• Wetterexperte Dominik Jung gibt erste Wetterprognose für den Sommer ab
  • "Düstere Aussichten": Droht uns ein schwerer Unwetter-Sommer 2022?
  • Extreme Wetterschwankungen angekündigt

Der Frühling ist da und schon hat der Wetterexperte Dominik Jung neue Prognosen für den Sommer 2022 parat. Er stellt "düstere Aussichten für den kommenden Sommer" fest. Es drohen "etliche Starkregenereignisse".

Wetterexperte mit Sommer-Prognose: hohes Unwetterpotenzial

Auf der Südhalbkugel ist derzeit Sommer und Australien erlebt momentan einen der schlimmsten Sommer in seiner Geschichte. Erst hat es im Januar Hitzerekorde geben, zum ersten Mal fiel die 50-Grad-Marke zu dieser Jahreszeit. Nun gehen im Osten des Kontinents historische Regenfälle nieder, die bereits mehrere Todesopfer forderten.

Auslöser für das Extremwetter war ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet. In einigen Gegenden hatte es innerhalb von wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr. In Queensland fielen beispielsweise rund 80 Prozent der gesamten Jahresmenge an Regen binnen 72 Stunden. Lokal waren das mehr als 1000 Liter Regen pro Quadratmeter. Ganze Häuser, Restaurants und Tankstellen sind bis zur Dachspitze in den Fluten verschwunden. 

Zum Vergleich: Bei der Flut im Sommer 2021 in Deutschland fielen "nur“ 150 bis 200 Liter Regen. Die Folgen waren dennoch verheerend.

Jung: "Düstere Aussichten für den kommenden Sommer"

Auch in Deutschland könnte der kommende Sommer 2022 sehr warm ausfallen - und dazu aber auch viel Feuchtigkeit mit sich bringen, erklärte Dominik Jung in seiner deprimierenden ersten Wetterprognose für die Jahresmitte. Das würde wieder auf etliche Starkregenereignisse und andere Unwetter hindeuten. 

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Der Meteorologe spricht von "düsteren Aussichten für den kommenden Sommer." Demnach rechneten die Wettermodelle einem bis zu 2 Grad wärmeren Sommer als in den Jahren 1991 bis 2020 - und das seien ohnehin schon sehr warme Jahre gewesen. Zudem soll es mehr Niederschlag geben. "Das hört sich alles ein wenig wie in den Tropen an: sehr warm und feucht. Wir haben es aber ja in den vergangenen Sommer gemerkt: die Extreme haben immer mehr zugenommen. Erst wurde es sehr trocken, dann gab es heftige Sturzfluten. Den traurigen Höhepunkt gab es im vergangenen Juli. Es gab viele Opfer und hohen Sachschaden", so Jung. 

Das Potenzial für einen gefährlichen Unwettersommer sei auch in diesem Jahr wieder hoch, fasst der Wetterexperte zusmmane: "Da sollten wir uns nichts vormachen. Generell sagen die aktuellen Forschungsergebnisse, dass Starkregenereignisse immer häufiger und heftiger werden." Vor ein paar Tagen sei Deutschland mit einer starken Sturmwetterlage konfrontiert gewesen, es habe gleich drei Stürme mit Orkanböen gegeben. Das aktuelle Wetter sei das genaue Gegenteil - total ruhig, sonnig und zunehmend trocken sein. "Es sind gerade diese extremen Wetterschwankungen, die uns in den nächsten Jahren immer öfters begegnen werden", warnt Jung.

Wetter-Langfristmodelle schließen "Hitzeperioden" nicht aus: So werden Frühling und Sommer

Damit schließt sich Dominik Jung weitgehend den langfristigen internationalen Wetterberechnungen an, die wetterprognose-wettervorhersage.de gesammelt hat. Laut NASA-Langfristprognose soll der Frühling 2022 hierzulande um bis zu 3 Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose sei eher unauffällig und im Trend leicht zu trocken. Für das Wetter im Sommer 2022 berechnet die NASA eine Abweichung der Temperaturen von +1,0 bis +2,0 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Demnach wären Hitzeperioden nicht auszuschließen. Eine Dürre oder eine ausgeprägte Trockenheit lasse sich aktuell aufgrund einer normalen Niederschlagsprognose nicht ableiten.

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Die Langfristprognose des europäischen Vorhersage-Modells erwartet mit einer Differenz von +2,0 bis +3,0 Grad einen deutlich zu warmer Verlauf des Frühlings.  Hier fällt die Niederschlagsprognose eher durchwachsen und tendenziell nur leicht zu trocken aus.

Für den bevorstehenden Sommer simulieren die Modelle Temperaturabweichungen von +1,0 bis +2,0 Grad. Der Sommer habe im Juni so seine Startschwierigkeiten, komme dann aber nach dem Wettertrend der Europäer ab der zweiten Juli-Hälfte so richtig im Schwung und kann für einen deutlich zu warmen Hochsommer und August sorgen. Die Niederschlagsprognose sei gegenüber dem vieljährigen Mittelwert allerdings unauffällig.

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