Das Bayerische Kabinett hat am Dienstagnachmittag (26. Oktober 2021) bekanntgegeben, welche Neuerungen der Corona-Maßnahmen angesichts der steigenden Inzidenzen geplant sind. Bundesweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 113 angestiegen, in Bayern liegt der Wert laut Angaben des Robert-Koch-Instituts sogar bei 186,7.

Trotzdem soll es in Bayern keinen erneuten Lockdown geben, weder für geimpfte noch für noch ungeimpfte Personen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hatte kürzlich in Aussicht gestellt, dass sich Bayern am österreichischen Lockdown-Modell orientieren könnte, das verschärfte Maßnahmen für Ungeimpfte vorsieht.

Lockdown nicht die richtige Lösung

Bei einer offiziellen Pressekonferenz im Anschluss an die Kabinettssitzung betonte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) aber, dass dies in Bayern nicht der Fall sein werde. „Wir wollen auch keinen Lockdown für Ungeimpfte als theoretisch denkbare Maßnahme“, sagte Herrmann. Lockdowns seien nicht das Mittel der Wahl. Für Ungeimpfte solle es auch keine sonstigen Benachteiligungen aufgrund ihres Impfstatus geben.

Eine Ausweitung der Maskenpflicht sowie schärfere Kontrollen der Einhaltung der 3G- und 3G-plus-Regelung seien aber durchaus denkbar, fügte Herrmann an. Je nachdem, wie sich die Infektionszahlen nach den Herbstferien entwickelt haben, sollen Entscheidungen zu den Maßnahmen getroffen werden. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird bis einschließlich 24. November 2021 verlängert.

Da die Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen in Bayern einen neuen Höchstwert erreicht haben, wurde im Vorfeld der Kabinettssitzung auch in Erwägung gezogen, die Maskenpflicht am Platz für Schüler wieder einzuführen. Ein konkreter Entschluss hierzu steht aber noch aus.

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