Rick Zabel spricht offen über sein Tour-de-France-Erlebnis: "Zum Glück ist dieses Kapitel jetzt vorbei"

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Rick Zabel
Der frühere Radprofi Rick Zabel hat offen über seine Karriere gesprochen.
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Robin Gosens
Italien-Profi Robin Gosens hat es nicht in den deutschen Nationalmannschaftskader für die WM 2026 geschafft. Kurzfristig wechselte der Außenverteidiger mit Offensivdrang nun zur ARD. Dort trifft er auf die Moderatoren Alex Schlüter, Esther Sedlaczek, Alexander Bommes und Lea Wagner sowie die Co-Experten Almuth Schult, Thomas Broich.
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Rick Zabel hat im Podcast "Wie geht's?" mit Robin Gosens über den Druck des Profi-Radsports gesprochen. Der ehemalige Tour-de-France-Fahrer habe die besonderen Momente seiner Karriere nicht wirklich genießen können, wie er verrät. Davor hat auch der Fußball-Star "total Angst".

13 Jahre lang war Rick Zabel als Radprofi erfolgreich, fuhr viermal die Tour de France. Nach seinem Karriereende im Jahr 2024 hat der heute 32-Jährige neue Wege eingeschlagen, ist inzwischen als YouTuber, Podcaster, Autor und ARD-Experte aktiv. In der neusten Folge des Podcasts "Wie geht's?" von Fußball-Star Robin Gosens hat Rick Zabel jetzt auf seine Laufbahn zurückgeblickt - und dabei vor allem über den enormen Druck gesprochen.

Wenn der Sohn der deutschen Radsport-Legende Erik Zabel heutzutage bei der Tour de France vor Ort sei, "dann kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich da mal mitgefahren bin", berichtet Rick Zabel und meint: "Jetzt schaue ich mir auch so die Jungs an und denke mir: Krass, was das für Maschinen sind, wie machen die das?" Er selbst wisse gar nicht mehr so genau, wie er das einst geschafft habe.

"Ich hätte gerne die Tour de France als Fahrer mit den Augen gesehen, wie ich sie vielleicht jetzt sehe. Als dieses große Spektakel. Wenn ich bei der Tour war, dann habe ich da eher so einen Tunnelblick gehabt. Mir war das eigentlich alles zu groß und zu laut und das hat mich fast eher so ein bisschen erdrückt", verrät der Ex-Radprofi. Genießen können habe er diese besonderen Momente nicht.

"Als ich bei der Tour war, war ich gefühlt nur gestresst und war dann eigentlich froh, als es vorbei war." Laut Rick Zabel sei der Leistungsdruck einfach zu groß gewesen. Er gesteht: "Ich habe von Tag zu Tag gelebt und war dann irgendwann froh: In Paris angekommen, fertig, zum Glück ist das Kapitel jetzt vorbei."

Robin Gosens spricht über sein Karriereende: "Habe total Angst"

Robin Gosens kennt sich mit enormem Druck als Fußball-Profi ebenfalls bestens aus. Der 24-fache deutsche Nationalspieler steht aktuell noch beim italienischen Erstligisten AC Florenz unter Vertrag, wird aber mit einem möglichen Wechsel zu Schalke 04 in Verbindung gebracht. Im Podcast stellt der 32-Jährige klar, dass auch seine Karriere keine Ewigkeiten mehr andauern werde.

Danach, so glaubt er, "brauche ich erst mal Zeit für mich, zu verarbeiten, was ich da geschafft habe". Während des schnelllebigen Profi-Daseins sei es für ihn kaum möglich, einzelne Momente bewusst zu realisieren. Seine Angst: das Erlebte nicht genug wertzuschätzen.

"Ich habe zum Beispiel die Angst, wenn ich von einem meiner großen Karriere-Highlights spreche, zum Beispiel das Champions-League-Finale mit Inter vor vier Jahren, dann musste ich danach zur Nationalmannschaft und danach war die neue Saison. Und ich habe nach wie vor diese Angst, dass ich es selbst nach der Karriere nicht hinbekomme, mir klarzumachen, wie groß dieser Moment war", gibt Robin Gosens zu.

Mit seinem gegangenen Weg mit einigen Umwegen, wie er es selbst beschreibt, hätte er "niemals davon nur träumen können, dass ich mal ein Champions-League-Finale spiele. Das habe ich aber irgendwie geschafft", erzählt er weiter. Der einstige Union-Berlin-Star fügt an: "Gerade in meinem Körper und in meinem Bewusstsein ist dieser Moment nicht so groß abgespeichert, wie er eigentlich ist und wie ich ihn mir auch als Kind vorgestellt habe, wie er sein müsste. Und ich habe total Angst, dass das noch bei mehr Momenten so ist."

Quelle: teleschau – der mediendienst