Neunkirchen am Brand
Partnerschaftstreffen

Kreis Forchheim: Königliche Fanfare erklingt zum Freundschaftskonzert

Über den Musikverein in Neunkirchen am Brand war die politische Partnerschaft mit Deerlijk entstanden. Bei einem musikalischen Freundschaftsabend wurde auch daran erinnert.
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Bert Schelfout spricht Grußworte. Foto: Petra Malbrich
Bert Schelfout spricht Grußworte. Foto: Petra Malbrich
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Es gefällt, was die "Brauhausmusikanten", eine Abteilung der Neunkirchener Jugend- und Trachtenkapelle, und ihre belgischen Freunde, die königliche Fanfare aus Deerlijk, bei ihrem gemeinsamen Freundschaftskonzert in der Turnhalle der Grundschule in Neunkirchen am Brand zum Besten gaben. "Sie können spielen", ist der einstimmige Tenor während und nach dem Konzert. Sie, das sind beide Musikkapellen, mit denen auch die politische Partnerschaft ihren Anfang nahm. Vor 36 Jahren waren die Neunkirchener Musiker in Deerlijk in Belgien und wurden dort untergebracht. Eine Freundschaft entwickelte sich. Auf diese Anfänge, aus der dann die politische Partnerschaft wuchs, wurde in den Ansprachen auf belgischer und deutscher Seite erinnert. "Mit der königlichen Fanfare bestehen schon seit Jahren vor der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde 1983 freundschaftliche Verhältnisse", betonte Bürgermeister Heinz Richter (FW), der die Freunde, den Schöffen (Beigeordneter des belgischen Bürgermeisters), den Dirigenten und auch den Neunkirchener Ehrenbürger Geistlichen Rat Veit Dennert begrüßte. Zu den "Brauhausmusikanten" wollte der Gemeindechef erst im zweiten Teil eingehen, denn diese feiern den zehnten Geburtstag. Das war jedoch nicht Grund für das freundschaftliche Musikkonzert, aber ein schönes begleitendes Ereignis. So konzentrierten sich die belgischen Musiker auf ihre Instrumente, entlockten ihnen zauberhafte Töne, mal langsam und entspannend, übergehend in eine rockige Variante, als das Schlagzeug einsetzte. An das Fußballspiel mit den Neunkirchener Freunden erinnerte Bert Schelfout, erster Schöffe in Deerlijk, in bestem Deutsch. "Ausnahmsweise haben die Deutschen verloren", fügte er an. Die Freundschaftsbesuche sind durch viele Erlebnisse geprägt. Der beste Weg, andere Menschen zu verstehen, bestehe darin, ihre Welt zu verstehen. Mit der Partnerschaft sei das gelungen. Sie passe zudem zum europäischen Geist. "Wir haben viel mit den deutschen Brüdern gemeinsam", betonte Schelfout unter dem Beifall der Gäste. Gerne höre man die Neunkirchener Geschichten, trinke zusammen Bier, den deutschen Liter oder den belgischen halben Liter, mit Liebe zu Musik und zum Tanz, im Beisammensein herzlicher Familien, die zusammen diese Freundschaft genießen. Auch die junge Generation werde zu dieser Freundschaft bestärkt, betonte Schelfout. Das Wochenende stand ganz für die Freundschaft.

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