Wenn sich diese entzünden, dann können plötzliche, dumpfe Schmerzen in der unteren Bauchregion auftreten in Kombination mit erhöhter Temperatur. Begleitet wird die Entzündung auch durch Blähungen, Übelkeit, Durchfall, Verstopfungen und manchmal Krämpfen. In einem solchen Fall sollte schnell reagiert und ein Arzt aufgesucht werden.
Was kann man dagegen tun?
Entstehen keine Beschwerden durch die Divertikel, dann müssen diese auch nicht behandelt werden. Nur wenn diese chronisch vorhanden sind oder eine Entzündung entsteht, besteht Handlungsbedarf. Die Entzündung wird durch Antibiotika behandelt, jedoch nur, wenn Komplikationen auftreten.
Bessert sich der Zustand nicht, dann kann auch ein Teil des Dickdarms operativ entfernt werden. Dieser Eingriff birgt jedoch einige Risiken, weshalb die Notwendigkeit häufig sehr konservativ abgewogen wird.
Bei leichten Beschwerden kann man auch versuchen, sich ballaststoffreicher zu ernähren. Auch probiotische Nahrungsmittel könnten helfen, dies ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht. In den meisten Fällen bilden sich die Divertikel von selbst wieder zurück.
Wann du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest
Wenn die Entzündung auf die Darmwand, benachbarte Organe und die Umgebung übergreift, kann es zu Komplikationen kommen. Dabei bilden sich häufig Abszesse und Fisteln. Sehr selten tritt im Zusammenhang mit einer Entzündung auch ein Loch in der Darmwand auf.
Tritt Stuhl in den Bauchraum aus, kann es zu einer Bauchfellentzündung kommen, was lebensbedrohlich ist.
Die Divertikel können sich auch chronisch immer wieder entzünden, wodurch vernarbte Verengungen im Darm auftreten. Diese erschweren die Weiterleitung des Stuhls und können zu einem Darmverschluss führen. Aufschluss kann in jedem Fall eine Untersuchung bei einem Arzt geben, auch, um über Behandlungsschritte zu sprechen.