Münchaurach
Konzertreihe

Chöre singen für den Frieden

Zum Abschluss des Münchauracher Klosterfrühlings erklang die "Ethnomass for Peace".
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Andrea Kaschel unterstützte den "HerzoChor" unter der Leitung von Gerald Fink als Solistin. Foto: Richard Sänger
Andrea Kaschel unterstützte den "HerzoChor" unter der Leitung von Gerald Fink als Solistin. Foto: Richard Sänger
Wunderbare Chorstimmen für den Frieden gab es zum Abschluss des Münchauracher Klosterfrühlings. Das Konzert wurde auch zu einer Werbung für den Gesang im Chor.

Organisator und Chorleiter Gerald Fink hatte für den letzten Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe zwei unterschiedliche Werke zusammengefasst. Die lateinische Messe "Beati Mites" von Robert Führer gab in ihrer romantischen Tonsprache diesem Zyklus einen besonderen Akzent. In seiner "Ethnomass for Peace" hat Lorenz Maierhofer dagegen Gesänge aus aller Welt vereint und mit Zitaten von Friedensnobelpreisträgern verbunden, die zwischen den Musikstücken vorgetragen wurden. Der "HerzoChor" des Liederkranzes wurde dabei verstärkt durch einen Projektchor der Realschule sowie durch die Percussionisten Jonathan Maier und Peter Philipp.

Wie ein roter Faden zog sich das Thema "Frieden" und die Hoffnung auf eine bessere Welt durch das Konzert. Für die Besucher gab es zudem etwas mehr als eine Stunde Ruhe vor dem Stress des Alltags und zugleich musikalische Entschleunigung auf hohem Niveau. Zu welchen stimmlichen Höchstleistungen der "HerzoChor" fähig ist, das demonstrierten die Chormitglieder gleich zu Beginn ihres Konzerts mit "Kyrie Gloria" (Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen), gefolgt vom "Sanctus Benedictus", bei dem die Sopranistin Andrea Kaschel mit klarer Stimme und zauberhafter Interpretation die Zuhörer berührte.


Gegen Unterdrückung

Die "Ethnomass for Peace" mit American Spiritual Songs und Solisten sowie Drums und Sprecher artikulierte eine besondere Friedensbotschaft. Dazu trugen insbesondere Michael Gunselmann am Keyboard sowie die Percussionisten Jonathan Maier und Peter Philipp und die Solisten bei, die die Klosterkirche besonders bei den Spirituals mit einem besonderen Klang erfüllten.

Die Texte, vorgetragen von Ray Schiele und Alfred Sammetinger vom Rotary-Club, sind Botschaften zur Menschenliebe und zum Frieden, Helfen und Teilen, gegen Unterdrückung und zum gemeinsamen Tun für die Geburt einer neuen Welt. Unter anderem wurden Aussagen von Mutter Teresa, Erzbischof Oscar Romero, Martin Luther King, der guatemaltekischen Menschenrechtsaktivistin Rigoberta Menchú Tum, dem Indianerhäuptling Chief Seattle, Papst Johannes Paul II., Erzbischof Desmond Tutu, dem argentinischen Bürgerrechtler Adolfo Pérez Esquivel und dem nach seinem Tod allgegenwärtigen Nelson Mandela vorgetragen und vom Chor unterstrichen mit afrikanischen Rhythmen, amerikanischen Spirituals, dem indianischen Song "The River is Flowing" und "Sara, Sananina" aus Botswana oder dem bewegenden Lobpreis "Yakanaka Vhangeri".

Mit stehenden Ovationen wurden die beiden Chöre sowie die Solisten belohnt und mussten noch zwei Zugaben singen. Nur schade, dass in der Klosterkirche einige Reihen von Stühlen leer blieben.
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