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Kinder-Medikamente bei Stiftung Warentest: Von gut bis gefährlich ist alles dabei

Kinder sind häufig krank und haben kleinere oder größere Blessuren. Stiftung Warentest hat Kinder-Medikamente getestet. Welches die besten Mittel für Ihre Kinder sind und von welchen Sie besser die Finger lassen, verraten wir Ihnen in unserem Artikel.
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Die besten Medikamente für Ihre Kinder: Stiftung Warentest hat getestet. Bild: pexels/ Polina Tankilevitch

Wenn ein Kind krank wird und keine schnelle Besserung eintritt, greifen viele Eltern zu Medikamenten. Ob Schnupfen, Husten, Fieber oder Durchfall: In den Apotheken gibt es viele Kinder-Medikamente, und zwar auch rezeptfrei. Doch rezeptfrei bedeutet nicht gleich harmlos: Die Stiftung Warentest hat Kinder-Medikamente getestet und verrät, worauf Sie achten müssen.

Dass Kinder häufig krank werden ist weder eine Neuigkeit, noch liegt in den meisten Fällen eine schwerwiegende Erkrankung vor. Auch Blessuren wie Schürfwunden gehören zum Kinder-Alltag. Doch was, wenn die Selbstheilungskräfte Ihrer Kleinen nicht mehr ausreichen? Dafür gibt es viele Medikamente extra für Kinder, doch nicht alle davon sind harmlos. Wir verraten Ihnen, welches die besten Kinder-Medikamente sind und von welchen Sie besser die Finger lassen sollten.

Vorsicht bei rezeptfreien Medikamenten

Viele Eltern sind verunsichert, wenn sie ihren Kindern das erste Mal Medikamente geben wollen. Generell gilt: Sprechen Sie vor einer Medikamentengabe immer zuerst mit Ihrem Apotheker darüber! Wenn bei Ihrem Kind ein Symptom zum ersten Mal auftritt, Sie die Beschwerden nicht richtig zuordnen können oder die Schmerzen besonders stark sind, müssen Sie umgehend einen Arzt kontaktieren.

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In den Apotheken sind viele Medikamente, auch für Kinder, rezeptfrei erhältlich. Wer allerdings rezeptfrei mit harmlos verwechselt, der irrt. Werden rezeptfreie Medikamente leichtfertig und damit falsch verabreicht, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Bei Durchfall wird oft der Wirkstoff Loperamid - das bekannteste Medikament ist Imodium - eingesetzt, welcher in das zentrale Nervensystem eindringen kann. Bei Übelkeit und Erbrechen häufig eingesetzte Antihistaminika wie zum Beispiel Diphenhydramin oder Dimenhydrinat können Krampfanfälle auslösen und sollten nur von einem Arzt verschrieben werden. Das bekannte Schmerzmittel Paracetamol  ist eine der häufigsten Ursachen für Arzneimittelvergiftungen in Deutschland. Halten Sie also die empfohlene Dosis immer streng ein.

Das sind die besten Kinder-Medikamente

Ob  Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Husten, Schnupfen oder Wunden, wir verraten Ihnen, welche Medikamente die besten für Ihr Kind sind. Die Stiftung Warentest hat insgesamt über 1000 Medikamente auf ihre Eignung für Kinder untersucht, im aktuellen Test wurde 80 Kinder-Medikamente geprüft. Wir sagen Ihnen, welche die besten Kinder-Medikamente sind, gegliedert nach Beschwerden.

Fieber und Schmerzen

Für die Behandlung von Fieber und Schmerzen bei Kindern eignen sich Säfte am besten. Sie sind von Kindern leichter einzunehmen als Tabletten und lassen sich gut dosieren. Bei Zäpfchen wird der Wirkstoff unterschiedlich ins Blut aufgenommen und der Erfolg ist damit nicht garantiert.

