Herzogenaurach
Sommerkirchweih

Hochstimmung auf Herzogenauracher Kerwa

Am Samstagabend gab es auf dem Herzogenauracher Festgelände fast kein Durchkommen mehr. Livemusik für jeden Geschmack.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Besucher hielt es nicht mehr auf den Bänken. Foto: Richard Sänger
Die Besucher hielt es nicht mehr auf den Bänken. Foto: Richard Sänger
+21 Bilder
Am Gesichtsausdruck des Bürgermeisters war es zu sehen: "Punktlandung" konnte man am Samstagabend lesen und mit zunehmendem Abend war Party-Stimmung auf der Herzogenauracher Sommerkirchweih angesagt.

Das Wetter passte, die Leute waren gut drauf und an den Essensbuden bildeten sich Schlangen. Der zweite Kirchweihsamstag dürfte wohl der am besten besuchte Tag der Sommerkirchweih gewesen sein. Die Feierwütigen drängten sich vor der Bühne und den Kellern und teilweise war nahezu kein Durchkommen möglich.

Aber auch an den Gesichtern der Schausteller war Zufriedenheit abzulesen. Schließlich ging eine Kirchweihwoche zu Ende, die nur an einem einzigen Abend unter schlechtem Wetter zu leiden hatte und an dem die Kirchweihbesucher vorzeitig nach Hause geschickt wurden.

Auf der Bühne stand am Samstagabend mit "Faded Glory" wieder eine Herzogenauracher Band in klassischer Rock-Besetzung. Dabei kamen die Fans bei den besten Songs aus 40 Jahren voll auf ihre Kosten.

"Schöner als der Berg"

Der Auftritt dürfte bei Sänger Bernhard Wilfer für Muskelkater sorgen. Der Ex-Stadtrat turnt über die Boxen wie ein 15-Jähriger. Der soll nur aufpassen, dass er sich nicht die Haxn bricht, er ist ja auch nicht mehr der Jüngste", meinte der Rudi zu seinem Freund Bert am Heller-Keller. Dem Bert gefiel die Musik nicht besonders und er schwärmte von der "Goldenen 17", "des war halt nu a Kerwa, ober heit, nur noch was für die Junga", nörgelte der Bert.

Alexandra, ihre Freundin Kathie und Ronny aus Erlangen schätzten dagegen das abwechslungsreiche Musikangebot bei der Sommerkirchweih. "Es darf sich niemand beschweren, schließlich ist von Blasmusik bis Rockmusik alles geboten und wenn ich nur eine bestimmte Musik will, komm ich an dem entsprechenden Tag nicht her oder such mir abseits einen Platz. Die Herzogenauracher Kerwa ist viel schöner als der Berg", meinte Kathie, die bei Schaeffler arbeitet und sich meist mit Arbeitskollegen im Weihersbach trifft.

Vor der Bühne tummelten sich nahezu alle Altersgruppen. Was natürlich Michael Gallmetzer (Gitarre und Gesang), Jörg Hilse (Keyboard und Gesang), Uwe Körber (Bass), Michael Hubert (Drums) sowie Alex Bucher und Bernhard Wilfer noch mehr anspornte. Das Programm mit Hard-Rock, Soft-Songs und rauen Gitarrenklängen schien dem Großteil der Kirchweihbesucher zu gefallen.

Auf dem Polsterkeller - schlecht für diejenigen, die genau an der Schnittstelle saßen, gab es mit der Gruppe "Caña que que" eine ganz andere Stilrichtung. Mit der Erlanger Band wurde den Besuchern ein Latino-Abend geboten und zog ebenfalls Kirchweihbesucher aller Altersgruppen und vor allem ausländische Mitbürger an. Egal ob aus Kuba, Panama, Kolumbien oder Mexico, die Band hatte für jeden etwas im Programm und deshalb wurde vor der Bühne auch gern getanzt.

Der schöne Sommerabend tat sein Übriges, die Leute waren gut drauf und vor der Bühne wurde skandiert: "Wir wollen feiern", was Bernard Wilfer wieder auf eine der großen Boxen springen ließ.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren