Warum plötzlich viele Menschen Energydrinks mit Quark mischen

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Energydrinks mit Quark: Ungewöhnliche Kombination plötzlich beliebt
Die ungewöhnliche Kombination aus Energydrink und Quark begeistert aktuell viele vorwiegend jüngere Menschen.
Energydrinks mit Quark: Ungewöhnliche Kombination plötzlich beliebt
KI-generiertes Symbolbild / Gemini

In den sozialen Medien ist ein Hype ausgebrochen: In Videos wird Skyr oder Quark mit einem Energydrink gemischt. Das sorgt für Massenbegeisterung. Was steckt dahinter?

Ein ungewöhnlicher Mix sorgt derzeit auf TikTok für Furore: Fitness-Influencer Johny Münster zeigt in einem Clip mit mehr als 87.000 Aufrufen, wie er Quark oder Skyr mit dem Energydrink Monster zu einem Slushie anrührt. "Ich bin tatsächlich sehr süchtig nach dieser Kombination", sagt er darin. Er mischt "erst etwas Monster" mit einer Portion Quark oder Skyr, gibt Eiswürfel dazu – fertig sei "ein kleiner, netter Slushie". Auf die Frage nach dem Verhältnis nennt Münster 250 Milliliter Energydrink und 150 bis 200 Gramm Milchprodukt. Das ist übrigens der entscheidende Unterschied zwischen Magerquark und Skyr.

Unter seinen und ähnlichen Videos feiern viele Nutzer das Rezept. Kommentare reichen von "Noch geiler ist es mit Monster Mango" über "Geile Combo" bis hin zu "Klingt widerlich, aber schmeckt tatsächlich wie Actimel". Andere loben den günstigen Preis im Vergleich zu Proteinpulver oder berichten, dass das Getränk auch "mit griechischem Joghurt" sehr gut funktioniere. Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, sollte generell zu einer bestimmten Sorte Joghurt greifen.

Energydrink mit Quark vor dem Sport? Behörde rät dringend ab 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt mögliche Risiken durch Energydrinks. Laut Behörde werden unerwünschte Wirkungen von Energy Drinks vor allem durch Koffein ausgelöst. Bei hoher Aufnahme in kurzer Zeit seien Effekte wie Nervosität, Schlaflosigkeit oder Herzrasen möglich. Bereits drei Dosen zu je 250 Millilitern überschreiten die für gesunde Erwachsene als unbedenklich geltende Einzeldosis, warnt das BfR.

Kritisch werde es zudem, wenn Energydrinks in Kombination mit intensiver körperlicher Belastung getrunken werden. In einzelnen Fallberichten seien nach extremem Konsum schwere gesundheitliche Folgen wie Herzrhythmusstörungen beschrieben worden – teils mit Todesfolge. Ob diese ausschließlich auf die Drinks zurückzuführen seien oder ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren vorlag, lasse sich nicht eindeutig bestimmen.

Der Hype ist auch im Einzelhandel angekommen. Wie das Portal Watson berichtet, verzeichnet Lidl eine "spürbar gestiegene" Nachfrage nach Skyr, die Versorgung sei jedoch gesichert. Rewe meldet seit Anfang Februar eine "deutlich erhöhte Nachfrage", in manchen Regionen komme es zu "punktuellen Verfügbarkeitsschwankungen" – ausgelöst durch Social-Media-Trends.

Skyr teilweise nicht mehr in Supermärkten - auch wegen Käsekuchen-Hype 

Von umfassenden Lieferengpässen gehe man aber nicht aus. Skyr sei schon länger ein stark nachgefragtes Produkt, betont eine Sprecherin. Parallel zum Skyr-Monster-Hype geht auf TikTok, Instagram und Facebook bereits der nächste virale Trend um: der sogenannte Japanese Cheesecake.

Wie inFranken.de bereits berichtet hatte , begeistern sich Nutzer weltweit für ein Rezept, das lediglich aus Joghurt und Karamelkeksen besteht. Der Ursprung lässt sich nicht mehr klar zurückverfolgen, sicher ist nur: Japanische Food-Creator machten den Trend groß.

Für die Zubereitung werden die Kekse – häufig Sablé oder Biscoff – in einen Becher Joghurt gedrückt und über Nacht im Kühlschrank gelagert, bis sie weich sind. Wer möchte, verfeinert das Ganze mit Karamellsauce. Das Originalrezept setzt auf griechischen Joghurt, möglich sind aber auch Skyr oder herkömmlicher Naturjoghurt.

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