Betty Taube wurde bei "Germany's Next Topmodel" bekannt und ist nun bei "Let's Dance". In ihrer Kindheit musste sie unvorstellbares Leid erfahren, wie ihr Buch zeigt.
Im Jahr 2014 erlangte Betty Taube durch ihre Teilnahme an der neunten Staffel von "Germany's Next Topmodel" (ProSieben) größere Bekanntheit. Zwar schaffte sie es nicht, den Titel zu gewinnen und belegte den vierten Platz, doch wurde sie "durch ihre authentische, charmante und warmherzige Art schnell zur 'Siegerin der Herzen'", wie RTL die 31-jährige "Let's Dance"-Kandidatin beschreibt.
Während der Dreharbeiten verstarb ihre alkoholkranke Mutter. Erst später gab Betty öffentlich bekannt, dass ihre Kindheit stark von Gewalt und Misshandlungen geprägt war. Als sie neun Jahre alt war, verschärfte sich die Situation zu Hause so sehr, dass Betty in ein Heim kam - ein Schritt, den sie rückblickend als Wendepunkt sieht, auch wenn er ihr damals sehr schwerfiel, so RTL. Insgesamt verbrachte sie acht Jahre in Heimen und wechselnden Wohngruppen, fasst der Sender zusammen. 2025 erschien ein erschütterndes Buch, in dem sie die Wandlung ihrer Mutter beschreibt.
"Let's Dance"-Kandidatin hatte alkoholkranke Mutter - grausames Erlebnis in Kinderzimmer
"Sag, die blauen Flecke kommen vom Spielen - Wie der Alkoholismus meiner Mutter meine Kindheit zerstörte", lautet der Titel des Buches. Zu Beginn ist eine Triggerwarnung zu lesen, dass die Inhalte "Darstellungen von psychischer und physischer Gewalt, Selbstverletzung sowie von suizidalen Gedanken und Handlungen" enthalten. "Es sind Ausschnitte aus meiner Kindheit, die ich genauso erleben musste", schreibt die Content-Creatorin.
Die Fürsorge von Bettys Mutter habe im Laufe ihrer Kindheit immer mehr nachgelassen, wie das Model schildert. Tagsüber, wenn sie von der Schule kam, habe ihre Mutter, die in Nachtschichten in einem Krankenhaus arbeitete, oft geschlafen. Die Schülerin bemühte sich demnach, keine Geräusche zu verursachen und versorgte sich selbst. Würde sie sie wecken, hätte das "riesen Ärger" zur Folge. Zwar habe es auch liebevolle Momenten gegeben, doch das Mädchen habe unter anderem alleine für ihre Mutter Zigaretten holen sollen. Schließlich beschreibt sie eine eskalierende Situation, die sie als Sechsjährige erlebte, als sie mit einer Bauernhof-Babykatze nach Hause kam.
Ihre Mutter sei daraufhin derart ausgerastet, dass sie mit "einem langen Messer" Bettys Puppe zerstochen habe. Anschließend habe sie auch an ihrer Tochter Gewalt angewendet. Die Schilderungen lassen den Lesern das Blut in den Adern gefrieren. Wie RTL schreibt, betont die Autorin jedoch auch, wie sie Stärke aus den Erfahrungen schöpfen konnte.
Betty Taube will bei RTL-Tanzsshow ihre Oma stolz machen
Betty Taube spricht heute offen über Suchtproblematiken innerhalb der Familie, über Kindheitstraumata sowie über ihre eigenen depressiven Episoden, die im Jahr 2021 sogar eine stationäre Behandlung erforderlich machten, stellt RTL sie weiter vor. Heute setzt sie sich aktiv für Kinder aus Familien mit Suchterkrankungen ein und nutzt ihre Bekanntheit, um auf diese wichtigen Themen aufmerksam zu machen.
Auf der Webseite der Malteser finden Betroffene einen Überblick von verschiedenen Hilfsangeboten. Die ehemalige GNTM-Kandidatin Liljana Kaggwa blickt ebenfalls auf traumatische Erfahrungen zurück. Sie erlebte eine Hass-Odyssee und stand zwischenzeitlich sogar unter Polizeischutz.
In ihrem Vorstellungsvideo für "Let's Dance" deutet Betty Taube an, dass sie ein gutes Verhältnis zu ihrer Oma habe. Sie freue sich darauf, ihr von der Teilnahme zu berichten. Tanzerfahrungen habe sie bisher nur auf Dorffesten sammeln können, sei aber "super ehrgeizig".
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