"Bin ein bisschen sprachlos": Was Fiél an der desaströsen Niederlage des FCN am meisten nervt

3 Min
1. FC Nürnberg verliert Auswärtsspiel bei Hannover 96
Nürnbergs Trainer Christian Fiél ist nach dem Spiel gegen Hannover 96 genervt von der Leistung seiner Mannschaft
1. FC Nürnberg verliert Auswärtsspiel bei Hannover 96
Swen Pförtner (dpa)
1. FC Nürnberg verliert Auswärtsspiel bei Hannover 96
Der 1. FC Nürnberg hat sein Auswärtsspiel bei Hannover 96 deutlich mit 0:3 verloren. Im Nachgang zeigte sich Trainer Fiél genervt von der schlechten Leistung seiner Mannschaft.
Hannover 96 - 1. FC Nürnberg
Swen Pförtner/dpa
1. FC Nürnberg verliert Auswärtsspiel bei Hannover 96
Der 1. FC Nürnberg hat sein Auswärtsspiel bei Hannover 96 deutlich mit 0:3 verloren. Im Nachgang zeigte sich Trainer Fiél genervt von der schlechten Leistung seiner Mannschaft.
1. FC Nürnberg verliert Auswärtsspiel bei Hannover 96
Swen Pförtner (dpa)

Die Mannschaft, die gar nicht da war. Der 1. FC Nürnberg verliert nach einem miserablen Auftritt bei Hannover 96. Wie konnte das nur passieren?

Update vom 28.01.2024, 14.30 Uhr: Angemeldete Choreo untersagt - viele Club-Fans blieben Spiel fern

Sprachlosigkeit herrschte beim 1. FC Nürnberg. Aber dass Spielern und Verantwortlichen nach dem desaströsen Auftritt bei Hannover 96 tatsächlich die Worte fehlten, stimmte natürlich nicht. "Ich bin ein bisschen sprachlos", meinte etwa Verteidiger Jannes Horn und wollte damit vor allem ausdrücken, wie schwer nachvollziehbar und frustrierend er das 0:3 (0:2) am Freitagabend (26. Januar 2024)  in Niedersachsen fand.

Die Nürnberger hatten mit dem 3:0 (2:0) gegen Hansa Rostock Zuversicht für die Restsaison gesammelt. Dann reisten sie zu der seit sechs Spielen sieglosen Mannschaft des früheren Fürther Trainers Stefan Leitl und rissen ein, was sie sich eine Woche zuvor noch erarbeitet hatten.

"Wir waren von Beginn an überhaupt nicht auf dem Platz. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen. Das fängt vorne an beim Anlaufen und hört hinten auf, wo wir schlecht verteidigen", fasste Horn den Auftritt der Nürnberger vor 25.100 Zuschauern zusammen. "Wir waren zu weit weg und haben jedes Duell verloren."

Spielunterbrechung wegen Protest gegen geplanten Investoren-Einstieg 

Viele Club-Fans kamen gar nicht ins Stadion, da ihnen laut Verein eine fristgerecht angemeldete Choreo kurzfristig untersagt worden sei. Hannover-Fans sorgten dagegen für Unterbrechungen der Partie. Die Anhänger warfen aus Protest gegen den von der DFL geplanten Investoren-Einstieg mehrmals Tennisbälle auf den Rasen.

Die Nürnberger Spieler indes fanden nie in die Partie des 19. Spieltags und wurden folgerichtig bestraft. Der frühere Fürther Havard Nielsen (6. Minute/38.) machte mit seinem Doppelpack schon in der ersten Hälfte alles klar. Ein kurzes Aufbäumen des FCN nach dem Seitenwechsel samt Lattentreffer von Can Uzun (61.) war viel zu wenig.

Kurz vor dem Abpfiff erhöhte der ehemalige Club-Stürmer Cedric Teuchert (90.+2) nach einer Ecke. Die überforderten Nürnberger hätten aber noch mehr Gegentreffer kassieren können. Hannover liegt nun nach dem Heimsieg in der Tabelle mit 28 Punkten einen Zähler vor den Nürnbergern.

Trainer Cristian Fiél von fehlender Körperlichkeit genervt

"Wir sind super in die Rückrunde gekommen und wollten den Schwung mitnehmen. Aber dann merkst du von der ersten Sekunde, dass Hannover besser drin ist und sie auch viel aggressiver waren", sagte Außenverteidiger Jan Gyamerah. "An schlechten Tagen holt man in dieser Liga gegen keinen Gegner etwas."

Vor allem die fehlende Körperlichkeit nervte Trainer Cristian Fiél. "Es wird schwer, wenn man so wenige Zweikämpfe gewinnt. Außerdem wollten wir unsere Standards auch anders verteidigen, als wir es heute getan haben", erklärte Fiél nach der achten Saisonniederlage. "Wenn man Spiele gewinnen will, muss man mehr Zweikämpfe für sich entscheiden. Das war heute in allen Belangen eindeutig zu wenig." Die Nürnberger müssen es am Samstag gegen Schlusslicht VfL Osnabrück besser machen.

Ursprungsmeldung vom 26.01.2024, 20.53 Uhr: 1. FC Nürnberg von Hannover 96 plattgemacht - Ex-Cluberer erhöhte kurz vor dem Abpfiff

Ein komplett enttäuschender 1. FC Nürnberg in Hannover untergegangen und damit in der Tabelle hinter die Niedersachsen gerutscht.

Sechs Tage nach dem souveränen 3:0 gegen den FC Hansa Rostock kassierten die Franken am Freitagabend eine empfindliche 0:3 (0:2)-Niederlage. Der frühere Fürther Havard Nielsen (6. Minute/38.) machte mit seinem Doppelpack vor 25.100 Zuschauern gegen immer wieder patzende Nürnberger schon in der ersten Hälfte alles klar. Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiél hätte da schon höher zurückliegen können.

Franke leistet entscheidenden Beitrag zur Niederlage des "Clubs"

Kurz vor dem Abpfiff erhöhte der ehemalige Club-Stürmer Cedric Teuchert (90.+2) nach einer Ecke doch noch. Hannover liegt nun nach dem Heimsieg in der Tabelle mit 28 Punkten einen Zähler vor den Nürnbergern.

Viele Gästefans verzichteten auf den Stadionbesuch, da ihnen laut Verein eine fristgerecht angemeldete Choreo kurzfristig untersagt worden sei. Hannover-Fans sorgten dagegen für Unterbrechungen der Partie. Die Anhänger warfen aus Protest gegen den von der DFL geplanten Investoren-Einstieg mehrmals Tennisbälle auf den Rasen. 

Aber nicht nur neben, sondern vor allem auf dem Platz war Hannover im Mittelpunkt: Die Elf von Trainer Stefan Leitl drückte die Gäste mit schönen Kombinationen tief in die eigene Hälfte. Die Nürnberger waren oft viel zu passiv in den Zweikämpfen, 96 war klar überlegen.

Hannover 96 besiegt Nürnberg - und springt in der Tabelle vor die Franken

Fiél reagierte und brachte vier neue Spieler zur Halbzeit. Nun wurden die Nürnberger auch aktiver. Sturmjuwel Can Uzun (61.) scheiterte allerdings am Pfosten. Auf der Gegenseite vergaben Sebastian Ernst (75.) und Derrick Köhn (78.) Chancen zum 3:0. Das holte dann Teuchert nach.