Kronach
Lichtprojekt

Bürger lassen ihre Ideen für "Kronach leuchtet" sprudeln

Fünf Vorschläge aus dem Kreis der Bürgerschaft fanden beim Wettbewerb "Dein Lichtprojekt 2016" besonderes Augenmerk. Sie könnten das Lichtfestival "Kronach leuchtet" (29. April bis 8. Mai) bereichern.
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Claudia Ringhoff (l.) und Eva Schreiber-Dümlein wollen mit den leuchtenden Knetfiguren für noch mehr Interaktion bei "Kronach leuchtet" sorgen. Gerade Familien dürften ihren Spaß daran haben. Foto: Marco Meißner
Claudia Ringhoff (l.) und Eva Schreiber-Dümlein wollen mit den leuchtenden Knetfiguren für noch mehr Interaktion bei "Kronach leuchtet" sorgen. Gerade Familien dürften ihren Spaß daran haben. Foto: Marco Meißner
Das Licht wird ausgeschaltet. Es ist recht düster im Zimmer. Aus einem Schrank leuchtet es grünlich. Auch vom Tisch strahlt es in dieser Farbe: kleine Figürchen, eine Kette aus Ringen. Alles ist geknetet. Damit zeigen die Macher von "Kronach leuchtet", dass es für das besondere Flair ihres Licht-Events nicht nur die großen Installationen braucht. Und sie zeigen, wie Ideen aus den Reihen der Bürger das Festival bereichern können.


Gute Resonanz

Im elften Jahr von "Kronach leuchtet" wurde erstmals der Wettbewerb "Dein Lichtprojekt 2016" ausgelobt. Die Macher des Lichtfestivals haben erkannt, welches Potenzial in den Menschen der Region schlummert. Und mit dem Wettbewerb wollen sie es wecken, die Hemmschwelle zum Mitmachen nehmen. Und sie haben Erfolg, wie sie bei der Preisübergabe am Freitagnachmittag unterstrichen.

Projektleiter Markus Stirn und Thomas Helbig (Betreuer der Helfer) vom "Kronach leuchtet"-Team berichteten, dass die Resonanz auf den Wettbewerb sehr gut gewesen sei. Stirn nannte die Teilnehmer "begeisterte Menschen, die uns begeistern".

Diesen engagierten Leuten will man durch den Wettbewerb die Unterstützung des erfahrenen Teams zukommen lassen, um eigene Ideen beim Lichtfestival umsetzen zu können.


Die Vorschläge

Helbig, selbst ein Quereinsteiger, hatte den Impuls für den Wettbewerb gegeben. Ihm schwebten "Ideen von Bürgern für Bürger" vor. Er erklärte, dass die Veranstalter drei Bereiche für Lichtprojekte aus der Bürgerschaft angeboten hatten: Lichtskulptur, Fassaden- und Architekturbeleuchtung sowie Live-Performance.

In allen Bereichen konnten Preisträger gekürt werden. Es waren sogar so viele gute Ideen dabei, dass laut Stirn auch noch zwei "Add-ons" verfolgt werden. Das sind Projekte, die noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber sehr interessant sind. Was hinter ihren Ideen steckt, durften die Ausgezeichneten selbst erklären:

Fassadenbeleuchtung: Jörg Köstner von der Firma Dr. Schneider stellte die Idee für eine animierte Beleuchtung am Melchior-Otto-Platz vor. "Wir haben das alte Finanzamt ausgewählt", berichtete er. Wechselnde Lichtszenen und besonders herausgearbeitete Effekte für die Fenster seien geplant. Inzwischen gebe es sogar eine Anfrage, das gegenüber liegende Pfarramt darauf abgestimmt, aber doch in anderer Form mit zu beleuchten.

Wuselige Wommel-Gestalten: Die besagten leuchtenden Figürchen wurden von Claudia Ringhoff und Eva Schreiber-Dümlein präsentiert. Die Mini-Skulpturen werden aus einer nachtleuchtenden Knete im Vorfeld, aber auch während der Veranstaltung von Jung und Alt geformt, gebacken und anschließend ins Programm integriert. So soll ein Mitmachprojekt entstehen, das noch mehr Interaktion und Spaß in "Kronach leuchtet" einfließen lässt sowie die Familien aktiver mit einbindet. Gesucht werden noch Sponsoren für die Knete sowie für die Festivalzeit Anwohner, welche die Figuren bei sich backen können, damit sie aushärten.

Lichtskulptur: "So wie ,Kronach leuchtet‘ in den vergangenen Jahren zur Festung gekommen ist, so kommt die Festung nun zu ,Kronach leuchtet‘", stellte Kerstin Löw, die Tourismus-Chefin der Stadt Kronach, fest. Aus Anlass der neu getauften Rosenberg-Festspiele soll am Bamberger Tor eine Rosen-Skulptur entstehen. Davon erhofft man sich auch, das Interesse der Besucher auf das Freilichttheater lenken zu können.


Projekte in der Schwebe

Die beiden Projekte, die momentan noch in der Schwebe sind:
Golden Stairs: Günther Pohlus möchte eine Großplakatierung anbringen. Diese soll vom Marienplatz kommend den Eindruck erwecken, dass die Treppen eine Fortsetzung ins dahinter liegende Gebäude nehmen. Dazu möchte er das Gemälde "Golden Stairs" nutzen, welches in der Tate-Galerie in London hängt. Hierfür sind aber noch rechtliche Fragen zu klären.

Video: Die Lorenz-Kaim-Schule und die Kronacher Feuerwehr machen sich Gedanken über eine Video-Installation für die Amtsgerichtsstraße unter dem Titel "24/7 Feuer & Flamme für Kronach". Hierfür sind aber noch nicht alle Fragen zwischen den Kooperationspartnern abschließend geklärt.


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