• Lindern Schmerzmittel die Nebenwirkungen einer Corona-Impfung?
  • Schmerzmittel könnten Impferfolg im Weg stehen
  • Empfehlung: Schmerzmittel lieber nicht vorzeitig einnehmen

Fieber, Übelkeit und Kopfschmerz. Diese Begleiterscheinungen können kurz nach einer Impfung gegen das Coronavirus auftreten. Obwohl diese Nebenwirkungen in der Regel unbedenklich sind, können die Schmerzen nur schwer ausgeblendet werden. Aus diesem Grund greifen viele sogar bereits vor der Impfung zu Schmerzmitteln. Doch Wissenschaftler warnen nun davor, voreilig Ibuprofen oder Paracetamol einzunehmen: Die Schmerzmittel könnten Auswirkungen auf die Effektivität der Impfung haben.

Helfen Schmerzmittel gegen die möglichen Nebenwirkungen einer Corona-Impfung?

Zunächst kann klar festgestellt werden: Der Konsum von Schmerzmitteln lindert, wie der Name bereits sagt, die Schmerzen. Allerdings ist unklar, inwiefern die Schmerzmittel allgemein gegen die Nebenwirkungen helfen können, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet. Ihm zufolge hat lediglich der Hersteller des Impfstoffs AstraZeneca eine Studie diesbezüglich veröffentlicht, in welcher eine Milderung der Nebenwirkungen durch Paracetamol festgestellt werden konnte. Über den Zusammenhang bei anderen zugelassenen Impfstoffen oder den noch nicht zugelassenen Impfstoffen wie Sputnik V ist noch nicht viel bekannt.

Auch die Erkenntnisse zu einer möglichen Hemmung des Impferfolgs sind noch unklar. Es stehen Befürchtungen im Raum, dass durch die Einnahme von Schmerzmitteln die Bildung von Antikörpern gegen das Virus negativ beeinträchtigt werden könnte, wie das Ärzteblatt berichtet. So warnt die amerikanische Gesundheitsbehörde, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), keine Medikamente vor der Impfung zu sich zu nehmen. Auch die wissenschaftliche Fachzeitschrift Chest weist darauf hin, dass bereits Studienergebnisse die Schwächung der Immunogenität durch Schmerzmitteleinnahme nahe gelegt haben.

Allgemein besteht der Verdacht, dass Schmerzmittel die Wirkung einer Impfung beeinträchtigen könnten, schon länger. So verweist das Ärzteblatt auf eine Studie aus dem Jahr 2014, in der klare Effekte auf den Impferfolg festgestellt werden konnten, wenn Schmerzmittel unmittelbar danach eingenommen wurden. Außerdem können Schmerzmittel selbst Nebenwirkungen hervorrufen.

Schmerzmittel nur beim Auftreten von Nebenwirkungen einnehmen

Bislang gibt es noch kein eindeutiges wissenschaftliches Ergebnis zur Auswirkung von Schmerzmitteleinnahme auf die Effektivität der Impfung. Dementsprechend empfiehlt der Nürnberger Pharmakologie-Professor Fritz Sörgel gegenüber dem SWR, Schmerzmittel nur beim Auftreten von Nebenwirkungen einzunehmen. In der erwähnten Studie aus dem Jahr 2014 konnte festgestellt werden, dass Paracetamol nach mehreren Stunden keinen Einfluss mehr auf die Immunantwort eines erwachsenen Patienten hatte.

Hier den Corona-Selbsttest bei Aponeo anschauen

Fazit: Zusammenfassend sind Schmerzmittel zu einer Corona-Impfung mit Vorsicht zu genießen und sollten lieber, wenn überhaupt, einige Zeit nach der Impfung eingenommen werden als vorher. 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.