Polizisten können den Schwerverletzten zunächst nur sehen
Nach dem Notruf am Nachmittag waren zahlreiche Streifen zu der Bankfiliale im historischen Stadtteil Prüfening gefahren. Wo früher die Pferderennbahn war, steht heute ein modernes Viertel mit Wohnhäusern und einem kleinen Einkaufszentrum, in dessen Eckgebäude der Angreifer zusticht.
Wenig später werden Hubschrauber und Spezialkräfte angefordert. Die Menschen im Stadtteil werden aufgerufen, den Bereich rund um die Bank zu meiden. «Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität», betont die Polizeisprecherin.
Nachdem die Einsatzkräfte zunächst nur Blickkontakt zu dem Opfer der Messerattacke haben, können Rettungskräfte den Mann später zumindest erstversorgen. Der Schwerstverletzte wird noch in ein Krankenhaus gebracht. Doch wenig später teilt die Polizei dann mit, dass das Opfer in der Klinik an seinen Verletzungen gestorben ist. Ob es sich um einen Kunden oder einen Mitarbeiter der Bank handelt, bleibt zunächst unklar.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagt später, der Mann sei «das Opfer eines brutalen, unvermittelten Angriffs» geworden und habe «offensichtlich keine Chance» gehabt. Er sei mit seinen Gedanken bei seiner Familie und den Angehörigen. Der Einsatz der Spezialkräfte war Herrmann zufolge «professionell und präzise».
Polizei geht von Einzeltäter aus
Später können Spezialkräfte der Polizei - die teils wie Ritter zum Schutz vor Messerstichen am ganzen Körper in Kettenhemden gehüllt sind - zwei weitere Menschen aus der Bank holen. Äußerlich scheinen sie unverletzt. Speziell geschulte Kräfte zur Krisenintervention sind vor Ort, um ihnen helfen zu können.
Der mutmaßliche Täter bleibt weiter in der Bank. Ob weitere Menschen mit ihm im Gebäude sind, kann die Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht sicher sagen.
Erst gegen 18.00 Uhr führen Spezialkräfte den Verdächtigen aus dem Gebäude. Polizisten beginnen damit, den Rest des Gebäudes abzusuchen. Am Abend melden sie den Abschluss dieser Suche - und heben die Absperrungen um den Tatort auf. Die Kriminalpolizei Regensburg sei nun noch mit der Spurensicherung beschäftigt, hieß es am Abend.
«Wir gehen aktuell von einem Einzeltäter aus», sagte eine Polizeisprecherin. Hinweis auf weiteren Beteiligte gebe es jedenfalls nicht. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt zu den Hintergründen.