Nach Abstiegs-Drama bei 1860 München: Ismaik mit kryptischem Post

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Der TSV 1860 München erfüllt nach eigener Darstellung nicht die Lizenzbedingungen und muss wieder in die Regionalliga. Investor Ismaik meldet sich über die sozialen Netzwerke.

Nach dem Abstieg des TSV 1860 München in die Fußball-Regionalliga hat der umstrittene Investor Hasan Ismaik einen kryptischen Beitrag in den sozialen Medien veröffentlicht. Darin teilte der Jordanier zunächst noch sachlich mit, dass die Münchner keine Lizenz für die Dritte Liga erhalten. Der Traditionsverein stürzt demnach zum zweiten Mal nach 2017 in die Regionalliga ab. 

"Dennoch bin ich überzeugt, dass der TSV 1860 München eines Tages an den Platz zurückkehren wird, den er verdient. Dieser Verein ist größer als eine einzelne Saison und größer als jede Krise", schrieb Ismaik auf seinem Facebook-Account, dem fast 250.000 Menschen folgen. 1860 stehe "auf einem stolzen Fundament aus Geschichte, Tradition und leidenschaftlichen Fans, die stets seine größte Stärke waren".

1860 München steigt in Regionalliga ab - Fans beschimpfen Investor

Die Münchner konnten mit Ablauf der Frist am Mittwoch (3. Juni 2026) um 17 Uhr nicht den erforderlichen Liquiditätsnachweis beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erbringen. "Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen", teilte der Noch-Drittligist mit.

Dem Vernehmen nach fehlten 2,7 Millionen Euro für die Lizenz. Der DFB muss den Fall noch abschließend prüfen. Ismaik schrieb der Süddeutschen Zeitung zufolge per Whatsapp: "Sad day (trauriger Tag)."

In seinem Facebook-Post wenige Minuten später fügte er hinzu: "Ich danke allen Fans, die den Verein in diesen Jahren begleitet haben, sowie allen Menschen, die sich ehrlich für seine Interessen eingesetzt haben. Von Herzen hoffe ich, dass dieser schwierige Moment der Ausgangspunkt für eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine bessere Zukunft sein wird." Zahlreiche Fans der "Löwen" beschimpften den Investor in den Kommentarspalten.

Havelse will Lizenz für 3. Liga

Der TSV Havelse würde nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München im Falle einer Lizenzerteilung den freien Platz in der 3. Fußball-Liga einnehmen. Nach der bevorstehenden Lizenzverweigerung für die Münchner steht Havelse als Bestplatziertem der vier Drittliga-Absteiger der Platz der Löwen zu. Dafür wurden die Lizenzunterlagen eingereicht, wie der TSV in einem Statement in den sozialen Medien mitteilte. Sollte der Bescheid positiv ausfallen, würde der sportlich eigentlich abgestiegene TSV auch in der kommenden Saison im Profifußball bleiben.

"Der TSV Havelse hat für die 3. Liga, die Regionalliga Nord sowie die U19-Nachwuchsliga alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig beim DFB bzw. NFV eingereicht und an den jeweiligen Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen", hieß es in der vom scheidenden Geschäftsführer und Vorstand Florian Riedel unterzeichneten Erklärung. Jetzt müssen der Deutsche Fußball-Bund und der Niedersächsische Fußballverband die Unterlagen prüfen.

Zuletzt gab es Gerüchte, dass Havelse nicht in der 3. Liga bleiben wolle. So hatte der ebenfalls sportlich aus der 3. Liga abgestiegene FC Erzgebirge Aue noch Hoffnungen, die sich nun aber wohl zerschlagen haben.

Heimspiele von Havelse erneut in Hannover 

Der TSV 1860 München hatte am Mittwoch nach einem Finanzstreit mit seinem umstrittenen Investor Hasan Ismaik nach eigener Darstellung keine Lizenz für die 3. Liga bekommen. 

Bei einer Lizenzerteilung steht für Havelse erneut die Stadionfrage im Mittelpunkt. Denn das Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen ist nach wie vor nicht drittligatauglich. Deshalb will der TSV seine Heimspiele erneut im Eilenriedestadion in Hannover austragen. "Für die vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen unseres Nachbarn Hannover 96", erklärte der Verein.

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