Kronach
Bilanz

100.000 Besucher bei "Kronach leuchtet" sind Rekord!

"Kronach leuchtet" ist vorbei. Zeit, die farbenfrohe Veranstaltung Revue passieren zu lassen. Die Organisatoren Markus Stirn und Rainer Kober verraten, wie zufrieden sie sind und berichten über ihre persönlichen Highlights.
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"Kronach leuchtet" lud viele Besucher zum abendlichen flanieren durch die Altstadt ein. In den zehn Tagen kamen insgesamt knapp 100 000 Leute, um sich die Lichtinstallationen anzuschauen. Foto: Hendrik Steffens
"Kronach leuchtet" lud viele Besucher zum abendlichen flanieren durch die Altstadt ein. In den zehn Tagen kamen insgesamt knapp 100 000 Leute, um sich die Lichtinstallationen anzuschauen. Foto: Hendrik Steffens
Zehn Tage lang erstrahlte Kronach in ganz besonderem Licht. Verschiedene Installationen in den unterschiedlichsten Farben verwandelten die Altstadt in eine Oase ganz nach dem Motto von "Kronach leuchtet": wohlfühlen - entdecken - staunen. Am Wochenende ging das Spektakel nun zu Ende. Cheforganisator Markus Stirn und der Vorsitzende von Kronach Creativ, dem veranstaltenden Verein, Rainer Kober, ziehen ihre ganz persönliche Bilanz.

Wetter spielte positiv in die Karten

"Das zehnjährige Jubiläum von Kronach leuchtet wurde belohnt, besonders was das Wetter und die Besucherzahlen betrifft", meint Markus Stirn. Auch für Rainer Kober haben diese beiden Aspekte das farbenfrohe Spektakel am meisten beeinflusst und nach vorne gebracht. Nur am späten Samstagabend regnete es kurz, ansonsten zeigte sich das Wetter zum zehnjährigen Jubiläum von seiner besten Seite. Und das lockte Scharen von Besuchern an. Das beste Ergebnis seit es die Veranstaltung gibt. Knapp 100.000 wollten "Kronach leuchtet" nicht verpassen.

Dabei schlug bereits der Eröffnungstag mit 17.000 Besuchern sämtliche Rekorde. "Der zweitstärkste Tag war der Freitag mit der Langen Nacht der Kirchen und der Einkaufsnacht", berichtet Stirn. Doch auch rund um "Kronach leuchtet" entwickelt sich etwas. Immer mehr Vereine beteiligen sich an dem Event. Laut dem Motto: "Wenn wir alle zusammen arbeiten, können wir etwas verändern und bewegen", beschreibt Stirn.

"Kronach leuchtet" wird bekannt

Dieses Jahr hat sich für die Veranstaltung viel getan, besonders im Hinblick auf die Zukunft. Fachzeitschriften wurden auf das Licht-Event in Kronach aufmerksam und berichten darüber. "Was das alles nach außen bewirkt, kann man ja noch gar nicht absehen", meint der Cheforganisator. Das Event mache Kronach ein Stück weit bekannter - und das weit ab von der Region. "Wir haben uns einen richtigen Namen in der Lichtbranche gemacht", sagt Kober. Sogar eine Delegation von "Berlin leuchtet", einer ähnlichen, jedoch viel größeren Veranstaltung aus Berlin, wurde auf die kleine Schwester in Kronach aufmerksam - und waren sehr beeindruckt: "Ein Kunstwerk wollen sie sogar für Berlin haben. Ist das nicht toll?", fragt Kober. Er persönlich kann die Begeisterung der Berliner Kollegen gut nachvollziehen. Das Kunstwerk am Hexenturm hob sich für ihn von den anderen Installationen ab. "Vom Niveau her könnte das nationale Bedeutung haben", meint er und behielt durch das Interesse der Berliner recht.

Die wahren Highlights der beiden Organisatoren betreffen jedoch keine Lichtinstallationen. Für Rainer Kober war es die harmonische Teamarbeit, die "Kronach leuchtet" so weit nach vorne gebracht hat. Neben den 70 Studenten, die beim Aufbau halfen, arbeiteten 100 bis 200 weitere Leute aus der Region mit: "Viele ehrenamtliche Helfer, die voller Begeisterung dabei sind", lobt Kober.

Für Cheforganisator Markus Stirn waren die zufriedenen Gesichter der Besucher das Highlight schlechthin. Mit vielen hat er sich persönlich unterhalten und traf auch auf Leute aus Garmisch-Patenkirchen und Hamburg, die eigens wegen "Kronach leuchtet" gekommen sind. "Wir werden immer überregionaler, das ist wirklich schön", schwärmt er.

Zaubergarten begeistert

Die Auswärtigen waren am meisten von dem Gesamteindruck der Stadt begeistert: Die alten Häuser, in bunte Farben gehüllt, faszinierten. Von den Kronachern selbst bekamen Markus Stirn und Rainer Kober auch eindeutiges Feedback. "Ganz deutlich wurde der Zaubergarten gelobt, den man sonst nicht besichtigen kann", erzählt Kober. Auch die vielen Aktionsflächen wie beispielsweise die Bilderrahmen kamen besonders gut an. "Es sind wirklich kreative Fotos entstanden. Es war dadurch keine statische Sache", beschreibt Stirn. Die Lichtinstallationen waren nicht abgeschirmt. Besucher konnten also in direkten Kontakt mit ihnen kommen. "Es ist nichts kaputt gegangen. Die Besucher sind wirklich vorsichtig damit umgegangen. Die Idee ist also vollkommen aufgegangen", fährt Stirn fort.

Eine durchgebrannte Sicherung war der einzige Ausfall, den "Kronach leuchtet" in diesem Jahr zu verzeichnen hatte. Nach 15 Minuten war aber auch das wieder behoben. "Ich bin sehr zufrieden mit Kronach leuchtet - und zwar rund um", fasst Rainer Kober zusammen. Bis in die heutige Nacht hinein beseitigten die Helfer die letzten Spuren von "Kronach leuchtet". Das farbenfrohe Event ist nun endgültig wieder aus dem Stadtkern verschwunden, doch die bunten Erinnerungen bleiben. "Beflügelt von der grandiosen Stimmung, sind die ersten Ideen für nächstes Jahr schon da", meint Stirn.


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