Zum 70. Geburtstag von Joe Penny: Was wurde aus dem "Trio mit vier Fäusten"?

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Trio mit vier Fäusten
Zwei Ex-Soldaten und ein Computer-Nerd bildeten das "Trio mit vier Fäusten". Was wurde aus Joe Penny (links), Perry King und Thom Bray (Mitte)?
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Joe Penny
Joe Penny war nach "Trio mit vier Fäusten" in vielen weiteren Serien zu sehen, auf der Leinwand sah man den US-Schauspieler jedoch selten. Am 24. Juni feiert er seinen 70. Geburtstag.
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Trio mit vier Fäusten
Joe Penny (rechts) spielte das eine Faustpaar in "Trio mit vier Fäusten", Perry King das andere.
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Perry King
Perry King war hin und wieder auch im Kino zu sehen, zu seinen bekanntesten Rollen gehört die des US-Präsidenten in Roland Emmerichs Katastrophenspektakel "The Day After Tomorrow".
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Trio mit vier Fäusten
Thom Bray spielte in "Trio mit vier Fäusten" das Computergenie Murray "Boz" Bozinsky.
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Thom Bray
Thom Bray schlug Ende der 1980er-Jahre auch eine Laufbahn als Drehbuchautor ein, bevor er der Filmbranche den Rücken zukehrte und an einer US-Uni Drehbuchdozent wurde.
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"Trio mit vier Fäusten" spielten Joe Penny und Perry King die "Fäuste" Nick und Cody, und Thom Bray gab den dritten im Bunde, das Computergenie Murray. Nun wird Penny 70. Was wurde aus ihm und seinen beiden Kollegen nach dem Aus der Kultserie?

"Trio mit vier Fäusten" - was klingt wie der Titel eines Bud-Spencer- und Terence-Hill-Films, war eine der prägenden Serien der 1980er-Jahre. Eine typische Serie ihrer Zeit, möchte man sagen, die auf unbeschwerte Weise von den Abenteuern und Verwicklungen eben jenes Trios erzählte, das im Süden von Los Angeles eine Detektei betrieb. Dass es beim Kampf der Privatdetektive auch mal etwas ruppiger zuging, dafür standen Cody und Nick, gespielt von Perry King und Joe Penny, der am 24. Juni seinen 70. Geburtstag feiert. Die Ex-Soldaten waren die Fäuste-Schwinger und das körperliche Moment in der Serie, der Dritte im Bunde stand fürs Gehirn. Computerexperte Murray (Thom Bray) war der Brave und Gestriegelte, ein Nerd, wie man heute sagen würden. und Brillenträger, natürlich, so viel Klischee musste sein.

Die Kultserie definierte auch die Karrieren ihrer drei Stars. Mit allen Vorteilen und Nachteilen, die eine populäre Fernsehrolle so mit sich bringt. Zu den Vorteilen zählen: Der Schauspieler, die Schauspielerin bleibt beschäftigt, die populäre Rolle zieht weitere Rollen nach sich. Ein Nachteil: Über den Bereich des Gehabten gelangt der TV-Star selten hinaus. Auch Joe Penny, der vom Fernsehen kam, blieb nach dem "Trio" mit dem Fernsehen verbunden.

Der in London geborene US-Schauspieler landete bald eine zweite Serienhauptrolle: In Krimiserie "Jake und McCabe" (1987-1992) ging er 103 Folgen lang mit William Conrad durch "dick und dünn", wie stereotype deutsche Beititel lautete. Danach folgten meist kleinere Fernsehrollen ("Ein Hauch von Himmel Walker", "Texas Ranger"). Immerhin: In der epochalen Serie "Die Sopranos" gastierte Penny in zwei Episoden. Kinorollen blieben in seiner Arbeit indes seltene Ausnahmen.

Perry King wurde zum TV-Krimi-Star

Auf große Rollen nach "Trio mit vier Fäusten" hatte auch Perry King oft vergeblich gehofft. Dabei begann seine Karriere vielversprechend. In George Roy Hills gleichnamiger Verfilmung von Kurt Vonneguts brillantem Antikriegsroman "Schlachthof 5" spielte er 1972 den Sohn des kriegstraumatisierten, zeitreisenden und alienentführten Billy Pilgrim. Und auch nach der Kultserie war er in einigen Kinorollen zu sehen, von denen die des US-Präsidenten in Roland Emmerichs Die-Welt-geht-unter-Spektakel "The Day After Tomorrow" (2004) die größte war.

Bemerkenswert auch Kings Auftritt in der Körpertausch-Komödie "Switch - Die Frau im Manne" (1991), wo er einen Kotzbrocken von einem Mann spielte, den drei Frauen ins Jenseits befördern. Ansonsten finden sich auch in seinem Schaffen weit und breit Serien- und Fernsehproduktionen, die vor allem das Krimigenre abdecken ("Cold Case", "Without a Trace", "The Mentalist").

"Das Gehirn" wurde Lehrer

Von den Fäusten zum Gehirn. Thom Bray war, wenn man so will, auch nach seiner Rolle des Computergenies Murray der Denker unter den "Trio"-Stars. Der heute 72-Jährige blieb der Schauspielerei treu, schlug aber auch eine Laufbahn als Drehbuchautor ein, als der er für Serien wie "Staatsaffären" und zuletzt "Nash Bridges" schrieb.

Vor der Kamera sah man ihn im Fernsehen genauso wie im Kino - im Kino unter anderem mit der Komödie "Die diebische Elster" und John Carpenters Kultfilm "Die Fürsten der Dunkelheit". Dennoch ließen Niveau und Schlagzahl der Film- und TV-Projekte auch bei ihm nach. Vielleicht deshalb wandte er sich bald von der Filmpraxis ab und der Theorie zu. Bray hatte bei der Portland State University angeheuert, wo er "mehr als ein Dutzend Jahre", so die Bildungseinrichtung, Drehbuchschreiben für Film und Fernsehen unterrichtete.

Quelle: teleschau – der mediendienst