Der Drehbuchautor weicht aus. Gary Oldman rudert zurück. Ein Ex-007 ist ahnungslos. Die Suche nach dem neuen Bond-Darsteller nähert sich dem Ende. Doch bei vielen Berichten ist Skepsis angebracht.
Wer wird der neue James Bond? Seit Jahren beschäftigt die Frage Fans, Medien und Wettbüros. Nun scheint die Suche auf der Zielgeraden. Ein erster Drehbuchentwurf liegt vor. Und Produzentin Amy Pascal erwartet, dass der siebte 007-Darsteller vor Jahresende feststeht. Ob es einer der Namen wird, die derzeit im Gespräch sind, ist fraglich.
Erster Drehbuchentwurf offenbar fertig
Als Regisseur für den ersten James-Bond-Film seit der Übernahme des Franchise durch Amazon steht Denis Villeneuve («Dune») schon lange fest. Das Drehbuch schreibt «Peaky Blinders»-Schöpfer Steven Knight, der auch den neuen Oasis-Film konzipierte und deshalb in diesen Tagen viele Interviews gab.
Als «GHR»-Moderatorin Zoe Ball ihn fragte, ob der erste Skript-Entwurf für Bond schon fertig sei, sagte Knight: «Ich nicke stillschweigend.» Zuvor hatten BBC-Moderatoren versucht, ihm zu entlocken, ob er den Schauspieler kenne. Obwohl Knight geschickt auswich, tauchten anschließend Berichte auf, die Entscheidung sei gefallen.
Für Schlagzeilen hatte ein Interview von Gary Oldman gesorgt. Er habe gehört, der nächste 007 stehe fest, sagte Oldman und deutete an, es könnte sich um seinen «Slow Horses»-Kollegen Jack Lowden handeln. Später stellte er klar, er wisse nicht, wer es werde. Er hoffe auf Lowden.
Die Castingdirektorin Nina Gold, die für mehrere «Star Wars»-Filme und die Serie «The Crown» tätig war, soll den passenden Schauspieler finden - idealerweise jung, britisch und geeignet, den berühmten Geheimagenten über viele Jahre zu verkörpern. Das passt auf den 36-jährigen Lowden - und auf unzählige andere.
Seit Jahren viele Namen im Gespräch
Schon bevor Daniel Craig in «Keine Zeit zu sterben» (2021) seinen letzten Einsatz absolvierte, kursierten viele Namen. Mancher wurde sogar als fix vermeldet. So meldete das berüchtigte Boulevardblatt «The Sun» 2022, die berühmte Eröffnungssequenz, in der 007 in die Kamera schießt, sei mit Aaron Taylor-Johnson gedreht worden. Das war frei erfunden.
Das Blatt berief sich auf angebliche Insider, die praktischerweise anonym bleiben. So zitiert jedes Medium Woche für Woche seine eigenen Insider und lanciert neue Gerüchte, die Klicks bringen und sich rasend schnell verbreiten - auch in seriösen Medien. Hinzu kommen Wettanbieter, die mit ihren Quoten für Bond-Kandidaten Schlagzeilen generieren.