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Corona-Urlaub 2021: Was im Sommer möglich sein wird

Reisen in Corona-Zeiten gestaltet sich durchaus schwierig. Viele Menschen setzen ihre Hoffnung auf den Sommer 2021, in dem sie ihren lang ersehnten Urlaub antreten können. Doch was wird im Sommer möglich sein? Wir haben einen Ausblick für Sie.
 
Urlaub im Jahr 2021: Wird während der Corona-Pandemie das Reisen möglich sein?
Urlaub im Jahr 2021: Wird während der Corona-Pandemie das Reisen möglich sein? Symbolfoto: Jan Vašek / Pixabay
  • Reisen in Zeiten von Corona: Welche Reisen werden möglich sein? 
  • Urlaubs-Trend 2021: Urlaubsziele liegen oft im eigenen Land
  • Urlaub buchen: Darauf sollten Sie achten

Wegen des anhaltenden Lockdowns und der Ausgangsbeschränkungen sehnen sich viele Menschen nach Urlaub. Die Blicke richten sich auf einen Sommerurlaub 2021 - am besten fernab der Corona-Pandemie. Am Strand sitzen, die Wellen rauschen hören oder Berge erklimmen und weiße Gipfel sehen. Doch die meisten Vorhersagen über die erlaubten Reiseziele und die dortigen Verhältnisse gleichen momentan einem Blick in die Glaskugel.

Reisen im Jahr 2021 während Corona: Planen - oder doch den Kopf in den Sand stecken?

Schwierigkeiten bei der Impfstoffbeschaffung, neue Virus-Mutationen, bestehende Reisewarnungen und sich ständig ändernde Einreisebedingungen machen eine genaue Prognose über einen möglichen Sommerurlaub 2021 fast unmöglich. Sollten Sie nun auf gut Glück einen Urlaub während der Corona-Pandemie planen oder lieber gleich den Kopf in den umgangssprachlichen Sand stecken?

Erst seit Kurzem (31.1.2021) gelten für Menschen aus den beliebten Urlaubsländern Portugal, Irland oder Südafrika sogar Einreisesperren, da sich in diesen Ländern Virusvarianten stark ausbreiten. Dennoch seien die Buchungszahlen für den Sommer sogar besser als nach dem Ausbruch der Pandemie im vergangenen Frühjahr, sagt Jürgen Schmude, Professor für Tourismuswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der DW.

Etliche Länder verbieten derzeit die Einreise von Touristen oder machen den Urlaub durch verpflichtende Corona-Tests und Quarantäne unattraktiv. Dadurch müssen die meisten Menschen anders reisen als sonst. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleiben Fernreisen in naher Zukunft die Ausnahme. Und obwohl zwei Drittel der Deutschen ihren Jahresurlaub am liebsten im Ausland verbringen, könnten auch diesen Sommer viele Urlauber von Reisen innerhalb Europas absehen.

Trend zum Urlaub im eigenen Land

"Der Sicherheitsaspekt, der vorher eine geringe Rolle gespielt hat, ist für Urlauber enorm wichtig geworden", meint Tourismusforscher Schmude. Demnach sei die Attraktivität eines Urlaubsziels, neben möglichen Quarantäne-Auflagen, auch abhängig von der Zahl der Corona-Infektionen und der Impfquote vor Ort. Mit Blick auf diese Kriterien wird der Großteil der deutschen Urlauber, wie schon im Sommer 2020, innerhalb des eigenen Landes verreisen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov gaben 40 Prozent der Befragten im Dezember an, 2021 eine Reise im eigenen Land zu planen. Nur 31 Prozent gaben an, eine internationale Reise machen zu wollen. Dennoch verzeichnete der Tourismus in Franken im Corona-Jahr 2020 einen drastischen Umsatzrückgang.

Vom Urlaub im eigenen Land dürfte vor allem der Süden Deutschlands sowie die Küstenregionen profitieren. Laut dem deutschen Ferienhausverband seien beliebte Reiseziele, wie die Alpen oder die Nord- und Ostsee, für die Hauptreisezeit Juli und August bereits zu etwa 60 Prozent belegt. Dieser Andrang führte schon im Sommer 2020 zu einer völligen Überlastung dieser Urlaubsziele. Auch Franken hat wunderbare Regionen zu bieten, in denen ein traumhafter Urlaub während Corona verbracht werden kann.

Unabhängig vom Reiseziel wird nachhaltiges Reisen immer beliebter, egal ob Wander-, Fahrrad- oder Campingurlaub. Erkennbar ist dieser Trend auch bei den Verkäufen von Fahrrädern, Wohnmobilen und Campervans. Die Verkaufszahlen dieser Produkte explodieren seit dem vergangenen Jahr. Statt auf große Hotels setzen Reisende bei der Unterbringung vermehrt auf Ferienwohnungen und Campingplätze.

Sommerurlaub 2021: Camping wird immer beliebter

"Der Outdoor- und Naturtourismus hatte schon vor Corona steigende Nachfrage, die Pandemie hat hier dann nochmal wie ein Katalysator gewirkt", so der Tourismusforscher Jürgen Schmude. Die Nachfrage nach Flugreisen und Kreuzfahrten sei hingegen eingebrochen und werde auch so schnell nicht wieder zurückkommen.

Reiseführer 'Familienausflüge in Franken' ansehen

Dieser Trend könnte sich auch über die Pandemie hinaus verfestigen. Ein Drittel der Befragten hätte in Umfragen angegeben, ihr Reiseverhalten im Vergleich zu vor der Pandemie ändern zu wollen, sagt Schmude. Viele Menschen haben Reiseziele in Deutschland entdeckt, die sie bisher gar nicht auf dem Zettel hatten. Durch Corona könnte Reisen eine neue Wertschätzung auch in Bezug auf Nachhaltigkeit erfahren.

Eine weitere Möglichkeit für "kleinere Reisen" sind Tagesausflüge in der eigenen Region. Macht man dort Urlaub, wo man lebt, lernt man vieles neu kennen und gewinnt einen anderen Blick. Viele Regionen bieten tolle Reiseziele für Touristen - wieso also nicht mal selbst zum Tourist in der Heimat werden? 

Stornierungsrecht: Prüfen Sie, was wirklich gilt

Bilder von Rückholaktionen und gestrandeten Touristen im Frühjahr und Sommer 2020 hat viele Kunden von Pauschalreisebuchungen für den Sommer 2021 abgeschreckt. Auch deshalb locken Reiseveranstalter seit Wochen mit großzügigen Konditionen, günstigen und flexiblen  Angeboten für den kommenden Sommer. Urlauber können gebuchte Pauschalreisen teilweise noch bis zu zwei Wochen vor Abreise kostenlos absagen oder verschieben.

Reisende sollten sich jedoch unbedingt diese Stornierungs- und Umbuchungsrichtlinien der Reiseveranstalter ganz genau anschauen, denn sie gelten nicht immer für alle Produktgruppen.

Manche Anbieter beschränken die kostenlosen Stornierungsrechte nur auf ausgewählte Flugpauschalreisen bestimmter Marken. "Beispielsweise sind Kreuzfahrten vom Stornierungsrecht gar nicht umfasst", sagt Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Achtung bei flexiblen Angeboten 

Somit sollten Reisende genau prüfen, ob das beworbene Stornierungsrecht für die konkrete Reise auch wirklich gilt. Die versprochenen Rechte könnten beispielsweise durch zusätzliche Screenshots dokumentiert werden. Denn bei den flexiblen Angeboten handelt es sich um befristete Regelungen, die nicht in den normalen Geschäftsbedingungen niedergeschrieben sind.

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