• Preiserhöhung bei Aldi, Rewe, Edeka, Lidl und Co.: Klopapier könnte teurer werden
  • Die steigenden Preise sollen für Verbraucher deutlich spürbar sein
  • Grund für die Preiserhöhung sind wohl die benötigten Rohstoffe

Leere Regale zierten die Supermärkte im vergangenen Frühjahr 2020: keine Nudeln, kein Desinfektionsmittel, kein Klopapier. Alles wegen Corona. Mehr als ein Jahr später hat sich die Lage beruhigt und Toilettenpapier kann wieder von jedermann nach Bedarf und Belieben eingekauft werden. Doch die Situation könnte erneut umschlagen, denn extreme Preissteigerungen stehen dem Alltagsartikel bevor.

Egal ob Rossmann, dm oder ein anderer Markt: Die Preissteigerungen für das Toilettenpapier drohen in jedem Geschäft.  Wie der Focus berichtet, erklärt Volker Jung, der Geschäftsführer des deutschen Marktführers Hakle, der Lebensmittelzeitung gegenüber, dass die Hersteller ohne Preissteigerungen im Sommer "kaputt" wären. Auch die Branchengiganten Essity (bsp. Zewa, Tempo) und Kimberly-Clark Professional (bsp. Kleenex) schrauben die Preise nach oben. 

Klopapier wird spürbar teurer - was steckt hinter den Preiserhöhungen?

Grund für die Preiserhöhungen sind die Rohstoffe, die für die Produktion von Toilettenpapier benötigt werden. Um genauer zu sein: durch den sogenannten Zellstoff, welcher bis zu 70 Prozent des Preises von Klopapier ausmachen kann. Als eine von drei Wegen der Fasergewinnung wird dieser durch das Kochen eines Holzverbundes in schwefliger Lauge oder Säure herausgelöst, wie es das Bundesumweltamt beschreibt. Die Lauge Nadelholz-Sulfat stellt Medienberichten zufolge eine entscheidende Rolle in der Herstellung von geeignetem Zellstoff dar.

Durch ansteigende Preise für Nadelholz-Sulfat in 2020 erklärt sich ein Teil der Preissteigerung. Allerdings ist auch an diesem bevorstehenden Klopapier-Debakel die Corona-Pandemie nicht ganz unschuldig.

Denn durch die entstehenden Lieferschwierigkeiten, kombiniert damit, dass Zellstoffhersteller in Skandinavien und Kanada Wartungen angekündigt hatten, wird wohl insgesamt weniger Zellstoff zur Verfügung stehen. Über das verkleinerte Angebot hinaus greift, nach Angaben des Focus, auch China vermehrt als Handelspartner ein und sichert sich innerhalb des knappen Angebots Zellstoff. Dadurch verschärft sich die Lage noch mehr.

Hersteller treiben die Preise für Toilettenpapier nach oben: Worauf sich Verbraucher einstellen müssen

Hersteller sehen sich dazu gezwungen, die Preise nach oben zu treiben, da ihr Verhandlungsspielraum entsprechend begrenzt ausfällt. Zusammenfassend treiben also die gestiegenen Produktionskosten und das knappe Angebot die Preise für Zellstoff in die Höhe. Diese spiegeln sich dann in der Packung Klopapier im Drogeriemarkt wider: Dem Focus zufolge muss der Verbraucher mit einer Preiserhöhung von circa 20 bis 50 Cent pro Packung Klopapier rechnen.

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Darüber hinaus kann leider auch noch kein baldiger Abfall des Preises prognostiziert werden, wie der Focus weiter berichtet. Während die Preise für eine Tonne Langfaser-Zellstoff 2006 bei 702 Euro lagen, könnten sie bis zum Sommer dieses Jahres noch auf 1400 Euro klettern.

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