Bryan Adams widmet Kanada ein Album, teilt gegen Trump aus und äußert sich zu Friedrich Merz. Warum er den Kanzler für unbeliebt hält - und wer bei seinen Konzerten nie fehlen darf.
Mit 98 Jahren gehört Bryan Adams' Mutter zu den treuesten Fans ihres Sohnes: Wenn er in ihrer Nähe auftritt, sei sie dort, sagte der kanadische Musiker der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn es nach ihr ginge, wäre sie bei jedem Konzert dabei», sagte der 67-Jährige in Vancouver.
Er könne sie nicht davon abhalten, zu seinen Konzerten zu gehen, wenn er in ihrer Nähe in Kanada auftrete. «Sie ist eine ganz eigene Persönlichkeit, und wir können sie eigentlich nur dabei unterstützen, das zu tun, was gut für sie ist.» Über das stolze Alter seiner Mutter sagte er: «Unser Ziel ist es, sie bis 100 zu bringen. Sie hat noch 17 Monate vor sich.»
Neues Album: «Liebesbrief an Kanada»
Bryan Adams hat gerade sein neues Album «How's It Goin'» veröffentlicht. Es handelt von seinem Heimatland. «Das ganze Album ist ein Liebesbrief an Kanada», sagte er.
Es geht um prägende historische Momente des Landes, um den Eisenbahnbau oder die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten. «Es waren die arbeitenden Menschen, die dieses Land aufgebaut haben», sagt Adams.
Musikalisch orientiert sich Adams an den Traditionen der kanadischen Ostküste. Der Sound sei von Mandolinen und Akustikgitarren geprägt. «Für mich ist das eher akadische Musik und Folk als Country.» Damit bezieht sich Adams auf die Volksmusik der Akadier, den französischsprachigen Nachfahren der Siedler im östlichen Kanada.
Über Trump: Nicht der Richtige für diesen Job
Dabei schlägt Adams auch politische Töne an. In Songs wie «Lake Ontario» und «51st State» greift er die Spannungen zwischen Kanada und den USA auf. Der Titel «51st State» spielt auf Überlegungen von US-Präsident Donald Trump an, Kanada zum 51. Bundesstaat der Vereinigten Staaten zu machen. Etwas, das Adams ablehnt.
«Wenn Amerika die Rolle des Weltpolizisten übernehmen will, dann sollte es sich auch um die Menschen kümmern, über die es seine Kontrolle ausüben will», sagt er mit Blick auf Trump. Die zahlreichen Bombenangriffe der vergangenen Jahre seien für ihn nicht das Verhalten eines Präsidenten, der sich für Frieden einsetze.