"Ich liebe Gold": "Bares für Rares"-Händler schnappt Kollegin begehrtes Schmuckstück weg

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"Bares für Rares"
Verkäuferin Uta gestand als bekennender Fan von "Bares für Rares", die ZDF-Trödelshow jeden Tag zu schauen.
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Der Armreif bildete ein Nilkrokodil ab. Dieses hatte im alten Ägypten eine besondere Bedeutung und galt als heiliges Tier.
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Überraschende Expertise: Allein der Goldwert des Armreifs lag schon bei 7.800 Euro.
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Obwohl die Verkäuferin gerne an Susanne Steiger verkauft hätte, schnappt sich am Ende Daniel Meyer die Rarität.
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Als weiteres Objekt der Sendung datierte Detlef Kümmel einen Spiegel des italienischen Designers Antonio Lupi in den 1960er Jahren.
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Eine Anstecknadel stammte laut Heide Rezepa-Zabel aus England.
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Für das limitierte, futuristische Teeservice aus Porzellan wünschte sich die Verkäuferin 150 Euro.
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Nicht nur mit ihrem Wunschpreis lag die "Bares für Rares"-Verkäuferin völlig daneben, sie hatte auch eine genaue Vorstellung davon, wer ihre Rarität ersteigern sollte. Doch am Ende wurde sie gleich zweimal überrascht.

Verkäuferin Uta gestand als bekennender Fan von "Bares für Rares", die ZDF-Trödelshow jeden Tag zu schauen. Entsprechend genau wusste sie in der Mittwochsausgabe, welcher Händlerin sie ihren besonderen Schatz am liebsten verkaufen würde. Doch sowohl bei ihrer Preisvorstellung als auch bei ihrer Wunschkäuferin kam am Ende alles anders als gedacht.

"Ui, ui, ui", staunte Lichter beim ersten Blick auf das kostbare Schmuckstück. Dass darauf ein Tier dargestellt war, erkannte er sofort - welches, war ihm allerdings zunächst ein Rätsel. Lichter vermutete eine Schlange, später einen Drachen oder Hahn. Heide Rezepa-Zabel forderte ihn danach auf, doch "bitte genauer" hinzusehen.

Das gerippte Muster passte nicht zu Lichters Hahn-Vermutung. Doch bevor das Rätsel gelöst wurde, wollte der Moderator Uta und Mario aus Lutherstadt Wittenberg kennenlernen. Uta verriet sofort, wie groß ihre Begeisterung für die Trödelshow war: "Ich kenne sie alle", erklärte die Verkäuferin strahlend.

Uta wusste auch schon, welcher Händlerin sie ihr Stück verkaufen wollte. Den Schmuck hatte sie vor 15 Jahren geschenkt bekommen, doch nie getragen: "Er ist zu schwer und man kommt schlecht rein." Deshalb sollte er nun verkauft werden. Bevor es in den Händlerraum ging, musste aber erst die Expertise zeigen, was der Schmuck tatsächlich wert war.

Armreif aus Ägypten übertrifft Wunschpreis von Verkäufer-Paar

Doch vorab wollte Rezepa-Zabel endlich klären, was dargestellt war und lieferte weitere Tipps: "Reptilienartiges Muster, kammförmige Erhebung, aufgesetzte Augen, langes Maul und Zähne." Und plötzlich wusste auch Lichter Bescheid: "Krokodil", rief er. Laut Expertin war der Reif aus Ägypten, wohl Kairo oder Alexandria. "Da wurde das Armband auch gekauft", bestätigte Uta. Auch die Darstellung passte zur Herkunft. Das Nilkrokodil hatte im alten Ägypten eine besondere Bedeutung und galt als heiliges Tier. Rezepa-Zabel erklärte weiter, dass der Krokodilgott Sobek unter anderem für Schöpfung, Fruchtbarkeit und Kraft stand und als Beschützer vor Unheil verehrt wurde.

Für den 750er-Goldschmuck aus den späten 1950er-Jahren hatte Uta eine klare Preisvorstellung: 5.900 Euro. Lichter reagierte angesichts der Summe prompt mit einem erstaunten "Alter Schwede". Auch Rezepa-Zabel hakte nach: "Ist das eine erdachte Idee?" Die Verkäuferin nickte unwissend. Doch "nachrechnen lohnt sich immer", erklärte die Expertin.

Denn allein der Goldwert lag schon bei 7.800 Euro. "Ich werd' verrückt. Ehrlich?", rief die Verkäuferin und konnte ihr Glück kaum fassen. "Ja, und ich würde noch etwas dazugegeben", meinte die Expertin und schätzte den Wert auf 8.000 bis 9.000 Euro. "Da bin ich sprachlos", schnaufte Uta: "Da hat sich der Weg hierher gelohnt."

"Wow", staunte Susanne Steiger, als ihr der Armreif mit Krokodilkopf überreicht wurde. Als sie das Gewicht des Schmuckstücks erfuhr, bezeichnete sie den Familienschmuck scherzhaft als "tragbare Kapitalanlage". Auch Walter Lehnertz zeigte sich beeindruckt: "Alter Schwede." Steiger eröffnete das Bietergefecht schließlich mit 8.000 Euro.

Verkäuferin äußert Wunsch: "Ich hätte gerne, dass Susanne das kauft"

Doch sie bekam Konkurrenz. "Ich liebe Gold", erklärte Daniel Meyer und stieg mit einem Gebot von 8.500 Euro in den Wettstreit ein. Steiger ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Und so entwickelte sich zwischen den beiden Händlern ein spannendes Bieterduell, bei dem der Preis des Armreifs immer weiter in die Höhe kletterte. "9.000 und Susanne kriegt's", schlug der Verkäufer vor. Doch Meyer dachte gar nicht daran, aufzugeben, und zog gleich mit einem weiteren Gebot nach. Dann machte auch Uta deutlich, dass sie den Armreif lieber an Steiger abgeben wollte. Die Händlerin erklärte an Meyer gewandt: "Ich glaube, die beiden würden den Armreif gerne an mich verkaufen."

"Ich hatte vorher schon gesagt, ich hätte gerne, dass Susanne das kauft", versuchte es Uta ein letztes Mal. Doch Meyer schien das eher anzuspornen: "9.100 ist ein Argument", konterte er. Steiger hielt noch dagegen, gab sich aber bei 9.500 Euro geschlagen. Damit ging der Zuschlag an Meyer - seine Argumente hatten Uta am Ende offenbar überzeugt.

Als weiteres Objekt der Sendung datierte Detlef Kümmel einen ausgefallenen Spiegel des italienischen Designers Antonio Lupi (Cristal-Luxor) in den 1960er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 1.000 Euro, Kümmel taxierte 600 Euro bis 1.000 Euro und am Ende zahlte Daniel Meyer 280 Euro.

Eine Anstecknadel stammte laut Heide Rezepa-Zabel aus England. Das erkannte sie an der 375er-Goldlegierung (neun Karat). Für die Brosche aus der Zeit von 1870 bis 1890 wünschte sich die Verkäuferin 300 Euro. Die Expertin schätzte den Wert der Brosche mit kleinen Saatperlen und Rubinen auf 300 bis 400 Euro. Susanne Steiger zahlte 400 Euro.

Für das limitierte, futuristische Teeservice aus Porzellan mit dem Titel "Blue Magic", das Designerin Ingrid Smolle für Villeroy & Boch 1988 entworfen hat, wünschte sich die Verkäuferin 150 Euro. Expertin Friederike Werner taxierte sogar 400 bis 500 Euro. "Total verrückt", fand Daniel Meyer die Objekte und zahlte 360 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst