Edle Brosche begeistert "Bares für Rares"-Team: "So etwas Besonderes habe ich noch nie gesehen"

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"Bares für Rares"
"Wow", entfuhr es Moderator Horst Lichter, als er ein außergewöhnliches Insekt zum Anstecken erblickte.
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Die besondere Brosche stammte aus dem Nachlass von Rolands verstorbener Frau.
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Moderator Horst Lichter verzückte vor allem der weiße Körper des Insekts, der aus einer Perle bestand.
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Anaisio Guedes überholte seine Kontrahenten und zahlte 4.700 Euro für die Brosche.
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Als weiteres Objekt datierte Annika Raßbach eine besondere Messinguhr in den späten 1970er Jahren.
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Ein Wandteller wurde von Colmar Schulte-Goltz als Art-déco-Handarbeit von Gustav Philipp Heinkel bezeichnet.
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Ein Werbemännchen der französischen Marke Michelin et Cie datierte Annika Raßbach ins Jahr 1966.
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Diese Bronze datierte Colmar Schulte-Goltz auf die Zeit zwischen 1900 und 1910.
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Damit hatte der "Bares für Rares"-Verkäufer nicht gerechnet. Aber seine Insekten-Brosche ließ die Händler-Gebote in die Höhe schießen ...

"Wow", entfuhr es Horst Lichter in der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares", als er ein außergewöhnliches Insekt zum Anstecken erblickte. Expertin Wendela Horz war von dem "Gute-Laune-Stück" ebenfalls total begeistert. Im Händlerraum überschlugen sich die Gebote schließlich und die Händler feierten die "schönste Brosche ever".

Die Brosche stammte aus dem Nachlass von Rolands verstorbener Frau. Sie hatte das außergewöhnliche Schmuckstück einst von einer Tante geerbt. "Der Familiengeschichte zufolge wurde es beim Münchner Juwelier Hemmerle gekauft", berichtet der Verkäufer aus Wilstedt. Das Unternehmen gehörte zu den renommiertesten Schmuckherstellern weltweit.

Noch mehr als die Brosche selbst faszinierte Lichter der weiße Körper des Insekts. "Das ist doch keine Perle, oder?", fragte er angesichts der ungewöhnlichen Form. Doch Expertin Wendela Horz klärte auf: "Das ist eine Perle." Lichter konnte es kaum glauben: "Echt? Wow." Tatsächlich handelte es sich um eine Mabé-Perle, erklärte die Expertin. Am Rand der Austernschale gezüchtet, waren Mabé-Perlen hohl. Die Bläschen-Perlen wurden anschließend mit Perlmutt und Kitt gefüllt und zu Schmuck verarbeitet - in diesem Fall zu einem süßen Käfer. "Wahnsinn", staunte Lichter weiter.

"Genau das soll die Brosche bewirken: gute Laune", lächelte Horz. Besonders in der Nachkriegszeit habe man sich wieder nach verspielten Motiven gesehnt. Die Vorbilder für solche Schmuckstücke reichten jedoch bis um 1900 zurück. "Damals waren sogenannte Novelty-Broschen mit lustigen und kuriosen Objekten sehr beliebt", erklärte die Expertin.

Brosche begeistert Händler: "Ui, ui, ui, ist das ein tolles Tier"

Als Augen trug der Käfer zwei Smaragde, die auch an eine Fliege erinnern ließen. Zudem bestand die Insekten-Brosche aus 750er Gold und wurde "komplett in Handarbeit" gefertigt. Für Horz stand fest: "Das war eine Auftragsarbeit. Ob das der ganz große Name der Schmuckmanufaktur Hemmerle war, ist aber schwer zu beurteilen."

"So ganz ohne Punzen ist aber eher untypisch für Hemmerle", wusste Horz, die deshalb eine andere Herkunft vermutete - trotz der hochwertigen Verarbeitung und den edlen Materialien. Neben 750er Gold und Smaragden war die Brosche mit zahlreichen Diamanten an Flügeln, Kopf und Körper besetzt: "Das sind insgesamt um die zwei Karat."

Auf dem Körper des Käfers entdeckte Horz eine Blume aus Silber mit Diamantrosen. "Das ist Teil eines alten Schmuckstücks aus dem 19. Jahrhundert, das jemand auf der neuen Brosche haben wollte", erklärte sie die "sehr, sehr charmante Gestaltung". Zudem lobte die Expertin den noch immer sehr guten Zustand der "herrlichen Brosche". Roland hoffte auf 2.000 Euro für sein Schmuckstück. Allein der Goldwert lag bei 1.400 Euro. Insgesamt schätzte die Expertin die Brosche, die "mit der emaillierten schwarzen Zeichnung am Kopf auch an eine Honigbiene erinnert", auf einen Wert zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Der Verkäufer zeigte sich von dieser Einschätzung sichtlich überrascht.

"Ui, ui, ui, ist das ein tolles Tier", schwärmte auch Wolfgang Pauritsch von dem Käfer. Fabian Kahl war ebenfalls begeistert: "Wow, sowas liebe ich ja, Wahnsinn." Elke Velten würdigte die "enorme Arbeit" hinter dem "bezaubernden" Schmuckstück. "Sie haben unsere Erwartungen übertroffen", erklärte Pauritsch und bot dem Verkäufer 1.600 Euro zum Start.

Fabian Kahl kauft Messinguhr für 660 Euro

"So etwas Besonderes habe ich noch nie gesehen", freute sich Anaisio Guedes und bot mit. Doch offenbar hatten alle Händler Interesse an dem außergewöhnlichen Schmuckstück und so kletterte der Preis schnell über die Expertise. "Großartig", rief der Verkäufer, als Händlerin Velten sogar 4.500 Euro bot. David Suppes legte noch einmal nach und erhöhte auf 4.600 Euro. Guedes überholte seine Kontrahenten mit 4.700 Euro und Suppes musste "die Hummel weiterfliegen lassen". Auch Händlerin Velten zog sich aus dem Bietergefecht zurück und am Ende erhielt Guedes den Zuschlag für "die schönste Brosche ever".

Als weiteres Objekt der Sendung datierte Annika Raßbach eine besondere Messinguhr von Gordon Brett in den späten 1970er Jahren. Für die kinetische Uhr-Skulptur "Three Men Clock" lag der Wunschpreis bei 200 Euro, Raßbach schätzte 350 bis 450 Euro und Fabian Kahl zahlte sogar 660 Euro.

Ein Wandteller aus der Karlsruher Majolika Manufaktur wurde von Colmar Schulte-Goltz als Art-déco-Handarbeit von Gustav Philipp Heinkel bezeichnet und in die 1920er bis 1930er Jahre datiert. Gewünscht wurden 50 Euro, geschätzt 100 bis 150 Euro und von Fabian Kahl 150 Euro gezahlt. Ein Kunststoff-Werbemännchen der französischen Marke Michelin et Cie datierte Annika Raßbach ins Jahr 1966. Gewünscht wurden 80 Euro, die Expertin schätzte den Wert auf 80 bis 120 Euro und am Ende zahlt Händler David Suppes 110 Euro.

Eine Bronze des deutschen Bildhauers Julius Paul Schmidt-Felling datierte Colmar Schulte-Goltz auf die Zeit zwischen 1900 und 1910. Das signierte Werk "Reiter zu Pferd" sollte 1.000 Euro bringen, der Experte schätzte den Wert auf 800 bis 950 Euro. Händler Wolfgang Pauritsch zahlte am Ende 1.450 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst