Im "Kölner Treff" wagte der ehemalige Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck von den Grünen eine Prognose über das mögliche Ende der tiefen Krise der Parteien-Demokratie - und machte sie an einem einschneidenden Datum fest.
"Sechs Jahre" - Auf die Frage des "Kölner Treff"-Gastgebers Micky Beisenherz, wie lange das "Politiker-Tinder" und generell diese Phase noch weitergehe, in der ein ständiger Wechsel an der Spitze der Politik gefordert werde, lieferte der ehemalige Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck eine erstaunlich genaue Vorhersage. Seine Erklärung hat sowohl aktuellen als auch historischen Kontext: Im Moment sei der politische Diskurs - ganz allgemein und unabhängig von einzelnen Parteien, Akteuren oder der Öffentlichkeit - noch nicht so weit, "um die tiefe Krise der Parteien-Demokratie, in der wir uns nicht nur in Deutschland befinden, zu begreifen", so Habeck. Es brauche wohl noch eine Wahl und nochmal eine schwierige Regierungszeit, um zu verstehen, "dass wir ein paar Dinge prinzipieller infrage stellen müssen". Diese Wahl werde wohl 2033 stattfinden - also genau 100 Jahre nach der Wahl, "die Hitler nach oben gespült hat". Dieses "erinnernde Datum" sei so schrecklich, da "passiert dann was mit uns als Gesellschaft. Und dann schaffen wir es auch wieder, das Wichtige und Unwichtige voneinander zu unterscheiden."
Quelle: teleschau – der mediendienst