Der Markt für Internetverträge ist umkämpft, Vodafone war lange stark unter Druck. Doch inzwischen hat sich der Anbieter wieder etwas berappelt. Ein Geschäftsbereich bleibt ein schwieriges Pflaster.
Nach starken Einbußen und gesunkenen Marktanteilen hat der Internetanbieter Vodafone Deutschland sein Geschäft stabilisieren können. Das liegt vor allem an Mietzahlungen vom Wettbewerber 1&1.
Wie die Deutschlandtochter des britischen Vodafone-Konzerns in Düsseldorf mitteilte, stieg der Service-Umsatz im dritten Quartal des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres 2025/26 um 0,7 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht.
Damit verbuchte Vodafone Deutschland nach 0,5 Prozent im zweiten Quartal erneut ein Mini-Wachstum. Die sechs Quartale davor hatte die Firma heftige Umsatzrückgänge von bis zu 6,4 Prozent hinnehmen müssen.
Etwa vier Millionen Kunden verloren
Hauptgrund für den damaligen Erlös-Schwund war eine Gesetzesänderung, die Vodafone in seinem Geschäft mit Fernseh-Anschlüssen auf Talfahrt geschickt hatte. Die Firma verlor in den vergangenen Jahren etwa vier Millionen Kunden.
Bei der Gesetzesänderung ging es um das sogenannte Nebenkostenprivileg, bei dem Millionen Mieter für einen Vodafone-TV-Anschluss zahlen mussten, ob sie wollten oder nicht. Als diese Zahlungspflicht 2024 aufgehoben wurde, wechselten viele Kunden zu anderen Anbietern.
Der Kundenschwund wurde im Frühjahr 2025 zwar gestoppt, im ersten und zweiten Quartal 2025/26 konnte Vodafone seine TV-Kundenzahl um insgesamt 90.000 erhöhen. Doch der Nischenmarkt bleibt ein hartes Pflaster.
Denn wie die jüngsten Quartalszahlen zeigen, ist die zarte Wachstumspflanze schon wieder vertrocknet: Vodafone musste im dritten Quartal ein Minus an TV-Kunden von 6.000 auf rund 8,8 Millionen hinnehmen. Ein Firmensprecher begründete diese Entwicklung damit, dass man im vergangenen Quartal weniger auf Werbeangebote mit Rabatten gesetzt habe als zuvor.