Eltmann
Fridays for Future

Fridays for Future: Schüler in Eltmann und Ebern aktiv - keine Demonstration

Die Fridays for Future Demonstrationen sind am Kreis Haßberge nicht vorbeigezogen. Die Schüler wollen etwas für ihre Umwelt machen. Anstatt zu demonstrieren, gab es am Freitag einen Umwelttag an den unterfränkischen Realschulen.
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Philipp Muth (links) und Hannes Wittig säubern den Schulteich in Eltmann bei ihrem Umwelttag im Zuge der Fridays for Future- Aktionen.Günther Geiling
Philipp Muth (links) und Hannes Wittig säubern den Schulteich in Eltmann bei ihrem Umwelttag im Zuge der Fridays for Future- Aktionen.Günther Geiling

Am Freitag war an vielen unterfränkischen Realschulen ein Umweltprojekttag. Auf einer Bezirksschülersprechertagung wollten die Anwesenden auf die Fridays for Future Demonstrationen reagieren. Die Schülersprecher fanden, dass es an der Zeit ist, zu handeln. Der Ministerialbeauftragte für Realschulen in Unterfranken, Karlheinz Lamprecht, "hat dieser Idee auch schnell zugestimmt", sagte die Schülersprecherin Valerie Eske vom Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt , die diesen Tag mit initiiert hatte (wir berichteten).

Auch die SMV der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule Ebern hatte überlegt und sich für eine Müllsammelaktion entschieden. Die beiden letzten Schulstunden am Freitag vor den Osterferien sollten dazu genutzt werden, achtlos fortgeworfenen Müll im Stadtgebiet Ebern zu sammeln und wenigstens ein Quäntchen zur Erhaltung unserer Umwelt beizutragen.

Viel Müll gefunden

Jahrgangsstufenweise schwärmten die Schüler aus: in das Gelände um das Schwimmbad, zum Kasernengelände, nach Eyrichshof und bis zum jüdischen Friedhof auf dem Steinberg. Ausgestattet mit Zangen, Gummihandschuhen und Müllsäcken machten sich an die 400 Sammler an die Arbeit - sie wurden nur zu erfolgreich fündig. Mit jedem Stück Abfall, das man in die Hand nimmt und entsorgt, bewirkt man etwas. Ein etwas anderer Friday for future, aber nichtsdestoweniger auch effektiv.

In der Wallburg-Realschule in Eltmann gab es ein breiteres Programm. Die Aula war überfüllt, als Nadine Schubert, die Autorin des Buches "Besser leben ohne Plastik", ihren Vortrag hielt. Später gab dann Georg Pflaum Informationen zum "Nutzen der Bienen und der Imkerei". Alle 23 Klassen hatten sich interessante Themen ausgewählt, führten Aktionen durch und waren selbst auf dem Schulgrundstück tätig.

Verschiedene Projekte

Einige Klassen beschäftigten sich mit dem Trinkwasser und erfuhren viel Neues bei der Führung durch das Wasserwerk. Andere bauten Nistkästen, legten Gemüsebeete an, pflanzten Bäume und säuberten die Natur entlang des Maines. Auch über Tetrapack-Upcycling oder Handy-Rohstoffe konnten sich die Schüler informieren.

Zusätzlich gab es Experimente zu Mikroplastik. Einige Schüler drehten sogar einen Film über Müll im öffentlichen Raum.

Andere Schüler waren am Schulteich tätig, der von einer 10. Klasse im Jahr 2016 angelegt worden war. Er war vielleicht in letzter Zeit doch etwas vernachlässigt worden und wurde deswegen wieder etwas aufgefrischt.

Hannes Wittig und Philipp Muth gingen voran, säuberten den Teich von Ästen und Gras zwischen den Sandsteineinfassungen und fischten so Mancherlei von der Wasseroberfläche. Anschließend sorgte man für eine neue Bepflanzung am Teich.

Welche Pflanzen für Bienen?

Eine größere Aktion gab es mit der Firma John aus Bamberg, die inzwischen eine Partnerschaft mit der Schule eingegangen ist und als Ansprechpartner bei allen Maßnahmen im Außenbereich, Schulgarten und bei Pflanzungen helfen will. Dazu zählte aktuell die Beteiligung am Schulwettbewerb "grünes Licht für Bienen".

Die zehnten Klassen informierten sich dabei über eine ganze Liste von Pflanzen und Kräutern, die möglichst lange blühen und den Bienen damit auch Nahrung geben. Dazu zählte die Cornelkirsche, die als erste im Frühjahr blüht, genauso wie die Vogelbeere, die Katzenminze oder der Wiesensalbei - alles Pflanzen, die nicht mehr so "in" seien. rh/gg



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