In Würzburg wurde am Rosenmontag 2025 ein Juwelier auf spektakuläre Art und Weise ausgeraubt. Eine verurteilte Komplizin hat vor Gericht jetzt seltene Einblicke gegeben.
Update vom 05.02.2026: 53-Jährige nach Raubüberfall in Würzburg verurteilt
Eine 53 Jahre alte Frau ist aufgrund von Beihilfe zu einem spektakulären Juwelenraub am Rosenmontag des vergangenen Jahres in Würzburg zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Die Hauptverantwortlichen für den Raub befinden sich weiterhin auf der Flucht.
Die 53-Jährige hatte zugegeben, mit den Tätern angereist zu sein und für sie als eine Art "Deckmäntelchen" gedient zu haben, um ihnen ein möglichst unauffälliges Erscheinungsbild zu verleihen.
Die Kriminellen hatten Angestellte des Juweliergeschäftes in ihre Gewalt gebracht, sie unter vorgehaltener Waffe stundenlang durch die Stadt geführt und den Geschäftsschlüssel erpresst. Sie entwendeten Uhren sowie Schmuck im Wert eines hohen sechsstelligen Betrages. Das Bundeskriminalamt sucht nach zwei Männern serbischer Nationalität.
Erstmeldung vom 14.01.2026: Angeklagte schweigt zu Juwelierraub
Mehr als zehn Monate nach einem Überfall auf einen Juwelier in Würzburg hat die Angeklagte zu Beginn des Prozesses zu den Anschuldigungen geschwiegen. Ihr Anwalt erklärte vor dem Landgericht Würzburg, seine Klientin habe keine Kenntnis von dem Tatplan gehabt.
Am 3. März 2025 soll ein mutmaßlicher Komplize der 53-Jährigen das Geschäft ausgeraubt und dabei Beute im Wert von rund einer Million Euro gemacht haben. Die Frau ist wegen Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung, zum erpresserischen Menschenraub und zur gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage bis zum 6. Februar vorgesehen.
Juwelier in Würzburg überfallen - mutmaßliche Komplizen noch auf der Flucht
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die Angeklagte, am Vorabend der Tat mit einem der beiden anderen Verdächtigen, die bisher noch nicht gefasst werden konnten, nach Würzburg gereist zu sein. Am Abend des folgenden Tages soll das Trio eine Mitarbeiterin des Juweliers auf ihrem Heimweg verfolgt haben. Die Angeklagte soll irgendwann alleine zu ihrem Hotel zurückgekehrt sein, um "Vorbereitungen für eine spätere Beutesicherung zu treffen", so die Anklage.
Die mit einem Messer und einer Schusswaffe bewaffneten Männer sollen die Angestellte schließlich angegriffen haben, um ihr den Schlüssel zu dem Geschäft in der Innenstadt abzunehmen.
Da das Opfer keinen Ladenschlüssel hatte, sollen die Verdächtigen die Frau unter Drohungen dazu gebracht haben, zu einer Kollegin zu gehen – doch auch diese hatte keinen Schlüssel. Schließlich sollen die eingeschüchterten Frauen einen Kollegen dazu gebracht haben, ihnen den Schlüssel auszuhändigen – "unter Vorspiegelung falscher Tatsachen", wie es in der Anklage heißt.
Beute bis heute verschwunden
Einer der Männer ging danach laut Staatsanwaltschaft mit den Geschädigten zum Juwelier zurück und ließ sich Schmuck und Uhren aushändigen. Dabei soll der mutmaßliche Täter die Frauen stets mit der Schusswaffe bedroht haben.
Danach soll der Mann mit seiner Beute zu seinen beiden mutmaßlichen Komplizen in das Würzburger Hotel gegangen sein. Am nächsten Morgen flüchteten die Beschuldigten schließlich.
Nach Auswertung zahlreicher Spuren und Videoaufnahmen kamen die Ermittler der Verdächtigen schließlich auf die Spur. Im vergangenen Mai nahmen Polizisten die 53-Jährige in Belgien fest. Nach den Männern wird immer noch gesucht, die Beute ist laut Staatsanwaltschaft verschwunden. Für Hinweise, die zu den Männern führen, winken als Belohnung 5000 Euro vom bayerischen Landeskriminalamt.
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