Stangenroth
Rückblick

Stangenrother Geschichte in Bild und Wort

Der Stangenrother Vereinsring hat eine Chronik herausgegeben. Sie wirft einen Blick auf das gesellschaftliche Leben in dem Ort.
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Berthold Kleinhenz sucht in seinem Bilderfundus passende Fotos für die Stangenrother Chronik. Foto: Ernst Dettmer
Berthold Kleinhenz sucht in seinem Bilderfundus passende Fotos für die Stangenrother Chronik. Foto: Ernst Dettmer
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Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) ist der erste, dem André Keßler als Vorsitzender des Stangenrother Vereinsrings die neue Chronik Stangenroths überreicht: Stangenroth, ein Rückblick über die Zeit seit den 70er Jahren. "Ich finde es immer wieder wichtig, dass in dieser so schnelllebigen Zeit historische Ereignisse gesammelt werden", sagte Bug.

Es ist die zweite Chronik von Stangenroth, die der Stangenrother Vereinsring herausgibt. "Die erste, 1988 erschienene Chronik gab einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung Stangenroths, dieses Mal stehen das gesellschaftliche Leben und die Vereinsaktivität der letzten 40 Jahre im Mittelpunkt", erklärt Keßler das 180 Seiten starke Büchlein. Am Beginn des Werkes steht die Aufarbeitung der verlorenen Selbstständigkeit Stangenroths, die über Jahre hinweg das Dorf bewegte: hier betrachtet aus der Sicht der Politiker, der Stangenröther Bürger und der Narren zur Faschingszeit. Die neue Chronik erinnert, bisweilen augenzwinkernd, weiter an viele Ereignisse, die es in den zurückliegenden Jahren wert waren, in der Tagespresse erwähnt zu werden. Vieles davon ist auch wieder in Vergessenheit geraten.

In dem Büchlein gibt die umfangreiche Restaurierung der Pfarrkirche in den 80er Jahren den Herausgebern Anlass, auch in die Vergangenheit des Kirchleins zu schwenken. Ausführlich geht das kleine Werk exemplarisch auf zeitgeschichtlicher Reise auf den Trai-Brunnen in der Höhenstraße ein, der seine Bedeutung als lebensnotwendige Wasserquelle für Mensch und Tier verloren und sich gewandelt hat zu einem sommerlichen Spaßbecken für Kinder.

"Kritisch wurde im Vorfeld bei der Zusammenstellung der Chronik der Nachdruck einer Todesanzeige aus den 80er Jahren gesehen", weiß Keßler. " Es soll die größte Todesanzeige eines verstorbenen Stangenröthers sein und keiner örtlichen Persönlichkeit gegolten haben." Ferner erinnert Karl Albert in dem Bändchen an den 50. Jahrestag, als ein amerikanisches Flugzeug fast in Stangenroth abgestürzt wäre und einen Bauern in arge Bedrängnis brachte.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Geistlichkeit, angefangen vom letzten Pfarrer der damals eigenständigen Pfarrei Stangenroth, Oswald Grätz. Persönlichkeiten, die Stangenroth besonders prägten, werden ebenfalls hervorgehoben: sei es politisch, musikalisch oder künstlerisch gewesen.

Berthold Kleinhenz, ein leidenschaftlicher Fotograf, der viele Stationen im Stangenröther Leben festgehalten hat, durchstöberte sein umfangreiches Ar-chiv und konnte mit vielen Aufnahmen so manchen Artikel bildlich unterlegen.

Die Chronik ist erhältlich in Stangenroth in der Raiffeisenbank, im Gardinenfachgeschäft Wehner, im Getränkemarkt Alex Metz, in der Tankstelle Schneider und in Burkardroth im Elektrofachgeschäft Zehe.


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