LKR Bamberg

Sicherer Ort für 22 Jugendliche

Das Erlebnispädagogische Kompetenzzentrum Wolfsschlucht wurde offiziell eingeweiht
Artikel drucken Artikel einbetten
In strahlender Sommersonne fand die Einweihungsfeier für das Erlebnispädagogische Kompetenzzentrum Wolfsschlucht statt. Am Rednerpult Emil Hartmann  Foto: Pressestelle/Steffen Schützwohl
In strahlender Sommersonne fand die Einweihungsfeier für das Erlebnispädagogische Kompetenzzentrum Wolfsschlucht statt. Am Rednerpult Emil Hartmann Foto: Pressestelle/Steffen Schützwohl

Nach dem Bürgerfest am 17. Mai folgte nun der offizielle Akt: Das neue Erlebnispädagogische Kompetenzzentrum in der ehemaligen Jugendherberge Wolfsschlucht wurde im Beisein von Staatsministerin Melanie Huml, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Oberbürgermeister Andreas Starke feierlich eingeweiht.

Rund zwei Jahre nach dem Spatenstich hatte das neue erlebnispädagogische Kompetenzzentrum unter der Trägerschaft des Don-Bosco-Jugendwerks Bamberg am 2. März den Betrieb aufgenommen. Die Einrichtung bietet in zwei Gruppen jeweils elf männlichen Jugendlichen eine (vorübergehende) Heimstatt. Die eine Gruppe setzt sich aus einheimischen Jugendlichen zusammen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zu Hause leben können. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Zusätzlich zu den zwei Wohngruppen gibt es einen integrativen Bereich im Erdgeschoss, der Begegnungen zwischen Geflüchteten, einheimischen Hausbewohnern und Jugendlichen aus der Stadt ermöglicht - durch gemeinsame Aktivitäten. Betreut werden die Jugendlichen rund um die Uhr von zehn Pädagogen unter der Leitung von Milan Krieglstein.

Hohe Förderung

"Danke" war wohl das am häufigsten verwendete Wort in den Reden und Grußworten, angefangen von Oberbürgermeister Andreas Starke bis hin zu Milan Krieglstein, dem Leiter der neuen Einrichtung des Don-Bosco-Jugendwerks. Der Dank der Stadt Bamberg galt zuvorderst dem Bund, denn ohne die großzügige Förderung aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" wäre das Projekt nicht möglich gewesen: Von den Gesamtkosten von 4,07 Millionen Euro stammen 3,6 Millionen Euro aus diesem Fördertopf. Dank galt aber auch dem Freistaat Bayern, denn dieser hatte die Wolfsschlucht ganz oben auf die Prioritätenliste für das Förderprogramm gesetzt.

So sprach dann auch Staatsministerin Melanie Huml von einem "wunderbaren Ort, um Jugendlichen neu Heimat zu geben. Ein Ort, der allein schon durch seine wundervolle Lage dazu beiträgt, auch an der Seele zu gesunden."

Emil Hartmann, Leiter des Don-Bosco-Jugendwerks Bamberg, bezeichnete die neue Wolfsschlucht als einen für die Jugendlichen "sicheren und motivierenden Ort". Wie die Motivierung mithilfe der Erlebnispädagogik gelingt, schilderte abschließend Milan Krieglstein anhand von konkreten Beispielen. red

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren