Das bevorstehende Ende von "Immer wieder sonntags" sorgt bei Fans und Künstlern gleichermaßen für Unverständnis. Auch Amigos-Sänger Bernd Ulrich übte nun Kritik an der Entscheidung, das beliebte ARD-Schlagerformat abzusetzen.
Die geplante Absetzung von "Immer wieder sonntags" stößt den Amigos sauer auf. Im Gespräch mit "schlager.de" zeigt sich Bernd Ulrich ratlos. Er wisse nicht, "was sich diese ganzen Intendanten so denken". Die Prioritäten im Fernsehen sieht er falsch gesetzt: "Es gibt immer mehr Reality-Shows und ich finde das schade."
Dabei sei das Interesse des Publikums an der ARD-Schlagershow ungebrochen. "Die Hallen sind voll - auch die Arena in Rust - und der Bedarf ist noch da", so der 75-Jährige. Die Amigos selbst standen seit zwei Jahrzehnten jedes Jahr auf der Bühne der Sendung. Um die Bezahlung sei es ihnen dabei nie gegangen: "Wir treten dort als Künstler, nicht für Geld, auf und das wollten wir auch nie", betonte Bernd Urlich gegenüber "schlager.de".
"Immer wieder sonntags" endet trotz guter Quoten
Seit 1995 war "Immer wieder sonntags" Pflichtprogramm für Schlagerfans. 2025 verfolgten im Schnitt mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung. Doch trotz vergleichsweise stabiler Quoten ist nach dieser Saison Schluss. Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage beim Südwestrundfunk. "Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns keine andere Wahl", erklärte Programmdirektor Clemens Bratzler. Das frei werdende Budget solle "teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden".
Am 6. September endet "Immer wieder sonntags" mit einer zusätzlichen Abschiedssendung endgültig. Danach sendet das Erste am 13. September noch eine Art Rückschau mit den Höhepunkten der dann endgültig letzten Staffel. Mit dem Aus für die traditionsreiche Reihe verliert das ARD-Sommerprogramm einen seiner bekanntesten Fixpunkte.
Quelle: teleschau – der mediendienst