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Gerhard Schröder bekommt Hochzeitsgeschenk aus Bamberg: Russische Firma kauft Porträt

Der Künstler Cleff III. hatte den Altkanzler vor Jahren porträtiert. Nun hat ein russischer Konzern Gerhard Schröder das Bild zur Hochzeit geschenkt.
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Das Hochzeitsgeschenk für den Altkanzler: Gerhard Schröder porträtiert vom Bamberger Künstler Cleff III.   (2007). Foto: Cleff III.
Das Hochzeitsgeschenk für den Altkanzler: Gerhard Schröder porträtiert vom Bamberger Künstler Cleff III. (2007). Foto: Cleff III.
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Zuletzt schlummerte das 1,20 mal 1 Meter große Gemälde fein säuberlich zusammengerollt im Keller des Bamberger Künstlers Cleff III. So richtig hatte wohl auch der 70-Jährige nicht mehr daran geglaubt, dass sein Porträt, das er bereits vor elf Jahren von Gerhard Schröder gemalt hatte, noch einmal zu einiger Berühmtheit kommen würde.

Bamberger Gemälde in Berlin

Doch als nun der Altkanzler Soyeon Kim ehelichte und dies am vergangenen Freitag im Adlon in Berlin gebührend gefeiert wurde, tauchte auch das Gemälde aus dem Keller des Bamberger Künstlers unter den Hochzeitsgeschenken auf.

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"Ich habe tief Luft geholt und mich sehr gefreut", sagt Cleff III. über den Kauf. Er hatte bereits im Mai die Verantwortlichen beim russischen Energiekonzern Rosneft auf das nach einer Fotovorlage gemalten Porträt aufmerksam gemacht und als mögliches Hochzeitsgeschenk für Schröder, den Aufsichtsratsvorsitzenden des Konzerns, angepriesen.

Schröder angetan von Bamberger Porträt

Das Interesse der russischen Firma an dem Werk war groß - denn der Künstler hatte auch ein Foto des Bildes mitgeschickt, das Schröder bereits 2009 bei der Enthüllung des "Apoll" von Markus Lüpertz vor der Bamberger Elisabethenkirche signiert hatte. Schröder war laut dem Künstler damals schon sehr angetan von dem Gemälde.

Der Konzern Rosneft wollte schließlich das Porträt erwerben. Nach einiger Korrespondenz habe man sich beim Kaufpreis auf einen "goldenen Mittelweg" geeinigt, schildert Cleff III. die Verhandlungen ohne konkret zu werden. Ein Unternehmensvertreter brachte das Bild von Bamberg nach Berlin, wo sich auch Cleff III. am Tag nach der Hochzeitsfeier mit Schröder im Adlon traf. Es sei ein angenehmes Gespräch gewesen. "Das Porträt hat ihm gut gefallen", berichtet der Künstler.



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