Dreifaches Spektakel am Himmel: Halbschattenfinsternis, Schneemond, Komet 45P

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In der Nacht zum Samstag (11. Februar 2017) gibt es gleich drei Himmelsphänomene zu bestaunen: Eine Halbschatten-Mondfinsternis, ein so gennanter Schneemond und de Komet 45P sind zu sehen. Foto: Gerhard Korn/Archiv
In der Nacht zum Samstag (11. Februar 2017) gibt es gleich drei Himmelsphänomene zu bestaunen: Eine Halbschatten-Mondfinsternis, ein so gennanter Schneemond und de Komet 45P sind zu sehen. Foto: Gerhard Korn/Archiv

In der Nacht zum Samstag gibt es gleich drei Himmelsphänomene auf einmal: Eine Halbschatten-Mondfinsternis, der "Schneemond" und ein Komet sind zu sehen.

Für Mond-Fans ist der Erdtrabant immer ein Hingucker: An diesem Wochenende - genauer gesagt in der Nacht von Freitag auf Samstag - stehen gleich drei Himmelsphänomene an und zwei davon betreffen den Mond.


"Schneemond" ab Freitag ca. 17 Uhr zu sehen: Was ist ein Schneemond?

Ein "Schneemond" ist eigentlich nichts anderes als einen Vollmond im Februar und ist eine uralte Bezeichnung. Was viele nicht wissen: Jeder Vollmond hat seinen Namen. Ureinwohner vieler Länder und Kulturen gaben den Monden ihre Namen. Meist stehen sie in Bezug zu einer Jahreszeit. So wird ein Vollmond im September etwa als Erntemond bezeichnet, ein Mai-Vollmond als Blumenmond oder eben ein Vollmond im Februar als Schneemond, weil im Februar häufig Schnee liegt.


Halbschatten-Mondfinsternis ab 23.30 Uhr zu sehen

Eine Halbschattenfinsternis des Mondes erwarten Astronomen ebenfalls in der Nacht von Freitag auf Samstag (10./11. Februar). Sie soll deutschlandweit fast viereinhalb Stunden zu sehen sein und beginnt etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht.

Weil der Vollmond nicht den Kernschatten, sondern nur den Halbschatten der Erde durchquert, handelt es sich aber nur um eine Halbschatten-Finsternis. Es wird also keineswegs ganz dunkel, die Abnahme der Helligkeit soll aber deutlich wahrnehmbar sein. Das Maximum der Halbschatten-Mondfinsternis von beinahe 100 Prozent wird am Samstag gegen 1.40 Uhr am Südwesthimmel erreicht. Kurz vor 4.00 Uhr ist das Spektakel zu Ende.

Voraussetzung für das Beobachten ist jedoch ein wolkenloser Himmel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet Mondguckern schlechte Chancen aus ."Wenn sich das Höhentief über Frankreich nach Deutschland verlagert, wird es viele Wolken und wenig Chancen auf einen freien Blick zum Himmel geben", sagte der Meteorologe Adrian Leyser. "Wenn das Tief ausbleibt, besteht vielerorts Wahrscheinlichkeit für Hochnebel - also ebenfalls schlechte Sicht." Gebietsweise könne die Wolken- oder Nebeldecke natürlich immer mal aufreißen. Doch auch der Herzogenauracher Wetterexperte Stefan Ochs sagt ein trübes Wochenende für Franken voraus.

Das Beobachten der Halbschattenfinsternis des Vollmondes dürfte für viele Menschen in Deutschland also zum Glücksspiel werden. Wer es dennoch versuchen will: Die beste Zeit zum Beobachten ist am Samstag zwischen 1 Uhr und 2.30 Uhr.


Komet 45P fliegt dicht an der Erde vorbei

Zu guter Letzt soll in der Nacht zum Samstag auch noch ein Komet dicht an der Erde vorbeisausen. Der "Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdušáková" wird auf seiner elliptischen Bahn verhältnismäßig nah an dem blauen Planeten vorbeikommen - nämlich in 12,4 Millionen Kilometern Entfernung. Der Komet wurde im Jahr 1948 von den drei Astronomen Minoru Honda, Antonín Mrkos und Ludmila Pajdušáková entdeckt und wird der Einfachheit halber oft schlicht als Komet 45P bezeichnet. Der Komet wird in der Nähe des Sternbilds Herkules zu sehen sein. Beobachter brauchen allerdings ein Fernglas. Mit bloßem Auge ist der Komet nicht zu sehen. ak/dpa/epd