• Volkskrankheit Alzheimer: 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz
  • Lebensmittel können Risiko senken: Bestimmte Nährstoffe sind wichtig für das Gehirn
  • Eine gesunde Ernährung macht den Unterschied: Obst, Gemüse - aber auch ein Gläschen Rotwein

In Deutschland leiden rund 1,6 Millionen Menschen an Demenz, die meisten von ihnen aufgrund von Alzheimer. Die Prognosen sehen einen Trend nach oben. Auf einer Konferenz der Alzheimer Association wurde die Zahl der Erkrankungen im Jahr 2050 auf etwa 150 Millionen geschätzt -dreimal so viel wie in der aktuellen Situation. Doch mit der passenden Kombination an Nährstoffen soll es möglich sein, der Gehirnstörung entgegenzuwirken.

Demenzrisiko senken: Diese Nährstoffe sind besonders wichtig für dein Gehirn

In der Alzheimer-Forschung wird davon ausgegangen, dass eine gezielte und bewusste Ernährung starken Einfluss auf die Entwicklung unseres Gehirns hat. Eine bestimmte Rezeptur, die gegen Demenz hilft, gibt es natürlich nicht. Dennoch können bestimmte Lebensmittel bei der Prävention helfen.

Obwohl unser Gehirn nur einen Bruchteil unseres Körpergewichts ausmacht, nimmt es etwa 20 Prozent unseres Energiebedarfs ein. Die ideale Ernährungsweise, um das Demenzrisiko zu senken, setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. 

Nährstoff-Kombination zur Vorbeugung von Demenz:

  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Die Polyphenole sorgen für einen besseren Blutfluss im Gehirn und sollen so der Demenz entgegenwirken 
  • Vitamin C und E: eine hohe Dosierung dieser antioxidativen Vitamine soll das Alzheimer-Risiko senken
  • "Nerven"-Vitamine der B-Gruppe, insbesondere B6, B12 und Folsäure (B9): Ein Mangel der genannten Vitamine wird mit Gedächtnisstörungen und einem frühen Stadium der Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht
  • Omega-3-Fettsäuren: Die Fettsäuren sollen eine positive Wirkung auf das Gehirn haben und die Gedächtnisleistungen sowie die Fähigkeiten im Alltag verbessern 

Neue Techniken in der Forschung: Demenz 20 Jahre im Voraus erkennen

Schon lange wird im Bereich der Demenz geforscht. Neue Techniken sagen, dass es möglich ist, die Krankheit bereits 20 Jahre vor ihrem Ausbruch zu erkennen. Andere Studien glauben daran, Demenz an den Augen ablesen zu können. Die neuen Methoden sind umstritten.

Bio Grüner Tee bei Amazon ansehen

Die Warnsignale sind allerdings eindeutig und wissenschaftlich belegt. Hier findest du eine Liste aller Anzeichen von Demenz und Einflussfaktoren.

Diese Vitamine, Nährstoffe und Lebensmittel können dein Demenzrisiko senken:

1. Polyphenole (Pflanzenstoffe): Tee, Kaffee und Gemüse helfen gegen Demenz

Neben dem Wasser, das wir täglich ausreichend trinken sollten, sollten ebenfalls zwei bis drei Tassen Kaffee, schwarzer oder grüner Tee kommen. Die darin enthaltenen Polyphenole regen die Durchblutung des Gehirns an. Der sekundäre Pflanzenstoff ist auch in Rotwein enthalten. Auch hier ist ein Glas am Abend in Ordnung.

Es liegt auf der Hand - ebenfalls stecken die sekundären Pflanzenstoffe in Gemüse. Da sekundäre Pflanzenstoffe die Farbe in das Gemüse bringen, empfiehlt es sich, bunt zu essen, um von allem etwas abzubekommen. Was die Menge angeht: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt drei Portionen Gemüse pro Tag. Eine Portion (400 Gramm) entsprechen etwas der Menge Gemüse, die in eine Handfläche passt. Abgesehen von den wenigen Kalorien enthält Gemüse viele Polyphenole und die Gehirn-freundliche Folsäure. 

3. Vitamin C: Dunkle Beeren sollen vor Alzheimer schützen

Vitamin C reduziert die Plaquebildung in unseren Gefäßen, was als Risikofaktor für Demenz gilt. Frisches Obst sollte in jeden Speiseplan integriert werden. Auch hier spricht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Empfehlung aus: Am besten seien zwei Mahlzeiten mit jeweils 250 Gramm.

Viel Vitamin C beinhalten laut der DGE beispielsweise Sanddornbeeren(saft), Paprika, Schwarze Johannisbeeren und Petersilie (alle bieten über 100 Milligramm pro 100 Gramm Vitamin C). Es geht aber auch Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Zitrone, Kiwi und Litschi.

4. "Nerven"-Vitamine der B-Gruppe: Bohnen, Erbsen und Linsen helfen den Grauen Zellen

Hülsenfrüchte enthalten reichlich natürliche B-Vitamine, Folsäure und Polyphenole fürs Gehirn. B-Vitamine sind gesund und regen die Kommunikation der Zellen miteinander und untereinander an. Sie steigern die Leistungsfähigkeit des Gehirns und schützen vor Gedächtnisstörungen.

'Kopfküche - Das Anti-Alzheimer-Kochbuch' bei Amazon ansehen

Alternativ zu Bohnen, Erbsen, Linsen und Co. können auch Tofu-Schnitzel, Falafel oder Hummus genommen werden. Auch hier sind die Vitamine enthalten.

5. Vollkorn: Mit dem Gehirnfutter schlechthin Demenzrisiko senken 

Vollkornprodukte enthalten zahlreiche Ballaststoffe. Die komplexen Kohlenhydrate helfen den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und dadurch die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Auch die enthaltenen Aminosäuren wie beispielsweise Methionin erweisen sich als besonders wertvoll für eine gesunde Gehirnfunktion.

6. Omega-3-Fettsäuren: Öl fürs fitte Gehirn - Demenzrisiko senken

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den "guten Fetten". Sie sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und den Stoffwechsel verbessern. Aber auch gegen Demenz sollen die Fette wohl helfen. Omega-3 steigert die Leistungsfähigkeit des Gehirns und hilft uns bei unseren täglichen Abläufen. Zu den Top-Omega-3-Lieferanten gehören Leinöl, Chiasamen und Walnüsse. Eine detaillierte Liste mit zehn gesunden Lebensmitteln, die viel ungesättigte Fettsäuren enthalten, findest du hier.

Alle genannten Lebensmittel lassen sich zu wunderbaren Rezepten vereinen und tragen so auf leckere Weise dazu bei, das Demenzrisiko zu senken. So kannst du gleichzeitig etwas für deine körperliche und geistige Fitness tun.

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.