Ohne Einspeisevergütung lohnt sich kein Balkonkraftwerk? Falsch gedacht. Der Eigenverbrauch ist der wahre Hebel – und die Ersparnis kommt schneller, als viele denken.
Balkonkraftwerke boomen – doch ein Missverständnis hält sich hartnäckig: Ohne Einspeisevergütung lohne sich eine Stecker-Solaranlage angeblich nicht. Tatsächlich ist bei Balkonkraftwerken meist das Gegenteil richtig. Der größte finanzielle Vorteil entsteht nicht durch eingespeisten Strom, sondern durch Eigenverbrauch. Wer selbst erzeugten Solarstrom direkt im Haushalt nutzt, muss entsprechend weniger Strom aus dem Netz beziehen.
Gerade bei einem aktuellen Preis von 25 bis 31 Cent pro Kilowattstunde für Haushaltsstrom kann sich das schnell bemerkbar machen. Entscheidend ist also nicht in erster Linie, wie viel Strom eingespeist wird, sondern wie viel davon im eigenen Haushalt direkt verbraucht wird. Schon kleine Anlagen können sich deshalb lohnen – vor allem dann, wenn tagsüber eine konstante Grundlast vorhanden ist oder ein Speicher den Eigenverbrauch erhöht.
Eigenverbrauch statt Einspeisung: So rechnet sich Balkonsolar
Der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit ist der sogenannte Eigenverbrauch: Strom, den die Solarmodule erzeugen und den der Haushalt gleichzeitig nutzt, senkt direkt die Stromrechnung. Anders als bei großen Dachanlagen spielt die Einspeisevergütung bei Balkonkraftwerken meist nur eine untergeordnete Rolle – denn pro eingespeister Kilowattstunde gibt es deutlich weniger Geld, als Netzstrom im Einkauf kostet.
Besonders sinnvoll ist Balkonsolar deshalb für Haushalte, in denen tagsüber Geräte wie Kühlschrank, Router, Gefriertruhe, Homeoffice-Technik oder andere Dauerverbraucher laufen. Wer tagsüber wenig zu Hause ist, kann den Eigenverbrauchsanteil mit einem Speicher erhöhen. Wichtig ist aber: Ein Speicher steigert zwar die Nutzung des eigenen Solarstroms, erhöht aber auch die Anschaffungskosten. Ob er sich lohnt, hängt vor allem vom Verbrauchsprofil und vom Anschaffungspreis ab.
Welche Lösung zu welchem Haushalt passt
Ohne Speicher: sinnvoll für Haushalte mit konstanter Grundlast tagsüber
Mit Speicher: sinnvoll, wenn möglichst viel Solarstrom in die Abend- und Nachtstunden verschoben werden soll
Entscheidend ist nicht die Einspeisung, sondern der direkte Verbrauch im Haushalt
Welche Variante besser passt, zeigt sich meist schon an einer einfachen Frage: Wird der meiste Strom tagsüber oder eher abends verbraucht? Für beide Nutzungsprofile gibt es passende Komplettsets.
Einsteiger-Set: Kleines Kraftwerk Duo XL für Haushalte mit Grundlast am Tag
Das Kleines Kraftwerk Duo XL* eignet sich vor allem für kleinere Haushalte, die tagsüber eine konstante Grundlast haben und den erzeugten Solarstrom direkt verbrauchen können. Das Set besteht aus zwei bifazialen Modulen mit jeweils 500 Watt Peak und kommt damit auf insgesamt 1.000 Watt Peak. Der Hoymiles HiFlow 800 Pro Wechselrichter speist maximal 800 Watt ins Hausnetz ein.
Für einen 1- bis 2-Personen-Haushalt kann das bereits ausreichen, um typische Dauerverbraucher wie Kühlschrank, Router oder Standby-Geräte teilweise mit Solarstrom zu versorgen.
