Durch diese strikten Vorgaben bei der Wahl des Namens soll laut Computerbild Missbrauch wie Identitätsdiebstahl oder Phishing verhindert werden. Die geplante Reservierungsfunktion soll für Fairness sorgen. Jeder soll eine Chance bekommen, seinen Wunschnamen zu sichern. Dafür wird die Option schneller an einen Großteil der Nutzer verteilt. Ansonsten könnten die Beta-Tester schon alle beliebten Namen wegschnappen, bevor die breite Masse Zugriff hat.
Nutzername auf WhatsApp für mehr Privatsphäre - doch es gibt einen Haken
Der Benutzername lässt sich jederzeit ändern – solange der neue Name ebenfalls den oben genannten Kriterien entspricht. Deine Kontakte werden automatisch darüber informiert, ähnlich wie beim Wechsel der Telefonnummer. Eine potenzielle Verwirrung bei der Namensumstellung wird dadurch von vornherein ausgeschlossen. Ob du den Nutzernamen nutzen musst, ist laut WABetaInfo offen - die Funktion soll als optionales Datenschutz-Feature eingeführt werden. Du kannst also weiterhin über deine Nummer erreichbar bleiben, wenn du das willst.
Auf den ersten Blick wirkt die Änderung wie ein klarer Gewinn für die Privatsphäre. Die Telefonnummer bleibt verborgen, was vor Spam und unerwünschten Kontaktversuchen schützen kann. Doch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt ausdrücklich davor, identische Nutzernamen plattformübergreifend zu verwenden.
Denn Angreifer könnten erkennen, dass verschiedene Accounts derselben Person gehören, und so ein umfassendes Profil aus Daten verschiedener Plattformen zusammensetzen. Wer sein WhatsApp-Konto mit anderen Meta-Apps wie Facebook oder Instagram verknüpft hat, sollte daher besonders vorsichtig sein und nicht denselben Nutzernamen verwenden.
Brauchen alle WhatsApp-Kontakte meine PIN, um mir zu schreiben?
Zusätzlich zum Benutzernamen soll ein PIN-Schutz eingeführt werden. Diese Option tauchte im August 2025 in Beta-Versionen für iOS und Android auf. Seitdem hat WhatsApp die PIN stetig weiter entwickelt und in "username key", also Nutzernamen-Schlüssel, umbenannt. Das Prinzip blieb aber gleich: Nutzer sollen einen vierstelligen Zahlencode festlegen können, der an neue Chat-Partner weitergegeben werden kann.
Die Code-Abfrage bietet ein zusätzliches Sicherheitsnetz, um vor ungewollten Nachrichten zu schützen. Selbst wenn jemand deinen Nutzernamen kennt, muss die Person auch den passenden "Schlüssel" eingeben, um dir erstmalig eine Nachricht zu schicken. Die Funktion greift nur bei neuen Chats. Bestehende Kontakte haben also auch weiterhin deine Telefonnummer und können dir wie gewohnt schreiben. Zudem ist die PIN-Vergabe nicht verpflichtend, du bekommst lediglich mehr Kontrolle über deine Daten.
Die Einführung von Meta AI bei WhatsApp hat bei vielen Nutzern für Verunsicherung gesorgt. Der Konzern versichert jedoch, dass die Privatsphäre der Nutzer weiterhin geschützt wird. Wenn du deine Chats dennoch zusätzlich vor KI-Zugriff sichern willst, solltest du die erweiterte Chat-Privatsphäre aktivieren.
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