Der Ibuflam Kindersaft 20mg/ml von Winthrop* ist gut für die kurzzeitige Behandlung von Fieber bei Kindern geeignet. Er enthält den Wirkstoff Ibuprofen und senkt das Fieber. Der Kindersaft kann ab fünf Kilo Körpergewicht verabreicht werden. Beachten Sie die angegebene Dosierung genau.

Der Paracetamol Saft 1A Pharma* wirkt gegen Fieber und Schmerzen bei Kindern. Er enthält den Wirkstoff Paracetamol und kann ab sieben Kilo Körpergewicht verabreicht werden. Beachten Sie auch hier die Dosierung genau.

Schnupfen

Medikamente gegen Schnupfen können die Erkältung nicht heilen, aber die Symptome lindern. Sie dienen dazu, die Nasenschleimhaut zu befeuchten oder abschwellen zu lassen, wobei sie jedoch nur kurzzeitig eingesetzt werden sollten. Sie sollten zudem auf Mittel mit Konservierungsmitteln verzichten.

Mit dem Olynth salin Nasendosierspray ohne Konservierungsstoffe*sind Sie auf der sicheren Seite. Sie können damit die Nasenschleimhaut von Säuglingen und Kleinkindern befeuchten und reinigen. Der enthaltene Wirkstoff ist eine isotonische Kochsalzlösung.

Für Kinder ab einem Jahr können Sie das Nasivin Nasenspray ohne Konservierungsstoffe für Kleinkinder* mit dem Wirkstoff Oxymetazolin verwenden. Und für Kinder ab zwei Jahren ist das Nasenspray sine AL 0,5 mg/ml* mit dem Wirkstoff Xylometazolin geeignet.

Husten

Für Kinder gibt es sowohl pflanzliche als auch synthetische Mittel gegen Husten. Beide sind laut Stiftung Warentest allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen, da ihre Wirksamkeit erst noch besser belegt werden muss. Daher sehen auch wir von einer Empfehlung bestimmter Hustenmittel ab. Generell gilt aber, dass Sie bei Kindern unter zwei Jahren immer nur in Absprache mit einem Arzt ein Hustenmittel verabreichen und natürlich Mittel mit Alkohol vermeiden.

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Wunden

Kleinere Schürfwunden oder Verletzungen können zuhause selbst versorgt werden. Salben, Sprays oder Lösungen mit Kamille, Zinkoxid oder Dexpanthenol können die Heilung unterstützen. Achten Sie immer darauf, die Wunden keimfrei zu versorgen und diese nur zu betupfen oder zu benetzen.

Der Klassiker unter den Wundheilsalben ist die Bepanthen Wund- und Heilsalbe* mit dem Wirkstoff Dexpanthenol. Schon ab dem Säuglingsalter kann damit wunde Haut behandelt werden.

Auch mit der "Kamillin Extern Robugen Lösung Bad"*, welche den Wirkstoff Kamille enthält, kann wunde Haut ab dem Säuglingsalter behandelt werden. Das Mittel wird einfach in Wasser gelöst und als Badezusatz verwendet.

Die Mirfulan Wund- und Heilsalbe* kann ebenfalls ab dem Säuglingsalter zur Behandlung wunder Haut verwendet werden und enthält den Wirkstoff Zinkoxid. 

Übelkeit und Erbrechen

Auch Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen sollten niemals ohne ärztlichen Rat verabreicht werden, da sie auch im Gehirn wirken und bei Kleinkindern oder einer falschen Dosierung gefährliche Nebenwirkungen und sogar Atemstillstand verursachen können. Aufgrund der Gefährlichkeit können wir hier ebenfalls keine Empfehlung aussprechen.

Den kompletten Kinder-Medikamente-Test der Stiftung Warentest finden Sie gebührenpflichtig auf der offiziellen Stiftung Warentest-Webseite.

Auch interessant: Was hilft bei Erkältungen wirklich? Stiftung Warentest rät von 3 beliebten Medikamenten ab.

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