Beispielrechnung für einen 2-Personen-Haushalt: Verbraucht ein Haushalt rund 2.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr und erzeugt das Set – abhängig von Standort, Ausrichtung und Verschattung – etwa 1.000 Kilowattstunden jährlich, werden davon ohne Speicher typischerweise etwa 50 bis 70 Prozent direkt im Haushalt genutzt. Das entspricht rund 500 bis 700 Kilowattstunden Eigenverbrauch. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich daraus eine jährliche Ersparnis von etwa 150 bis 210 Euro. Bei Anschaffungskosten von 317 Euro kann sich das Set damit grob in rund 1,5 bis 2 Jahren amortisieren.
Hinweis: Die Beispielrechnung ist eine Modellrechnung. Tatsächliche Ersparnis und Amortisationszeit hängen unter anderem von Standort, Ausrichtung, Verschattung, Strompreis und dem tatsächlichen Eigenverbrauch im Haushalt ab.
Speicher-Set: Quattro XL mit Anker SOLIX Solarbank 4 Pro für mehr Eigenverbrauch am Abend
Wer tagsüber wenig Strom verbraucht und möglichst viel Solarstrom bis in die Abendstunden nutzen möchte, findet im Quattro XL mit Anker SOLIX Solarbank 4 Pro E5000 * eine leistungsstärkere Lösung. Das Set kombiniert vier bifaziale Module mit jeweils 500 Watt Peak zu insgesamt 2.000 Watt Peak mit einem 5.024 Wattstunden großen LiFePO4-Speicher.
Der enthaltene Smart Meter Gen 2 misst den Stromverbrauch im Haushalt in Echtzeit und hilft dabei, den erzeugten Solarstrom möglichst bedarfsgerecht zu nutzen. So steigt der Eigenverbrauch deutlich – ein Vorteil vor allem für Familien oder Berufstätige, die einen größeren Teil ihres Stroms erst abends benötigen.
Beispielrechnung für einen 4-Personen-Haushalt: Verbraucht eine Familie rund 4.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und erzeugt das System unter guten Bedingungen etwa 2.000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich, können mit Speicher und Smart Meter typischerweise rund 70 bis 80 Prozent davon direkt selbst genutzt werden. Das entspricht etwa 1.400 bis 1.600 Kilowattstunden Eigenverbrauch. Bei einem Strompreis von 37 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich daraus eine jährliche Ersparnis von rund 520 bis 590 Euro. Bei Anschaffungskosten von 1.799 Euro kann sich das Set damit grob in etwa 3 bis 3,5 Jahren amortisieren.
Hinweis: Auch diese Beispielrechnung ist eine Modellrechnung. Wie schnell sich das Set rechnet, hängt unter anderem von Stromverbrauch, Nutzungszeiten, Standort, Verschattung und tatsächlichem Eigenverbrauch ab.
Das Quattro XL-Set im Überblick:
2.000 Watt Peak Balkonkraftwerk mit Speicher Anker SOLIX Solarbank 4 Pro
DasEinsteiger-Set Duo XL* von Kleines Kraftwerk richtet sich an Haushalte, die tagsüber eine konstante Grundlast haben und ihren Solarstrom direkt verbrauchen. DasQuattro XL mit Anker SOLIX Solarbank 4 Pro* eignet sich besonders für alle, die auch abends und nachts vom eigenen Strom profitieren wollen – der integrierte Smart Meter sorgt dafür, dass möglichst wenig Energie ungenutzt bleibt. Wer auf die Einspeisevergütung wartet, lässt mögliches Sparpotenzial ungenutzt – denn derEigenverbrauchist der eigentliche Hebel.
Ohne Speicher lohnt sich Balkonsolar besonders bei Tagesgrundlast
Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch vor allem bei Abendverbrauch
Der wichtigste Hebel ist nicht die Einspeisevergütung, sondern der direkte Verbrauch des Solarstroms im Haushalt
Welche Lösung passt, hängt vor allem von Haushaltsgröße, Verbrauch und Nutzungszeiten ab
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