Das größte Jugendmagazin der Welt wird 70

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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Oli P. war über einige Jahre eines der meist abgebildeten BRAVO-Gesichter. Der ehemalige Soap-Darsteller und Musiker berichtet davon, wie eng sein Leben als BRAVO-Star damals zugeschnitten war.
© ARD Kultur/Looks Media/Benjamin Kahlmeyer,
BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Jasmin Wagner, früher bekannt unter dem Namen Blümchen, berichtet davon, wie die BRAVO ihr Leben und ihre Karriere als blutjunger Popstar fest im Griff hatte.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Musiker Angelo Kelly war Teil der Kelly Family, einem der größten deutschen Pop- und BRAVO-Phänomene aller Zeiten.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
In der Doku wird darüber gestritten, ob Rapper Eko Fresh (Bild) oder sein Konkurrent Bushido der erste Migrant auf dem Cover der BRAVO waren. Fest steht jedoch, dass in den Nullerjahren kein Weg mehr vorbeiführte am Jugend-Phänomen Deutsch-Rap.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Eloy de Jong, ehemaliger Posterboy der Band Caught in the Act, erzählt von der "Zusammenarbeit" mit der BRAVO. Dass Eloy lange Zeit seine Homosexualität verbergen musste, wie damals alle BRAVO-Stars jegliche feste Beziehungen oder von der Norm abweichende sexuelle Orientierung, diesem Kapitel widmet sich die Doku auch.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Sängerin Senna Gammour war Teil der gecasteten Girlband Monrose. Auch sie berichtet von den Gesetzen der Branche und welche Rolle die BRAVO dabei spielte.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Liont und seine Ex-Freundin Dagi Bee waren von 2011 bis zum Sommer 2015 ein Paar. Damals waren sie auch Partner und Content-Kreatoren bei YouTube, wo sie ihr Leben als eines der ersten YouTube-Star-Paare vermarkteten. Es war jene Zeit, in der auch die BRAVO nicht mehr an der Konkurrenz um die Jugend-Aufmerksamkeit aus dem Netz herumkam.
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BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz
Die dreiteilige Doku "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" erzählt 70 Jahre eines mega-einflussreichen Jugendmagazin, das in Deutschland mehrere Generationen prägte, Trends und Stars machte - diese aber auch einengte und nicht immer fair behandelte.
© ARD Kultur/Benjamin Kahlmeyer/Hendrik Jüngst/Colourbox

1956 erschien zum ersten Mal die "BRAVO". Die dreiteilige ARD-Doku "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" - nur Teil eins läuft linear - erzählt, wie das Heft mit Pop, Stars und Sexualberatung mehrere Generationen und die Popkultur in Deutschland prägten.

Die BRAVO beeinflusste über Jahrzehnte Generationen junger Menschen in Deutschland - mit prominenten Gesichtern auf dem Cover, Postern fürs Jugendzimmer und der Aufklärungsrubrik "Dr. Sommer". Kein anderes Magazin war hierzulande auch nur annähernd so einflussreich wie das Blatt aus dem Bauer-Verlag (ab 1968). In der Hochzeit, um die Wende herum, erreichte die BRAVO etwa sechs Millionen Leserinnen und Leser pro Woche. Die dreiteilige Doku "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" läuft bereits ab 23. Mai in der ARD-Mediathek. Linear ist nur Folge eins der sehenswerten Aufarbeitung des Popkultur-Phänomens im Ersten zu sehen. Mit dem Aufkommen des Internets, insbesondere von YouTube und Social Media, ließen Macht und Einfluss des Blattes, das die Stars "machte", dramatisch nach. Seit 2020 erscheint die BRAVO nur noch monatlich mit einer Auflage von unter 50.000 Exemplaren.

Der Film von Mariska Lief ("Crunch") erzählt eine Zeitreise und reflektiert BRAVO-Trends und "Gesetze" im Wandel der Zeit. Dazu berichten ehemalige BRAVO-Gesichter wie Jasmin Wagner ("Blümchen"), Eloy de Jong ("Caught in the Act"), Angelo Kelly, Jeanette Biedermann, Oli P., Senna Gammour ("Monrose"), Eko Fresh oder der frühe YouTube-Star Liont, wie das Heft ihre Karrieren prägte, Chancen eröffnete, ihnen aber auch Freiheiten nahm.

In einem nachgebauten Jugendzimmer diskutieren die Enddreißiger Ariana Baborie, Gazelle Vollhase und Aurel Mertz an die Bedeutung des Magazins in ihrer Jugend und fungieren dabei als Guides und angenehm spontane Diskutanten der BRAVO. "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" ist dabei eine bockstarke, gleichermaßen unterhaltsame wie analytische Reise durch mehrere Jahrzehnte deutsche Jugendkultur und Mediengeschichte. Eine Doku-Perle, die vergleichbaren ARD-Vorgängern wie den Doku-Serien über die Band "Echt" ("ECHT - Unsere Jugend") oder den TV-Sender VIVA ("Die VIVA-Story") in nichts nachsteht.

BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz - Mo. 01.06. - ARD: 23.05 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst