Ein echtes Stehaufmännchen ist "Goodbye Deutschland"-Star Matthias Bück, der in Thailand schon die ein oder andere Krise meisterte. Nun aber wäre er beinahe gestorben, wie die aktuelle Folge der VOX-Dokusoap zeigte. Zurück nach Deutschland aber will er trotz aller Strapazen nicht ...
Hätte er seine Kolleginnen und Kollegen in dem deutschen Café in Phuket nicht gehabt, wer weiß, ob "Goodbye Deutschland"-Auswanderer Matthias Bück (44) noch am Leben wäre. Dem Langzeit-Protagonisten der VOX-Dokusoap war es zuletzt immer schlechter gegangen, wie er sich nun erinnerte: "Ich hatte keinen Hunger mehr, ich hab' mich wirklich dauerhaft auch schlapp gefühlt, keine Energie. Irgendwie auch - ich hab' mich ausgetrocknet gefühlt, obwohl ich genügend getrunken hab' ..."
"Und das hätte auch zum Tod führen können, ganz klar"
Seine thailändische Kollegin bestätigte: "Ihm ging es wirklich schlecht. Nichts ging mehr. Dann war sein Bein geschwollen und hat sehr wehgetan. Wir haben darauf bestanden, dass er zu einem Arzt geht." Und das war das große Glück des schwäbischen Kochs, der 2008 nach Thailand ausgewandert war. Die Ärztin, bei der er landete, diagnostizierte Diabetes, sein Zustand war bereits so schlimm, dass er ein oder zwei Tage später ins Koma hätte fallen können: "Und das hätte auch zum Tod führen können, ganz klar", erklärte er nun.
Normale Zuckerwerte liegen bei ca. 100 mg/dl nüchtern beziehungsweise 140 mg/dl nach dem Essen. Bei Matthias konnte das Gerät die Werte gar nicht mehr anzeigen, so hoch waren sie. Und eine Anzeige wäre immerhin bis 600 mg/dl möglich gewesen!
Im Krankenhaus rettete man ihm das Leben, wobei er sich an den Aufenthalt nur ungern erinnerte: Da er sich kein Privatzimmer leisten konnte, war er mit zehn, zwölf anderen in einem großen Raum untergebracht, in dem rund um die Uhr Trubel herrschte - dass Familien und Bekannte ihre Kranken besuchten und auf Gummimatten mit im Zimmer übernachteten, sei "ganz normal" gewesen.
"Goodbye Deutschland"-Auswanderer ist in Thailand glücklicher als in Deutschland
Seit der Diagnose nun achtete Matthias, unterstützt von seinem Team, mehr auf seine Gesundheit, arbeitete statt zwölf Stunden täglich am Stück nur noch acht in zwei Schichten, spritzte Insulin, kontrollierte regelmäßig seine Werte und aß gesünder.
Doch wäre ein Umzug nach Deutschland nicht noch etwas einfacher? Immerhin lebte dort auch seine Mutter, deren Lebensgefährte in der Folge erst noch gegen den Krebs kämpfte und diesen Kampf am Ende schließlich verlor. Natürlich war es bitter für Matthias, seine Mama Elisabeth in dieser schweren Zeit nicht unterstützen zu können. Und ja, auch die medizinische Versorgung wäre in Deutschland besser.
Doch er brauche letztlich andere Dinge zum Leben als Sicherheit und Ordnung, erklärte Matthias: "Ich hab' hier weniger Geld vielleicht und weniger Absicherung, aber ich bin glücklicher." So lange es geht, möchte er weiter in Thailand bleiben. Am liebsten für immer.