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Gesundheit

Abgelaufene Medikamente: Darf ich die noch einnehmen?

Auch bereits abgelaufene Medikamente können weiterhin verwendet werden. Dies gilt jedoch nur für einige Arzneimittel, während Sie sich bei anderen strikt am Verfallsdatum orientieren sollten. Die Details können Sie hier nachlesen.
 
Abgelaufene Medikamente: Diese Arzneimittel können Sie trotzdem noch zu sich nehmen
Auch bereits abgelaufene Medikamente können Sie noch zu sich nehmen. Bei einigen Arzneimitteln ist jedoch höchste Vorsicht geboten. Foto: Michal jarmoluk/pixabay.com

Kopfschmerzen, aber leider nur noch eine abgelaufene Packung Aspirin im Haus? Dieses Medikament können Sie unter Umständen ohne Probleme auch noch weit nach dem Verfallsdatum einnehmen. 

Während das bei manchen Medikamenten möglich ist, sollte man andere jedoch umgehend entsorgen. Und auch bei der Lagerung gibt es einiges zu beachten. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten. 

Abgelaufene Medikamente: Diese Besonderheiten gibt es zu beachten

Bei der Haltbarkeit von Medikamenten* nach dem Verfallsdatum gibt es Unterschiede. Während Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (wie zum Beispiel Aspirin), auch ein paar Wochen nach dem eigentlichen Verfallsdatum noch haltbar sind, sollte man bei Antibiotika und Augentropfen Vorsicht walten lassen und sie gegebenenfalls sachgemäß entsorgen. 

Klumpen im abgelaufenen Hustensaft

Möchten Sie abgelaufenen Hustensaft benutzen, sollten Sie ihn sich gründlich ansehen. Wenn Hustensaft abläuft, trennen sich meist die Inhaltsstoffe voneinander, und er fängt an zu klumpen. In den meisten Fällen ist das zwar nicht gesundheitsschädlich, jedoch kann der Saft nach Ablauf wirkungslos sein. 

Vorsicht bei Augen- und Nasentropfen

Wer abgelaufene Nasen- oder Augentropfen* verwenden möchte, sollte äußerst vorsichtig sein. Im Normalfall sind sie noch etwa vier Wochen, nachdem sie geöffnet wurden, haltbar. Sind die Tropfen erst einmal abgelaufen, besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich Keime ausbreiten, die bei Anwendung in den Körper gelangen können. Im schlimmsten Fall resultiert das in einer Entzündung. Hilfreich ist es, wenn Sie das Datum der Öffnung auf die Flasche schreiben. Die Tropfen im Zweifelsfall besser wegschmeißen. 

Richtige Lagerung von Antibiotika 

Bei empfindlichen Medikamenten wie Antibiotika oder Hormonpräparaten sollten Sie besonders auf eine richtige Lagerung achten. Dasselbe gilt auch für Insulinpräparate. Im Idealfall sollten Sie diese im Kühlschrank aufbewahren, da sie sich bei etwa zwei bis sechs Grad Celsius am besten halten. Nach Ablauf des Verfallsdatums ist Schluss mit der Verwendung, und die Medikamente sollten in die Tonne geschmissen werden. Denn durch eine mögliche Transformation der enthaltenen Stoffe kann es zu unschönen Nebenwirkungen kommen. 

Salben und Cremes unterschiedlich lange haltbar

Mit der Haltbarkeit von Cremes und Salben verhält es sich unterschiedlich. Während Cremes im Normalfall auch nach Ablauf ihre Wirksamkeit behalten und im schlimmsten Fall schlecht riechen, kann die Wirksamkeit von Salben komplett verschwinden. 

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Acetylsalicylsäure verliert langsam Wirkung

Arzneimittel, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten, verlieren über die Zeit ihre Wirksamkeit. Eines der bekanntesten Medikamente ist wohl Aspirin. Grundsätzlich geben die Hersteller hierzulande aber ein recht frühes Ablaufdatum an, um sich abzusichern. Aus diesem Grund ist Aspirin auch noch ein paar Wochen nach offiziellem Verfallsdatum wirksam

Anzeichen für schlecht gewordene Arzneimittel

Das Bundesgesundheitsministerium gibt Hinweise, woran Sie eindeutig abgelaufene Medikamente erkennen können. Diese sind unter anderem:

  • Cremes und Salben: verflüssigen und verfärben sich
  • Tabletten: verfärben sich und werden rissig
  • Die Verpackung bläht sich regelrecht auf
  • Es bildet sich ein Geruch
  • Es bilden sich Klumpen oder Flocken
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So bewahren Sie Arzneimittel richtig auf

Alles, was Sie zur korrekten Aufbewahrung des Arzneimittels wissen müssen, finden Sie im Beipackzettel. Generell gilt: Bewahren Sie die Medikamente immer komplett mit Verpackung und Beipackzettel auf. Außerdem sollten Sie die Arzneimittel auf keinen Fall in der Sonne liegen lassen - Hitze sollte unbedingt vermieden werden.

Auch im Badezimmer sollten die Medikamente nicht aufbewahrt werden. Dort kann sich Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit entwickeln. Manche Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika, sollten Sie im Kühlschrank lagern. Das Wichtigste zum Schluss: Achten Sie darauf, Arzneimittel niemals in Reichweite von Kindern zu lagern. 

So sollten Sie abgelaufene Medikamente entsorgen

Oft ist die richtige Entsorgung eines Medikaments* auf dem Beipackzettel zu finden. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, kann man sich einfach an die Entsorgungs-Grundsätze halten. Diese besagen, dass Medikamente grundsätzlich im Hausmüll entsorgt werden können, da sie sogenannter "Siedlungsabfall" sind. Dadurch, dass sie entweder verbrannt oder behandelt werden, bevor sie auf einer Mülldeponie landen, besteht kaum Gefahr, dass Stoffe aus der Arznei ins Grundwasser gelangen.

Sie sollten vermeiden, die Medikamente über den Abfluss zu entsorgen. Denn so landen die enthaltenen Wirkstoffe über Umwege im Wasser. Auch Gläser, in denen sich beispielsweise Hustensaft befunden hat, sollten nicht mit Wasser ausgespült werden, sondern einfach in den normalen Hausmüll geworfen werden. 

Fazit: Aspirin länger haltbar, Vorsicht bei Antibiotika

Manche Arzneimittel, wie etwa Medikamente mit Acetylsalicylsäure, sind auch einige Wochen nach dem Verfallsdatum noch problemlos verwendbar. Besondere Vorsicht ist jedoch bei Antibiotika, Hormon- und Insulinpräparaten gefordert, da diese unschöne Nebenwirkungen entwickeln können. Auch Nasen- und Augentropfen sollten nicht ewig verwendet werden, da Keime entstehen können, die auf den Körper übergreifen können. 

 

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