Es dauert nicht mehr lange, dann ist Schlagerstar Vanessa Mai wieder live zu sehen. Doch Show ist nicht alles für den Star, sagt Vanessa Mai am Freitagabend in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". Ihrem Ehemann und Manager Andreas Ferber macht sie in der Sendung eine Liebeserklärung.
Vanessa Mai ist aus der Schlagerszene nicht mehr wegzudenken. Schon mit sieben Jahren stand sie auf der Bühne, begleitete ihren Vater, einen Musiker aus Kroatien, mit dem Tamburin. Erste Erfolge feierte sie mit der Band Wolkenfrei, doch ihren ersten Hit hatte sie als Vanessa Mai. Das war 2022, als ihre Single "Ich sterb für Dich" vergoldet wurde. Heute lebt sie ihren Traum. Darüber singt sie auch auf ihrem neuen Album, mit dem Vanessa Mai im Herbst auf Tournee geht. "Traumfabrik" heißt es.
"Es ist sehr verrückt, weil man ja als Kind anfängt, zu träumen und sich das vorzustellen", sagt Vanessa Mai am Freitagabend in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". "Und wenn es dann eintritt, und sogar krasser eintritt, als man es sich vorgestellt hat, ist es richtig verrückt." Sie kneife sich schon seit zwölf Jahren: "Es ist schön, und ich bin sehr dankbar, obwohl ich gemerkt habe, dass der größte Erfolg eigentlich das Dankbar- und Zufrieden-sein ist. Ich würde keinen Bühnentag eintauschen gegen meinen Mann und mit dem, was wir da haben."
Vanessa Mai ist seit acht Jahren mit ihrem Manager Andreas Ferber verheiratet, dem Stiefsohn ihrer Kollegin Andrea Berg. "Wir machen alles gemeinsam", sagt sie.
"Ich möchte gerne Schauspielerin werden"
Vanessa Mai hat einige Zeit gebraucht, ihren Erfolg als das Glück ihres Lebens zu begreifen. Inzwischen hat sie viel gelesen. Seit zwei Jahren führt sie ein Buch, in dem sie aufschreibt, wofür sie dankbar ist. "Es ist bewiesen, dass im Gehirn ganz neue Verknüpfungen aufgehen, wenn du positiv denkst", weiß die Sängerin.
Vanessa Mai ist bekannt für ihre tanzbaren Discoschlager. Das habe sie schon immer gewollt, sagt sie im "Kölner Treff". "Und wenn du etwas so sehr willst, wenn du dir im Leben nichts anderes vorstellen kannst, dann gibt es kein links und rechts. Und ich wollte das schon immer." Doch jetzt hat sie einen neuen Traum: "Ich möchte gerne Schauspielerin werden", sagt Vanessa Mai. "Da gibt es keine Altersgrenze. Und je echter man ist, desto mehr profitiert man von einer Rolle." Das Engagement fehlt aber noch.
Eigentlich kommt Vanessa Mai sehr selbstbewusst bei ihren Fans rüber. Doch das ist sie nicht, gibt sie zu. "Ich brauche öfter mal einen Schubs, und ich bin ein Mensch, der schon mal negativ denkt und sich Sorgen macht, was alles passieren kann." Das sei schon in der Schule so gewesen. "Ich war nicht cool", gibt Vanessa Mai zu. "Aber das war mir ziemlich egal. Ich war immer getrieben, auf die Bühne zu kommen."
Vanessa Mai gibt zu: "Es ist nicht immer einfach. Ich diskutiere sehr gerne."
Nur einen Gesangswettbewerb in ihrer Heimatstadt Backnang hat sie im wahrsten Sinne des Wortes vergeigt. "Da hatte mich mein Bruder angemeldet, aber ich bin gar nicht hingegangen. Wer will schon in seiner Heimatstadt an einem Gesangswettbewerb teilnehmen?"
Als dann eine Coverband eine Sängerin suchte, war Vanessa Mai dabei. "Ich war so glücklich, als ich 250 Euro für vier Stunden Singen verdient habe", erinnert sie sich. "Das ist ein Jackpot gewesen."
Nach Schulabschluss und Ausbildung zur Mediengestalterin ging es dann los mit ihrer Schlagerkarriere. Ihre Eltern haben sie immer unterstützt, sagt Vanessa Mai. Jetzt ist ihr Andreas für sie da. "Und besonders gut geht es, wenn ich die Klappe halte und einfach mache", lacht sie.
"Er ist die ehrlichste Person neben mir, immer. Er ist immer zu 100 Prozent für mich, und darüber muss ich mir seit Beginn meiner Karriere keine Gedanken machen. Das ist so viel wert. Ich wäre ohne ihn nicht mehr so da. Er hat mich so sehr unterstützt und geliebt, als es am hässlichsten war von innen, und das ist einfach so viel wert. Aber es ist nicht immer einfach. Ich diskutiere sehr gerne."
Neben der Bühne hat Vanessa Mai noch ein Hobby: "Ich liebe meine Couch." Mit Weggehen und Aftershow-Partys hat sie es nicht so. "Aber natürlich nicht bei der Tour. Die bereiten wir jetzt vor." Los geht es damit am 17. September in Kiel. Bis Anfang Oktober wird sie in zahlreichen Städten auftreten, unter anderem in München, Berlin und Dresden. Und: Es gibt noch Tickets.
Quelle: teleschau – der mediendienst