Kronach
Justizvollzugsanstalt

Kronach: Brand in Gefängnis - Update: Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Die Insassen der JVA in Kronach mussten wegen eines Brandes in ein Nebengebäude verlegt werden. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen schwerer Brandstiftung.
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Die Insassen der JVA in Kronach wurden wegen eines Brandes in ein Nebengebäude verlegt. Jetzt ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung. Foto: NEWS5 / Fricke
Die Insassen der JVA in Kronach wurden wegen eines Brandes in ein Nebengebäude verlegt. Jetzt ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung. Foto: NEWS5 / Fricke
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Update vom 31. August 2018, 15:20 Uhr: Polizei geht von Brandstiftung aus

Nach dem Brand in der Justizvollzugsanstalt Kronach gehen die Brandfahnder der Kriminalpolizei Coburg und die Staatsanwaltschaft Coburg nach bisherigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Aufgrund möglicher Glutnester im Bereich des Gebäudes mussten die Insassen der JVA vorsichtshalber in andere Haftanstalten verlegt werden.

Gefängnis Kronach: Suche nach möglichen Glutnestern dauert an

Kurz nach 6 Uhr bemerkten Angestellte der JVA das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes. Die Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehr konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Jedoch suchen die Brandbekämpfer mit Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks immer noch in den Zwischendecken nach möglichen Glutnestern. Ein Statiker unterstützte die Einsatzkräfte hinsichtlich der Beurteilung der Beeinträchtigung der Bausubstanz des Gebäudes.

Insassen wurden in andere Gefängnisse verlegt

Aus Sicherheitsgründen erfolgte daher in der Folgezeit die Verlegung der rund 100 Insassen der Haftanstalt. In enger Zusammenarbeit von Justizangestellten und zahlreichen oberfränkischen Polizeieinsatzkräften, die von Beamten aus Mittel- und Unterfranken sowie aus Thüringen Unterstützung erhielten, wurden alle Häftlinge mit Bussen auf verschiedene Justizvollzugsanstalten verteilt.

Gefängnisbrand: 240 Einsatzkräfte vor Ort

Zwei Justizvollzugsbeamte erlitten bei dem Brand leichte Verletzungen, sie wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Der entstandene Sachschaden liegt nach bisherigen Schätzungen im niedrigen sechsstelligen Bereich. Es waren rund 240 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst eingesetzt.

Beamte des Fachkommissariats der Kripo Coburg nahmen in den Morgenstunden vor Ort die Ermittlungen auf. Auch ein Staatsanwalt kam an den Einsatzort. Nach ersten Erkenntnissen dürfte das Feuer im Bereich der Lüftungsanlage einer Gefängniszelle ausgebrochen sein. In der Folgezeit ergaben sich Erkenntnisse, dass das Feuer dort vorsätzlich gelegt worden war. Derzeit richtet sich der Tatverdacht gegen einen 27-jährigen Häftling. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg wegen schwerer Brandstiftung dauern an.

Ursprüngliche Meldung vom 31. August, 9:15 Uhr: Brand im Gefängnis Kronach

Ein Brand in der Justizvollzugsanstalt Kronach sowie die Verlegung der Insassen beschäftigt seit Freitagmorgen eine große Anzahl Einsatzkräfte von Feuerwehr, Justiz und Polizei. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg haben die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache aufgenommen.

Kurz nach 6 Uhr bemerkten Angestellte der JVA das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes. Die Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehr konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und führen derzeit noch vereinzelte Löscharbeiten mit Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks durch.

Brand im Kronacher Gefängnis: Bilder vom Einsatzort

Bedienstete der Justiz brachten die Häftlinge zwischenzeitlich in einen gesicherten Bereich innerhalb des Gefängnisses. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte das Feuer im Bereich der Lüftungsanlage einer Gefängniszelle ausgebrochen sein. Nach derzeitigem Stand wurde ein Justizangestellter bei dem Brand leicht verletzt. Beamte des Fachkommissariats der Kripo Coburg haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

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Da nicht eingeschätzt werden kann, inwieweit sich noch Brandherde in den Zwischendecken des Gebäudes befinden, wird die JVA sicherheitshalber geräumt. Die rund 100 Häftlinge werden mit Unterstützung von Einsatzkräften aus angrenzenden Regierungsbezirken in andere Justizvollzugsanstalten verlegt. Der Bereich um die Justizvollzugsanstalt ist weiträumig abgesperrt, es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.



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