• Donovanosis: Genitalien entzünden sich bei Infektion
  • "Fleischfressende" Geschlechtskrankheit greift Gewebe an
  • Frühe Diagnose für Behandlung wichtig
  • Erste Symptome jedoch unscheinbar

Jucken, Entzündungen und Blut im Schritt: Hinter diesen Symptomen könnte eine gefährliche Diagnose stecken, denn die sogenannte Donovanosis wird auch als „fleischfressende Geschlechtskrankheit“ bezeichnet. Eine anfängliche Entzündung kann sich dabei zu größeren Geschwüren entwickeln, die das Gewebe an den Genitalien zerstören. Das kann schmerzhafte Folgen haben.

"Fleischfressende" Geschlechtskrankheit: Donovanosis greift Genitalien an

Frauen und Männer sind gleichermaßen von ihr betroffen: Eine Infektion mit Donovanosis beginnt meist mit kleineren, juckenden, rötlichen Papeln (Knötchen) oder Knoten im Genital- und Analbereich. Weil diese keine Schmerzen bereiten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden, wird die Donovanosis oftmals erst spät erkannt.

Nahe der entzündeten Stellen entstehen anschließend Geschwüre, die tellergroß werden können und bluten, wenn man sie berührt. Bei Frauen treten sie an den inneren Schamlippen auf, bei Männern am Penis. Falls die Infektion weiterhin nicht medizinisch behandelt wird, entstehen eitrige Schwellungen, die letztendlich das Gewebe zerstören.

Die Donovanosis wird beim Sex übertragen. Wie viel Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit vergeht, ist unklar. Zwischen einer und sechzehn Wochen kann es dauern, bis die ersten Symptome auftreten. Bisher traten Fälle von Donovanosis vor allem in Indien, Papua-Neuguinea sowie in Australien, aber teilweise auch in Vietnam und Afrika auf. In europäischen Ländern ist die sexuell übertragbare Krankheit dagegen eher selten. Nun häufen sich allerdings die Infektionen in Großbritannien: Betroffen sind vorrangig Männer zwischen 30 und 40 Jahren.

Geschlechtskrankheiten vorbeugen

Um eine verlässliche Diagnose zu erstellen, kommen Abstriche, Gewebeproben oder die Anlegung einer Zellkultur zum Einsatz. Ärzte wenden zur Behandlung der Donovanosis in der Regel Antibiotika an. Geschieht dies in einem frühen Stadium der Infektion, kann sie komplett abheilen. Wird die Diagnose aber erst spät gestellt, können Ödeme oder Verengungen der Scheide, der Harnröhre oder des Analkanals entstehen, die eine Operation nötig machen. Häufig bleiben Narben zurück.

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Selbst nach der Genesung ist der Körper aber nicht immun gegen die Krankheit und eine erneute Infektion nicht ausgeschlossen. Als Vorsichtsmaßnahme wird daher wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten empfohlen, sich mit Kondomen zu schützen. Das gilt vor allem für Urlauber, die in tropische oder subtropische Gebiete reisen.

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