Coburg
Freisprechung

Erst Lehre, dann ein Hit: Warum ein Rapper ein Vorbild ist

Die Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung für Coburg Stadt und Land sprach im Ausbildungszentrum der Handwerkskammer acht ehemalige Lehrlinge frei. Mit dem Preis der Regierung von Oberfranken wurde Fe...
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Per Handschlag wurde besiegelt, dass sie nun Gesellen sind: Die Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung für Coburg Stadt und Land sprach acht Lehrlinge frei.  Foto: Wolfgang Desombre
Per Handschlag wurde besiegelt, dass sie nun Gesellen sind: Die Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung für Coburg Stadt und Land sprach acht Lehrlinge frei. Foto: Wolfgang Desombre
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Die Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung für Coburg Stadt und Land sprach im Ausbildungszentrum der Handwerkskammer acht ehemalige Lehrlinge frei. Mit dem Preis der Regierung von Oberfranken wurde Ferdinand Vogt ausgezeichnet.

Für die Junggesellen sei die Freisprechung ein großer Tag auf den zwei oder drei Jahre lang hart hingearbeitet hätten, sagte Kreishandwerkermeister Jens Beland. Diese Anstrengung hätte sich jedoch gelohnt, sie hätten das erste Ziel erreicht und den Grundstock für ihre berufliche Zukunft gelegt. In Oberfranken werden in den nächsten zehn Jahren mehrere Tausend Betriebe zur Übergabe anstehen.

Die Aussage, dass das Handwerk einen goldenen Boden hat, stimme noch heute. Die Handwerksbetriebe, so Beland, hätten derzeit eine Auslastung von sechs bis acht Wochen. Dies zeige, dass das Handwerk auch in der Zukunft gebraucht wird. Ihm sei nicht bange, dass die die massiven Veränderungen in den nächsten Jahren gemeistert werden können. "Wir haben einen tollen Beruf, denn wir sehen, was wir geschaffen haben", betonte der Kreishandwerkermeister. Aus jedem Bezirk schlage die Kreishandwerkschaft einen verdienten Ausbilder vor. Für seine Verdienste in der Ausbildung wurde Frank Schillig mit der Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ausgezeichnet.

Der Abschluss der Berufsausbildung, auf den alle lang hingearbeitet hätten, sei nun gekommen, hob Oberstudiendirektor Gerhard Schmid, Leiter der Staatlichen Berufsschule I, in seinem Grußwort hervor. Er stellte den Weg des Rappers Bushido heraus, der in einem Song auch seine Ausbildung zum Maler und Lackierte erwähnt und jedem rät, eine Ausbildung zu machen.

Zuerst habe der Rapper, so Schmid, seine Ausbildung absolviert und dann einen Hit geschaffen. Die jungen Gesellen sollten sich ein Beispiel nehmen, einen Hit meistern und ihren Kunden den Wunsch von den Augen ablesen, vor Herausforderungen nicht zurückschrecken oder auch ihren Meister im Handwerk machen. Sie alle hätten einen tollen und dankbaren Beruf ausgewählt, betonte der Schulleiter. Das Handwerk lege großen Wert auf Tradition, aber es verändere sich auch heute alles sehr schnell, so Schmid.

Aufnahme per Handschlag

Die frischgebackenen Gesellen haben nach den Worten von Landesinnungsmeister Roland Morgenroth drei Ziele erreicht: Kindergarten, Schule und Ausbildung. Sie alle hätten den schönsten Handwerksberuf gelernt, denn am Ende des Tagen würden sie das sehen, was sie geleistet haben. Bezirkslehrlingswartin Sabine Schelhammer berichtete über den Auflauf der Gesellenprüfung Sommer 2019.

Die Aufnahme in den Gesellstand erfolge bei der Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung für Coburg Stadt und Land traditionell mit einem Händedruck des Obermeisters, sagte Hugo Schamberger. Der Obermeister blickte auf die Lehrjahre zurück, wo die Lehrlinge wohlbehütet von Gesellen und Meistern arbeiten. Nun müssten sie für ihre Firma Geld verdienen, sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten und einmal selbst Lehrlinge ausbilden. des

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