Trebgast
Konzert

"Goller und Götz": Mit Power und ganz viel Gefühl

Die Band "Goller und Götz" bot auf der Naturbühne in Trebgast ein beeindruckendes Konzert.
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Die Band "Goller und Götz" bot auf der Naturbühne ein beeindruckendes Konzert. Fotos: Werner Reißaus
Die Band "Goller und Götz" bot auf der Naturbühne ein beeindruckendes Konzert. Fotos: Werner Reißaus
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Es war die erwartet faszinierende Zeitreise, mit der "Goller und Götz" die rund 500 Besucher in der ausverkauften Naturbühne in die Rock-Pop-Geschichte längst vergangener Zeiten entführte. Diese erlebten ein mitreißendes Konzert mit viel Gefühl und ganz viel Power.


Sehr gefühlvoll

Die Songs von den Eagles, Supertramp, Billy Joel, Sting, CSN, Toto und anderen Bands aus den vergangenen 50 Jahren sind zeitlos und ergreifend. Die Band um Thomas Goller und Tom Götz präsentierte diese sparsam instrumentiert, wunderschön interpretiert und sehr gefühlvoll gesungen. Ihr Markenzeichen "Finest acoustic music" kommt der Perfektion gleich, und die ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann. So hat es der französische Schriftsteller Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry einst auf den Punkt gebracht.


Herausragende Stimmen

Die Interpretationen von Thomas Goller (Gitarre, Mundharmonika, Gesang) und Tom Götz (Piano, Gesang) sind nicht einfach ein Nachspielen, sondern es sind Hommagen an die von ihnen bewunderten Musiker. Herausragend vor allem ihre Stimmen, mit denen sie nicht nur Souveränität und Leidenschaft, sondern zugleich auch Leichtigkeit und Intensität vereinen. Und was die Konzertbesucher besonders schätzen, das ist die unübersehbare und ansteckende Spielfreude, mit der der Handwerker Thomas Goller - er ist Schreiner von Beruf - und der Musikpädagoge Tom Götz von der ersten Minute an bis zum letzten Akkord loslegen.


Bodenständig, ehrlich

Es ist eine Musik ohne technische Raffinessen, bodenständig und ehrlich, mit Piano, Gitarre und Gesang, wobei die Gastmusiker der "Langweiligsten Band Oberfrankens" eine absolute Bereicherung und Ergänzung sind. Dies sind Bernd Schricker mit seiner gefühlvollen Saxophon-Begleitung, Klaus Metzler am Kontrabass und Gesang sowie nicht zuletzt Mike Müller am Percussion, der mit einem perfekten Solo die Besucher fast von den Sitzen riss. Die Band eroberte die Herzen der Zuhörer mit zeitlosen und ergreifenden Songs, darunter Klassiker der Rock- und Popgeschichte. Die Stimmen von Thomas Goller und Tom Götz - er hatte als Trebgaster ein Heimspiel - harmonierten einfach genial.


"Wenn mich der Bräu sieht ..."

Thomas Goller ließ die Besucher wissen, dass sich die Band auf das Gastspiel riesig gefreut habe, und das nach einem Jahr der Abstinenz. Zwischen den Songs sorgten seine humorvollen Erklärungen immer wieder für Heiterkeit. So etwa, als er aus einem Bierglas der Privatbrauerei Haberstumpf ein glasklares Wasser trank: "Wenn mich der Bräu sieht, erschießt er mich."
Das Lied "Fields of Gold" von Sting widmete der Frontman der Band seinem Vater. Und mit einer Hommage an den verstorbenen Gründer der Eagles, Glenn Frey, ging es flott weiter. Die Eagles sind eine US-amerikanische Country-Rock-Band, die 1971 in Los Angeles gegründet wurde und fast ein Jahrzehnt zu den erfolgreichsten amerikanischen Gruppen zählte.


Vorbild Billy Joel

Es folgte "Broken Wings" von Mr. Mister aus dem Jahr 1985, das von Richard Page, Steve George und John Lang geschrieben wurde. Tom Götz kündigte voller Bewunderung einen Titel von William "Billy" Martin Joel an, einem US-amerikanischen Sänger, Pianisten und Songschreiber: "Ich habe ihn vor zwei Wochen in Hamburg erlebt, und wenn es für mich sowas wie ein Vorbild gibt, dann ist es Billy Joel." Der Song "Teach your Children" galt der Musiklehrerin Monika Moschner, die Thomas Goller vor 40 Jahren in der Volksschule Poppenreuth unterrichtet hat und die in der ersten Reihe saß und wohl zu den größten Fans des begnadeten Musikers und Sängers gehört. "Thomas ist ein ganz netter Junge geblieben", sagte sie.

Mit dem Titel "Tequila Sunrise" von den "Eagles" ging es in die Pause, und danach erlebten die Besucher noch einmal eine Steigerung. Dabei überstand Saxophonist Bernd Schricker beim Treppensturz auch eine kleine Handverletzung. Bei den Zugaben durfte natürlich der Song "Hotel California" der kalifornischen Band Eagles nicht fehlen, und ganz leise ohne Elektrik verabschiedete sich die Band von einem begeistert mitgehenden Publikum.


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