IBM verfehlt Umsatzerwartungen - Aktie bricht ein

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Computerkonzern IBM
IBM machte im vergangenen Quartal ein verändertes Ausgabeverhalten der Kunden zu schaffen. (Archivbild)
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Richard Drew/AP/dpa

IBM macht zu schaffen, dass Kunden aus Angst vor steigenden Preisen lieber in Speicher investieren als in Lösungen des IT-Konzerns. Dessen Zahlen enttäuschen, die Aktie stürzt ab.

Der Computerkonzern IBM hat im vergangenen Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt und damit die Börse schockiert. Die Aktie stürzte im vorbörslichen US-Handel zeitweise um rund 23 Prozent ab. Grund für den Erlösknick ist laut IBM ein verändertes Ausgabeverhalten der Kunden. 

Sie steckten ihr Geld in den letzten Juniwochen vermehrt in den Kauf von Servern, Speichern und Arbeitsspeichern, wie Konzernchef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionäre schrieb. Damit hätten sie erwarteten Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgriffen.

IBM habe dieses Ausmaß der Umschichtung nicht vorhergesehen. Die Preise für Speicherchips schossen in die Höhe, weil sie für den rapiden Aufbau von KI-Rechenzentren gebraucht werden.

Markt sorgt sich um KI-Effekt auf IBM 

IBM machte außerplanmäßig einige Geschäftszahlen zum vergangenen Quartal öffentlich. Der Umsatz legte demnach im Jahresvergleich nach vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar (15,01 Mrd Euro) zu. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 17,9 Milliarden Dollar gerechnet.

Dabei kletterten die Erlöse mit Software um fünf Prozent. Der Umsatz mit Infrastruktur ging hingegen um sieben Prozent zurück. Konzernchef Arvind Krishna hatte IBM verstärkt auf das Geschäft mit Software ausgerichtet, unter anderem durch milliardenschwere Zukäufe. 

Die harsche Reaktion der Anleger könnte auch daran liegen, dass es am Markt die Sorge gibt, Künstliche Intelligenz könnte mit ihren Software-Fähigkeiten das Geschäft von IBM aushöhlen.