plötzlich nach - was sollten seine dubiosen Andeutungen?
Noch nie ein Sieger des RTL-Dschungel-Spektakels "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" so polarisiert wie der diesjährige Gewinner Gil Ofarim (43), dessen erfundene Antisemitismus-Vorwürfe 2023 seine Musik-Karriere beendet hatten. Nun hatte eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Fans ihn zum "Dschungelkönig" gemacht und der Rest des Casts versuchte, damit irgendwie klarzukommen.
Sie akzeptiere natürlich das Voting, sagte Nicole Belstler-Boettcher (62) in der Wiedersehensshow "Das Nachspiel", auch wenn es sich für sie "nicht stimmig" anfühle. Von Gil-Kritikerin Simone Ballack (50) fielen vorsichtig versöhnliche Worte, und Ofarims lauteste Gegenspielerin Ariel (22), deren Dauer-Attacken ihm womöglich mit zum Sieg verholfen hatten, seufzte: "Dann isses jetzt so, mein Gott."
So richtig in die Gänge kam die Sendung lange Zeit nicht. Nicole nannte den gelernten Altenpfleger Umut Tekin (28) ihren "Schatzi" und zeigte sich dankbar, dass sie ihn nachts immer hatte wecken dürfen. Der Drittplatzierte Hubert Fella (58) erzählte, dass ihm Ehemann Matthias Mangiapane (42) daheim mit extra viel Sauerbraten verwöhnt hatte. Patrick Romer (30) freute sich über die Schwangerschaft seiner Lieblingskuh Wanja. Und Hardy Krüger junior (57) durfte sich freuen, dass sein nach dem Dschungel-Auszug im Meer verlorener Ehering von einem "professionellen Ringretter" gefunden worden war.
Gespielte und zerbrochene Lieben
Unaufgeklärt blieb das Skandälchen um Ariels Fake-Lovestory-Pläne mit Umut. Er behauptete weiter, sie habe ihm das vorgeschlagen, sie stritt es ab. Immerhin habe sie schon vor dem Dschungel ihren Vertrag als Schweizer "Bachelorette" unterschrieben, lautete ihr stärkstes Argument. Da wäre so eine Liebesgeschichte eher kontraproduktiv. Ein Teil des Casts glaubte ihr, der andere ihm, und eigentlich war das ziemlich egal.
Nicht ganz so egal, aber mittlerweile ausgelutscht: die Dauer-Fehde zwischen Samira Yavuz (32) und Eva Benetatou (33), die mit deren Noch-Ehemann Serkan Yavuz (32) eine mittelheiße Nacht verbracht hatte. Beide Frauen betonten, total mit der Sache abgeschlossen zu haben, stichelten aber weiter gegeneinander und weckten nicht nur in Mitcamper Stephen Dürr (51) "das Gefühl, es ist noch nicht durch." Hoffen wir, dass er sich irrt.
Den ersten kleinen Schwung in die Sendung brachte ein geheimes Voting, in dem der Cast selbst seinen Dschungel-Liebling wählen durfte. Die Platzierungen deckten sich überwiegend mit dem Voting der Fans. Überraschend allerdings landete die Zehntplatzierte Mirja du Mont (50) hier auf Platz 5, und Dschungelkönig der Camperherzen wurde der Drittplatzierte Hubert, der darüber sehr happy war. Der vom Thron gestoßene Gil dagegen belegte - ups - den letzten Platz!
Jan Köppen macht seinem Ärger Luft
Das dürfte er jedoch besser verschmerzt haben, als die plötzliche Attacke im letzten Part der Show: Moderator Jan Köppen (42) gab zu, sich über sich selbst geärgert zu haben - darüber, dass er manche Äußerungen von Gil im Camp nicht richtiggestellt habe: So habe dieser etwa behauptet "freigesprochen" worden zu sein, obwohl sein Verfahren gegen Auflage eingestellt worden war. Zudem habe er sich stets auf eine "Verschwiegenheitserklärung" berufen, die es "ja in dieser Form nicht gibt", wie Köppen betonte.